20 Anzug und seine Vehandung.
Höhlungen der inneren Schuhseiten an die Tornisterwände, in die Schuhe oder zwischen
sie. Jeder Mann führt nur eine Bürste sowie das Gefäß mmit Gewehröft (Lederfett) mit,
qußerdem die Gegenstände für perlönliche Reinlgung: Kamm, Seife, Zahnbürste usm.
Zur Erleichterung des Grpäcks stellt man zweckmäßig die Korporalschaften in so-
genannte Puhabteilungen zu 4 Mann zusammen, die nach Anordnung ves Kompagnie-
sührers z B. ’rugen: Nr. J eine leiderbürste, Nr. 2 Stiefelschmusbürfie, Nr 3 Fett-
bürfte, Gewehrputzlappen und Werg, Nr. 4 Nähzeug, einschl einiger Kn#pfe und einen
Wischstrick Der Reft der Reinigungs= usw. Mftiei wird auf dem Packwagen untergebracht.
Jetzi wird der Kasten zugeschnallt, Riemen nur mäßig anzieyen, sonst pressen sich
die Gegenstände nach hinten herqus und drucken den 1u#n# auf dem Rücken Beim
zulgeichnallten Tornisterkasten sieht man nur bei einzelnen Leuten die Spitzen von fedr
großen Schuhen über dem oberen Kalbsellrande hervorragen, sonst ist alles verdeckt. —
Nunmehr wird die Milte flach hingelegt und darauf der
2. Zeltzubehörbentel gelegt, der Zeitstöcke, Zektpflöcke und Zeltschnur aufnimmt:
der Beutel ist so zu verfchieben, daß er bei geschloffener Klappe möglichst wenig aufträgt.
(Trägt der Mann Schuhr, jo werden die Stefelschäste flach auf den zugeschnallten
Kasten übereinandergesegt, Soble nach auhen, Absatz nach unten. Die Stieselfüße liegen
au der Manielrolle, ragen also bei zunemachter Klappe über diese beraus
3. Tornisterklappe mit Wäschebeutel und beiden Patronenbchäfltern.
Auf der Klappe beinven sich die Stempel und der eingenayte Name.
In den keiden Parmonendehältern wird je ein Patronenpatet untergebracht und
durch eine Oje mit Ring sicher verschnall- In den Wäschebeutel gehoren die übrigen
Lebensmiltel, serner Sold-, Sesangbuch und Löffrt.
Alles möglichst flach zusammenlegen und verpacken. Tornisterklappe zuschnallen,
Riemen nur mäßig anziehen aus demselben Grunde wie oben.
C. Der mit Gepäck 95 ausgerüstete, feldmarschmäßige In-
san terist. Zur sekdmarschnräßigen Ausftartung des Infanteristen gehören:
a) Bekletdung: Wassenrock, Hals-Binodr oder Tuch, Tuchhose, Unterhose. Hofen-
träger, Hemde, langschäftige Sliefel, Sleumpie oder Fußlappen, Verbandpäckchen,
Tuschentuch, Ertennungsmarke und Brulideutel.
b Ausrüstung: Helm mit Zubebör. Lekmüberzug, Tornister 95 mit Trageriemen und
Zeltzubehörbeuretk, Leibriemen mit Schloß, Brotbeutel. Kochgeschirr mit Riemen
und Ettbesteck, Säbeltraddek, zwei Patrontaschen. Feld flasche und Trinkbecher.
#sl Gepäck: Maniel, drei Manteiriemen, Zeltausrüstung, Feipmütze. Hemde, Schnür.
schuhe. Smümpfe oder Fußkappen, Sold= und Gesangbuch, Zahnbürste, Taschen-
lirck, Messer und Lösse! Näh= oder Putzzeug (im Minser wollene Jacke, Kopf-
dulker, Ohrenklappen. Tuchbandschuhe).
* und Munttion: Gewehr, Seitengewehr, Wischstrick und 150) Palronen.
l Nahrungsmittel: Zwieback, Fleischkonserven, Gemülekonsernen, Salz, Kaffee,
wei Zwiebacksbeutel, Salzbeuici, fünf Kaffeebüchsen, Frithtücksbrol, Inhalt der
Fesllasche und Tabak, Zigarren
1) Schanzzeng: Spaten mit Futter, Beil m. F., Beilpicke m. F., Drohtscheren.
D. Behandlung ver Sachen. Jeder Soldat ist für die vorschrifts-
mäßige Reinigung und Instandhaltung der ihm überwiesenen Stücke ver-
antwortlich. Die erste Anleitung hierzu erhält er in der Vutßz. und Slichstunde
Hier- wird ihm gesagt, welche Flickarbeiten er selbst vornehmen muß, welche
Anderungen die Kompagniehandwerker ausführen, hier wird ihm von sach-
kundiger Seite gezeigt, wie man zu nähen, zu bürsten usw. hat.
Einige Haupttätigkeiten zur Instandhaltung folgen hier:
Nähen. In der Pu:stunde lernt der Mann ferner die verschiedenen Knopfarten
annähen [Hosen-, Hemden= und Rockknöpfe); es wird ehm uezeigl, wie eine Naht zu
nähen, welche Zwirnkorte anzuwenden ist usm.; auch finden Belehrungen über die Art
bes Rrickeneinseyens statt; Flicken mussen einmal stets von dem'elben Zeuge zein wie die
Umgebung, dam aber vilesen sie nicht rund, sondern müssen eckig geschnitten sein, damit
die ur prüngliche Focm des Futtiers usw. beibehälten bleibt, desbalb schneidet man erst