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Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1839. (5)

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Bibliographic data

fullscreen: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1839. (5)

Periodical

Persistent identifier:
gvbl_sachsen
Title:
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen.
Place of publication:
Dresden
Document type:
Periodical
Collection:
sachsen
Publication year:
1835
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
gvbl_sachsen_1839
Title:
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1839.
Volume count:
5
Publisher:
Meinhold & Söhne
Document type:
Periodical volume
Collection:
sachsen
Publication year:
1839
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
8tes Stück vom Jahre 1839.
Volume count:
8
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
No 22.) Bekanntmachung, die Sparcassenanstalt zu Chemnitz betreffend; vom 5ten März 1839.
Volume count:
22
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Anschaulich-ausführliches Realienbuch.
  • Title page
  • Hohenzollernworte.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • A. Deutsche Geschichte.
  • I. Aus der Urzeit.
  • 1. Die alten Deutschen.
  • II. Die Deutschen im Kampfe mit den Römern.
  • III. Völkerwanderung, Gründung des Frankenreichs und Einführung des Christentums in Deutschland.
  • IV. Gründung der deutschen Kaisermacht.
  • V. Papst und Kaiser.
  • VI. Die Kreuzzüge und das Rittertum.
  • VII. Leben im Mittelalter. Erfindungen und Entdeckungen.
  • VIII. Die Kirchenspaltung und der dreißigjährige Krieg.
  • IX. Gründung des brandenburg-preußischen Staates
  • X. Frankreich und Preußen im Kampfe.
  • XI. Die Einigung Deutschlands.
  • B. Erdkunde.
  • Deutschland.
  • Europa.
  • Asien.
  • Afrika.
  • Amerika.
  • 40. Australien.
  • 41. Das Weltgebäude.
  • 42. Das Meer.
  • C. Naturgeschichte.
  • I. Das erste Erwachen des Waldes.
  • II. Der Blumen- und Obstgarten im Frühlinge.
  • III. Die Wiese im Frühlinge.
  • IV. Der Wald zur Maientzeit.
  • V. Im Gemüsegarten. (Juni.)
  • VI. Das Feld im Juni.
  • VII. An Wegen und Hecken.
  • VIII. Am Teiche.
  • IX. Das Feld im Sommer.
  • X. An Wegen und Hecken im Herbste.
  • XI. Der Garten im Herbste.
  • XII. Der Wald im Herbste.
  • XIII. In Haus und Hof.
  • XIV. Garten und Feld im Winter.
  • XV. Der Wald im Winter.
  • XVI. Der Braun- und Steinkohlenwald.
  • XVII. Unsere Gewässer im Winter.
  • XVIII. Im Torfmoore.
  • XIX. Im Gebirge und Felsen.
  • XX. Im Körper von Menschen und Tieren.
  • XXI. Im Meere.
  • XXII. In fremden Ländern.
  • Einiges über den Bau des menschlichen Körpers.
  • D. Naturlehre.
  • A. Gleichgewicht und Bewegung der Körper.
  • B. Der Schall.
  • C. Die Wärme.
  • D. Das Licht.
  • E. Der Magnetismus.
  • F. Elektricität.
  • E. Chemie.
  • Zeittafel der Geschichte.

Full text

— 2 — 
der Jüngling dem Knabenalter entwachsen, so wurden ihm in der Volksversammlung 
in feierlicher Weise von einem Edlen oder vom Vater Schild und Speer überreicht. 
9. Volkseinteilung. Das Volk bestand aus Freien und Unfreien. Zu den 
Freien gehörten die Besitzer von Grund und Boden, zu den Unfreien die Hörigen und 
Leibeigenen (Sklaven). Die Hörigen erhielten von einem Freien einige Äcker Landes 
zur Bewirtschaftung und mußten ihm dafür Hand- und Spanndienste (Frondienste) 
leisten. Die vornehmsten Geschlechter bildeten die Adeligen oder Edelinge. Sie zeich— 
neten sich vor anderen Freien durch ihren großen Besitz aus. 
10. Kriegführung. Drohte dem Lande ein Feind, so wurden die freien, wehr- 
haften Männer aller Gaue zu den Waffen gerufen. Sie bildeten den Heerbann. Der 
tapferste Edeling wurde zum Anführer (Herzog) gewählt. Die Hauptwaffen waren 
Streitäxte aus Stein, kurze Schwerter, Schild und Frime (Spieß mit scharfer Eisen- 
spitze). Als Helme dienten die Felle wilder Tiere. Rachen und Hörner ragten drohend 
über den Kopf hervor. 
11. Religion. Der oberste Gott der alten Deutschen war Wodan. Ihn dachten sie 
sich einäugig, wie der Himmel ja auch nur ein Auge, die Sonne, hat. Auf achtbeinigem 
Roß, bekleidet mit dem grauen, rotgeränderten Wolkenhut und dem blauen Sturm- 
mantel, fährt er durch die Luft. (Wilde Jäger.) Zwei Raben bringen ihm Kunde 
von allem, was auf der Erde geschieht; zwei hungrige Wölfe sind seine Jagdhunde. 
Rosse werden ihm geopfert, ihre Schädel an Bäume genagelt. Er thront in der 
hundertthorigen Himmelsburg Walhalla, die mit goldenen Schildern und Speerschäften 
getäfelt ist. Hier ist der selige Aufenthalt der im Kampfe gefallenen Helden. Die 
nicht im Kampfe Gestorbenen kommen nach Hel, wo die Bösen schreckliche Qualen 
erdulden müssen. — Wodans Gemahlin hieß Frigg oder Freia. Sie war die Göttin 
der Ehe und häuslichen Ordnung. Als Göttin der Erde wurde sie besonders auf 
Rügen unter dem Namen „Hertha“ verehrt. Von Freia hat der Freitag seinen Namen 
erhalten. Der mächtigste Sohn Wodans war der Donnergott Thor, der aus seinem 
roten Barte die Blitze blies. Wenn er auf seinem Wagen, der von zwei Ziegenböcken 
gezogen wurde, durch die Wolken fuhr, so donnerte es auf der Erde. Nach ihm wurde 
der Donnerstag benannt. Zwischen Göttern und Menschen gab es noch ein besonderes 
Geister= und Dämonengeschlecht, die Riesen, Zwerge, Nixen, Elfen und Kobolde, 
die in Feld und Wald, Luft und Wasser, Haus und Hof schalteten und walteten. 
II. Die Deutschen im Kampfe mit den Römern. 
2. Kimbrer und Teutonen. Cäsar und Arionist. 
1. Die Kimbrer und Teutonen. In Jütland wohnte vor etwa 2000 Jahren 
ein germanischer Volksstamm, die Kimbrer. Da das Land von häufigen Überschwem- 
mungen zu leiden hatte, so wanderten sie aus und zogen (113 v. Chr.) nach Süden 
bis an die Grenze des römischen Reichs. (Das römische Reich war damals das größte 
Weltreich. Es umfaßte ganz Südeuropa, Nordafrika und Westasien.) Der römische 
Konsul wollte ihnen hier einen falschen Weg zeigen, um sie zu überlisten. Sie aber 
sagten: „Der gerade Weg ist der beste.“ Dann stürzten sie sich auf seine Legionen 
und besiegten sie. Wider Erwarten zogen sie aber nicht nach Rom, sondern nach 
Gallien. Hier vereinigte sich mit ihnen noch ein zweites germanisches Volk, die Teu- 
tonen. Die Römer stellten ihnen noch dreimal ein Heer entgegen, wurden aber jedes- 
mal geschlagen. Ganz Rom zitterte vor ihnen. Da das Land die beiden Völker nicht 
zu ernähren vermochte, so trennten sie sich bald wieder. In zwei Heersäulen wollten 
sie in Italien einfallen: die Teutonen von Westen her (bei Genua), die Kimbrer von
	        

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