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Die Hohenzollern und ihr Werk.

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Bibliographic data

fullscreen: Die Hohenzollern und ihr Werk.

Monograph

Persistent identifier:
hintze_hohenzollern_1915
Title:
Die Hohenzollern und ihr Werk.
Author:
Hintze, Otto
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Paul Parey
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1915
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
V. Die neuen Erwerbungen und der Dreißigjährige Krieg (1598--1648).
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Kurfürst Joachim Friedrich (1598--1608).
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Tod Georg Friedrichs von Ansbach († 1603), Onolzbacher Vergleich.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die Hohenzollern und ihr Werk.
  • Title page
  • Alle Rechte vorbehalten. Copyright.
  • Vorwort.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • I. Das Haus Hohenzollern.
  • Die Hohenzollern und der preußische Staat.
  • Der Urstamm und die Vorfahren des preußischen Königshauses.
  • Genealogische Ausblicke.
  • Die Burggrafen von Nürnberg.
  • II. Die Mark Brandenburg vor den Hohenzollern.
  • Askanier -- Wittelsbacher -- Luxemburger.
  • Verfassung und Verwaltung.
  • III. Die Wiederherstellung des brandenburgischen Landesstaats durch die Hohenzollern (1412--1499).
  • Die allgemeine Lage im 15. Jahrhundert.
  • Kurfürst Friedrich I. (1415--1440).
  • Kurfürst Friedrich II. (1440--1470).
  • Albrecht Achilles (Kurfürst 1470--1486).
  • Kurfürst Johann (1486--1499).
  • IV. Das Jahrhundert der Reformation (1499--1598).
  • [Allgemeine Bewegungen und Verhältnisse.]
  • Kurfürst Joachim I. (1499--1535) und Kardinal Albrecht.
  • Kurfürst Joachim II. (1535--1571) und Hans von Küstrin (1530--1571).
  • Kurfürst Johann Georg (1571--1598).
  • Hof- und Landesverwaltung im 16. Jahrhundert..
  • V. Die neuen Erwerbungen und der Dreißigjährige Krieg (1598--1648).
  • Allgemeiner Charakter des Zeitalters von 1598---1648. -- Luthertum und Calvinismus.
  • Kurfürst Joachim Friedrich (1598--1608).
  • Das Testament Johann Georgs und der Geraer Hausvertrag.
  • Ständische Verhandlungen und auswärtige Politik.
  • Tod Georg Friedrichs von Ansbach († 1603), Onolzbacher Vergleich.
  • Der Geheime Rat.
  • Aufschwung und Kleinmut in der auswärtigen Haltung: Familienverbindung mit der Pfalz und Erwerbung der Vormundschaft in Preußen.
  • Kurfürst Johann Sigismund (1608--1619).
  • Kurfürst Georg Wilhelm (1619--1640).
  • Kurfürst Friedrich Wilhelm (bis zum Westfälischen Frieden 1640--1648).
  • VI. Die Begründung des brandenburgisch-preußischen Gesamtstaates (1648--1688).
  • Die Erhebung Brandenburgs zu einer selbständigen Macht (1648--1660).
  • Der Aufbau des Gesamtstaates (1648--1688).
  • Im Kampfe mit Ludwig XIV.
  • Im Bunde mit Ludwig XIV.
  • Seemachtspläne.
  • Die Umkehr der brandenburgischen Politik und der Ausgang des Großen Kurfürsten (1684--1688).
  • VII. Die Erwerbung der Königskrone und der Ausbau des militärischen Großstaats (1688--1740).
  • Staat und Hof des ersten Königs.
  • Im spanischen Erbfolgekriege und im nordischen Kriege.
  • Der Militär- und Beamtenstaat Friedrich Wilhelms I.
  • Die auswärtige Politik von 1720 bis 1740 und der Ausgang Friedrich Wilhelms I.
  • VIII. Die Erhebung Preußens zur Großmacht. 1740--1786.
  • Der Regierungsantritt Friedrichs II. und die beiden ersten schlesischen Kriege.
  • Friedenszeit von 1746--1756.
  • Der siebenjährige Krieg.
  • Retablissement und Wirtschaftspolitik seit 1763.
  • Die Erwerbung Westpreußens und die Handelspolitik.
  • Der bayerische Erbfolgekrieg und der Fürstenbund.
  • Die Carmersche Justizreform. Der „alte Fritz".
  • IX. Umsturz und Wiederaufbau (1786--1840).
  • Charakter des Zeitalters von 1786 bis 1840.
  • Innere Zustände und Regierungstendenzen unter Friedrich Wilhelm II.
  • Politik und Krieg unter Friedrich Wilhelm II.
  • Die Anfänge Friedrich Wilhelms III. und der Zusammenbruch.
  • Die Reformen und die Vorbereitung der Erhebung.
  • Die Befreiungskriege (1813--1815).
  • Abschluß der Reformen und Stillstand (1815--1840).
  • X. Der Verfassungsstaat und die deutsche Frage (1840--1859).
  • Verfassungsexperimente (1840--1847)..
  • Die Revolution (1848--1849).
  • Der preußische Unionsversuch und die Wiederherstellung des Deutschen Bundes.
  • Die inneren Zustände Preußens seit 1850 und der Ausgang Friedrich Wilhelms IV.
  • XI. Die Begründung des Deutschen Reiches (1859--1871).
  • Die neue Ära und die Heeresreform.
  • Die deutsche Frage und die Krisis im Zollverein.
  • Der Verfassungskonflikt und das Ministerium Bismarck.
  • Der Frankfurter Fürstentag und die Herstellung des Einvernehmens mit Österreich.
  • Die polnische und die schleswig-holsteinsche Frage.
  • Der Verfassungskonflikt auf dem Höhepunkt.
  • Der dänische Krieg.
  • Die Konvention von Gastein und der Bruch mit Österreich.
  • Der Krieg von 1866.
  • Die Begründung des Norddeutschen Bundes.
  • Der deutsch-französische Krieg und die Begründung des Reiches.
  • XII. Im neuen Reich (1871--1888).
  • Die auswärtige Politik seit 1871.
  • Die Krisis von 1875.
  • Der Berliner Kongreß. -- Die Entstehung des Dreibundes. -- Der Rückversicherungsvertrag mit Rußland.
  • Kolonialpolitik.
  • Die Krisis von 1887.
  • Der Ausbau der Reichsverfassung. Reichsgesetzgebung bis 1878. -- Gründerzeit und Krach.
  • Preußische Verwaltungsreform, Ausbau der Selbstverwaltung.
  • Entstehung des Kulturkampfes.
  • Der Kulturkampf bis 1878.
  • Der Kampf gegen die Sozialdemokratie.
  • Die Vorbereitung des wirtschaftlichen Umschwunges von 1878.
  • Die Steuer- und Wirtschaftsreform.
  • Sozialistengesetz. -- Abbruch des Kulturkampfes.
  • Bedeutung des Umschwunges seit 1878. -- Die sozialpolitische Gesetzgebung.
  • Innere Kolonisation und Polenpolitik. -- Septennat und Kartell 1887..
  • Die neue Verwaltungsorganisation in Preußen.
  • Kulturbestrebungen.
  • Persönlichkeit Kaiser Wilhelms. -- Seine Größe.
  • Schlußwort.
  • Personenverzeichnis.

Full text

154 Die neuen Erwerbungen und der 30jährige Krieg. 
und Joachim Ernst wurden so die Begründer der jüngeren fränkischen Linien 
in Ansbach und Bayrenth. 
Zugleich war durch den Tod Georg Friedrichs auch die Kuratel über 
Preußen freigeworden und mußte nun vom Kurfürsten erworben werden, 
wenn Preußen nicht verloren gehen sollte; damit verband sich das Interesse 
an der Nachfolge in Jülich, die ja an der preußischen Heirat Johann Sigis- 
munds hing. Der in den preußischen Dingen wohlbewanderte Rat Georg 
Friedrichs, Christoph von Waldenfels, ein Edelmann von fränkischer Herkunft, 
trat in den Dienst Joachim Friedrichs als Geheimer Rat, und ebenso der Führer 
der cleve-märkischen Stände, Ottheinrich von Bylandt, Freiherr von Rheidt, 
der Vertrauensmann Georg Friedrichs und der Herzogin Marie Eleonore von 
Preußen. Überhaupt wurde die Zahl der Räte verstärkt und eine neue Ordnung 
für die Geschäftsbehandlung begründet. Einzelne Geheime Räte hatte Joachim 
Friedrich schon seit seinem Regierungsantritt bestellt; es war ein Zeichen dafür, 
daß die Geschäfte, namentlich in den auswärtigen Angelegenheiten, an Umfang 
und Bedentung zugenommen hatten. Mit augdrücklicher Berufung auf die 
Schwierigkeit und Wichtigkeit dieser Angelegenheiten wurde nun durch Erlaß vom 
23. Dezember 1604 der Geheime Rat begründet, ein Kollegium von 9 Geheimen 
Räten unter dem Vorsitz des Oberkämmerers Graf Schlick, dem als Stellvertreter 
der Obermarschall von Bylandt zur Seite gesetzt wurde; hier sollte in den festen 
Formen einer geregelten Geschäftsordnung Rat gepflogen werden, wobei zwar 
die auswärtigen Geschäfte an erster Stelle standen, aber auch die Leitung und 
Aufsicht der inneren Verwaltung mit in den Wirkungskreis der Räte ein- 
geschlossen war — natürlich in der Weise, daß der Kurfürst selbst sich alle wichtigen 
Entscheidungen vorbehielt. Damit waren der alten Ratstube die wenigen Ge- 
schäfte der auswärtigen Politik und der inneren Verwaltung, die sie anfänglich 
gehabt hatte, die aber wohl schon längst mehr von einzelnen Räten in besonderen 
Vorträgen beim Kurfürsten als in voller Ratsversammlung besorgt worden 
waren, endgültig abgenommen, so daß sie nun als ein reiner Gerichtshof, als 
kurfürstliches Kammergericht erschien — eine Wendung, die schon dadurch vor- 
bereitet worden war, daß bald nach dem Regierungsantritt Jvachim Friedrichs 
ein besonderer Vizekanzler zur Leitung der Rechtspflege bestellt wurde. Als 
dritte Hofbehörde — abgesehen von dem Konsistorinm — stand neben dem 
Geheimen Rat und dem Kammergericht noch die Amtskammer, der die Ver- 
waltung der Domänen= und Regalgefälle oblag. Diese drei Behörden traten 
nun deutlich gesondert auseinander; da aber eine Anzahl von Mitgliedern dem 
Geheimen Rat und den beiden anderen Kollegien gemeinsam waren, so wurden 
die Sitzungstage für den Geheimen Rat auf Dienstag und Donnerstag fest- 
gesetzt, während Montags, Mittwochs und Freitags nach wie vor die Verhöre 
im Kammergericht stattfanden. 
In Brandenburg hatte sich damit ein Vorgang in der Behäördeugeschichte 
vollzogen, der in den meisten dentschen und außerdeutschen Staaten schon früher 
zu beobachten ist. „Nach dem Beispiel anderer wohlbestellter Politien und 
Regimenter“ ist, wie die Stiftungsurkunde es ausdrückt, der Geheime Rat in 
Brandenburg eingerichtet worden. Man dachte dabei wohl namentlich an 
Sachsen und an den kaiserlichen Hof; aber auch in anderen deutschen Territorial= 
staaten und auch in den großen westlichen Reichen Frankreich, England und
	        

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