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Von Potsdam nach Doorn.

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Bibliografische Daten

fullscreen: Von Potsdam nach Doorn.

Monografie

Persistenter Identifier:
cahn_rustag_1914
Titel:
Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913.
Autor:
Cahn, Wilhelm
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
J. Guttentag
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1914
Ausgabenbezeichnung:
Vierte, völlig neubearbeitete Auflage.
Umfang:
627
DDC-Sachgruppe:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
Mit Benutzung amtlicher Quellen und unter vergleichender Berücksichtigung der ausländischen Gesetzgebung.

Appendix

Titel:
Anhang. Anlagen
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Appendix

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Von Potsdam nach Doorn.
  • Titelseite
  • Rechte; Erscheinungsjahr; Druck.
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Versailles 1870/71.
  • Fürsten -- Allgemeines Stimmrecht.
  • Erstes Buch: Mehr sein als scheinen.
  • 1. Der lange Weg zur deutschen Einung.
  • 2. Die Deutsche Bewegung bis 1848.
  • 3. Von Mehrheitsbeschlüssen zu Blut und Eisen.
  • 4. Das Bismarck-Reich.
  • Von der Reichsverfassung, den Bundesfürsten und Bundesstaaten.
  • Die Parteien.
  • Die Reichsfeinde.
  • Das Zentrum.
  • Die Sozialdemokratie.
  • Das Judentum.
  • Und die Zukunft des Reiches ?
  • Zweites Buch: Mehr scheinen als sein !
  • 1. „Dann regiere Ich selbst !"
  • 2. Des Kaisers Außenpolitik.
  • 3. Imperator Rex.
  • 4. Wesenszüge Wilhelms II.
  • 5. Abwärts !
  • Verlagswerbung.

Volltext

ters, wurde in jener Zeit mit Füßen getreten, und zwar an seiner empfind- 
lichsten Stelle: der Selbstachtung. Den Handarbeiter betrachteten die 
oberen Schichten als die von der Vorsehung zum Dienen bestimmte Klasse. 
Die Bezeichnung: untere oder niedere Klassen war eine ihnen selbstverständ- 
liche. Es war aber nicht allein die Bezeichnung, sondern die durch sie be- 
zeichnete Wirklichkeit. Hier war die Hauptquelle jenes Hasses und auch 
jenes Minderwertigkeitsgefühls, das mit seiner Bitterkeit, wenn es einmal 
Wurzel gefaßt hat, so schwer zum Verschwinden zu bringen ist. — 
Bismarck war 1815 geboren, er gehörte der herrschenden Schicht von 
vornherein als Gutsbesitzer, Angehöriger des Grundadels an. So vorurteils- 
frei Bismarck sich im Verlauf seines Lebens entwickelte und wie rücksichts- 
los er Ansichten und Auffassungen beiseite warf, wenn er erkannt hatte, daß 
sie unrichtig, unzweckmäßig oder überholt waren, und so aufmerksam er 
auch seit Anfang der sechziger Jahre die soziale Entwicklung in Preußen be- 
obachtet hatte — er blieb gleichwohl der Sohn seines kapitalistischen Zeit- 
alters und der Sohn der höheren, der höchsten Schichten im preußischen 
Klassenstaat. Bismarck sah klar die Notwendigkeit dieses Zieles und es 
selbst, auch die Schwierigkeiten und Gefahren. Er täuschte sich auch dar- 
über nicht, daß für gesunden Bestand des Reichs das Gefühl innerer Einheit 
die Deutschen durchdringen müsse, und daß dies nur allmählich geschehen 
könne: als die unbedingt notwendige Ergänzung zur neugeschaffenen 
äußeren Einheit. So konnte auch nicht ausbleiben, daß der Kanzler seit 1871 
von Jahr zu Jahr mehr von Besorgnissen für die Zukunft, für die Erhaltung 
seines Werkes erfüllt wurde. Bismarck selbst war nicht mehr Angehöriger 
einer Klasse, aber das Klassenwesen, die in diesem liegende Abstufung: 
obere, mittlere und untere Klassen (!) war ihm, wie seinen Zeitgenossen, eine 
Selbstverständlichkeit, ebenso wie in allen Staaten. Er war gegen den Klas- 
senkampf, weil dieser das Reich gefährdete; aber Klassen und Stände, die 
letzteren freilich nicht mehr in altem Sinne gefaßt, gehörten eben zur Ord- 
nung des Bestehenden. Wer sich dagegen auflehnte, wer die Ordnung zer- 
stören wollte, der war eben — nicht nur für Bismarck, sondern im Sinne des 
Wortes — tatsächlich: Reichsfeind. Bismarck hatte völlig recht, wenn er im 
Reichstag sagte: die Sozialdemokratie sei der Feind, habe dem Staate den 
Krieg erklärt und warte nur auf die Gelegenheit, ihn zu vernichten. 
Wenn der Kanzler den sozialdemokratischen Führern sagte: sie reizten 
die Begehrlichkeit der Massen nach Dingen, die unerfüllbar seien, so be- 
deutete das keine Arbeiterfeindlichkeit, sondern: es geht eben nicht! Diese 
Haltung auszunutzen zu einer skrupellosen Propaganda gegen den Arbeit- 
geber, gegen das Reich, den Staat, die Monarchie und die Nation und die 
Internationalität als Ideal aufzurichten, war natürlich leicht. 
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