Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Von Potsdam nach Doorn.

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Von Potsdam nach Doorn.

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1905
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich. Dreiunddreißigster Jahrgang. 1905.
Volume count:
33
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1905
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No. 43.
Volume count:
43
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Von Potsdam nach Doorn.
  • Title page
  • Rechte; Erscheinungsjahr; Druck.
  • Inhalt
  • Introduction
  • Versailles 1870/71.
  • Fürsten -- Allgemeines Stimmrecht.
  • Erstes Buch: Mehr sein als scheinen.
  • 1. Der lange Weg zur deutschen Einung.
  • 2. Die Deutsche Bewegung bis 1848.
  • 3. Von Mehrheitsbeschlüssen zu Blut und Eisen.
  • 4. Das Bismarck-Reich.
  • Von der Reichsverfassung, den Bundesfürsten und Bundesstaaten.
  • Die Parteien.
  • Die Reichsfeinde.
  • Das Zentrum.
  • Die Sozialdemokratie.
  • Das Judentum.
  • Und die Zukunft des Reiches ?
  • Zweites Buch: Mehr scheinen als sein !
  • 1. „Dann regiere Ich selbst !"
  • 2. Des Kaisers Außenpolitik.
  • 3. Imperator Rex.
  • 4. Wesenszüge Wilhelms II.
  • 5. Abwärts !
  • Verlagswerbung.

Full text

Das Beispiel Stöcker zeigt, daß Bismarck dem Hofprediger, dem Christen 
und dem glühend vaterländischen Mann annähernd ebenso gegenübertrat 
wie den sozialdemokratischen Umstürzlern. Auch dies beweist, daß sein 
Standpunkt unabhängig von der Partei war. Er ging, freilich wohl auch stark 
durch seinen Sohn Herbert in diesem Punkt beeinflußt, ernsthaft mit dem 
Gedanken um, Stöckers Christlich-Soziale Partei ebenfalls unter sein Sozia- 
listengesetz zu stellen, weil diese, und an erster Stelle Stöcker selbst, die Be- 
gehrlichkeit der Massen nach unerfüllbaren Dingen reize und außerdem den 
Haß gegen die Juden, und zwar gerade gegen die reichen Juden, erregte. 
Bismarck sah diereichen Juden als nützlich (!) für das Wirtschaftsleben 
des Staates an; man dachte damals allgemein so. Es war wohl dem alten 
Kaiser und der Rücksicht auf ihn zuzuschreiben, daß Bismarck es nicht zu 
diesem Schritt gegen den Hofprediger hat kommen lassen. 
In dem Buch ‚‚Der Rembrandt-Deutsche‘ erzählt der Verfasser, Momme 
Nissen, von dem Besuch Julius Langbehns — des Verfassers des damals be- 
rühmten Buches ‚Rembrandt als Erzieher‘‘ — bei Bismarck: 
„Es fiel ihm auf, wie Bismarck in Varzin die Tagelöhner, zu denen er 
sprach, trotz aller Freundlichkeit wie eine untergeordnete, hörige Menschen- 
schicht behandelte und so von ihnen redete. Das erschien Langbehn, dem 
Schleswig-Holsteiner, der gewohnt war, daß auf dem Lande der Freie dem: 
Freien diente, nicht eigentlich germanisch,‘‘ — Wäre Julius Langbehn da- 
mals auf den großen Gütern seiner schleswig-holsteinischen Heimat bekannt 
gewesen, so würde er da bei den Gutsherren selten eine andere Haltung ge- 
troffen haben, und vollends in den östlichen Provinzen Preußens. Wir 
zitieren den Rembrandt-Deutschen, weil er mit seiner auf Bismarck bezüg- 
lichen Bemerkung die allgemein damals geltenden Verhältnisse nur auf 
Bismarck bezog. 
Die sozialen Verhältnisse der Landarbeiterschaft, der Gutszugehörigen 
überhaupt und ihre Behandlung ließen sehr viel und oft alles zu wünschen 
übrig, nicht zum wenigsten die Lebenshaltung. Das Wohnungselend des 
Landarbeiters spottete der Beschreibung, übrigens ein Menschenalter später 
kaum weniger. Ebenso stand es mit der Entlohnung und der persönlichen 
Behandlung. Zur Frage wurden diese Verhältnisse auf dem Lande erst all- 
mählich. Das Großstadtelement: die Masse fehlte, die spärlichen Verkehrs- 
verhältnisse taten das Ihrige, und das preußische Wahlrecht machte unmög- 
lich, daß sozialistische Abgeordnete, auch wenn sie Gegner der Sozialdemo- 
kratie, national und sozial waren, in das preußische Parlament gewählt 
wurden. Erst in den Jahren ihres mächtigen Aufstiegs vermochte die Sozial- 
demokratie einige Plätze im Preußischen Landtag zu gewinnen. Auch die 
sozialdemokratischen Anstrengungen für den Reichstag hatten auf dem 
144
	        

Downloads

Downloads

The text can be downloaded in various formats.

Full record

ALTO TEI Full text
TOC

This page

ALTO TEI Full text

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Search results

Search results

Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1915.
1 / 101
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1907.
Back to search results Back to search results

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.