— 133 —
Ferien hatte es an Gewicht abgenommen und der Zustand ver—
schlimmerte sich so, daß es am Nachmittage des 25. 8. ins Bett ge-
bracht werden mußte. Es hatten sich Schmerzen in der rechten Hüfte
eingestellt, die sich in der folgenden Nacht über den Unterleib verbreiteten
und sich am nächsten Tage auch auf die linke Hüfte erstreckten. Dazu
hochgradiges Fieber. Der herbeigerufene Arzt erkannte sofort die
Größe der Gefahr und riet, das Kind in ein Krankenhaus zu bringen.
Schweren Herzens und nach langem Zögern gaben die Eltern das
zu. Gleich beim ersten Besuch mußte die unglückliche Mutter er-
fahren, daß für das Leben ihres geliebten Kindes keinerlei Hoffnung
vorhanden sei. Es war mit Eisbeuteln behandelt worden, an einem
Arm hatte man ihm Blut entzogen. Trotz allen Widerstandes seitens
des Krankenhauses gelang es der Mutter, ihr Kind heim zu bringen,
um die Sterbende in treuer Liebe bis an's Ende pflegen zu können.
Noch in derselben Nacht, 8 Tage, nachdem es sich gelegt hatte, starb
das Kind, die Freude seiner Eltern und Stütze seiner Mutter, geliebt
von allen, die es kannten, ein Opfer des Impfwahns.
316. Frankfurt a. M. Adolf S., Gummiwarengeschäft, schreibt:
„Meine Tochter wurde, 12 Jahre alt, in der Souchez-Mittelschule
geimpft und 8 Tage darauf wieder geimpft. 8 Tage darauf, von
Sonnabend auf Sonntag, nachts, waren Gesicht und Körper voll
Wasserpocken; 38° Fieber. Einer von den Impfschnitten ist angegangen.
Dr. med. W. behandelte das Kind, das 12 Tage aus der Schule
bleiben mußte und noch am 23. 6. Flecken im Gesicht hatte. Das
Kind war vorher kerngesund, was der Arzt anerkannte.
317. Krankfurt a. M. Aus einem Brief vom 4. 9. 1911.
a) „Am 8. Mai wurden meine beiden Söhne im Alter von 12 und
13 Jahren, nachdem ich mir in einer hiefigen Apotheke die er-
forderliche tomphe gekauft hatte, von meinem Hausarzt in seiner
Wohnung geimpft. Bereits am nächsten Tage, gegen Abend,
stellte sich bei dem älteren Sohne von 13 Jahren Mattigkeit und
Fieber-Erscheinung ein, sodaß er sich am 10. Mai ins Bett legen
und an diesem Tage der Schule fernbleiben mußte. Am Sonn-
abend, den 13. Mai, verließ er schon, obwohl er bis 1 Uhr
Schule hatte, gegen 10 Uhr die Schule, da er über Mattigkeit
im ganzen Körper klagte. Am selbigen Abend stellte sich wieder
heftige Fiebererscheinung ein, 39,9 Grad. Der herbeigeholte Arzt
erklärte dann, daß solche Erscheinungen öfters nach Impfungen
auftreten. Im Laufe der nächsten Woche trat völlige Mattigkeit
und Schwellung des rechten Armes ein. Der Arzt gab als Grund