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Die Hohenzollern und ihr Werk.

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Bibliographic data

fullscreen: Die Hohenzollern und ihr Werk.

Monograph

Persistent identifier:
hintze_hohenzollern_1915
Title:
Die Hohenzollern und ihr Werk.
Author:
Hintze, Otto
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Paul Parey
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1915
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
II. Die Mark Brandenburg vor den Hohenzollern.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Askanier -- Wittelsbacher -- Luxemburger.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Die Wittelsbacher.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die Hohenzollern und ihr Werk.
  • Title page
  • Alle Rechte vorbehalten. Copyright.
  • Vorwort.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • I. Das Haus Hohenzollern.
  • Die Hohenzollern und der preußische Staat.
  • Der Urstamm und die Vorfahren des preußischen Königshauses.
  • Genealogische Ausblicke.
  • Die Burggrafen von Nürnberg.
  • II. Die Mark Brandenburg vor den Hohenzollern.
  • Askanier -- Wittelsbacher -- Luxemburger.
  • Die ostelbische Kolonisation im 12. und 13. Jahrhundert.
  • Albrecht der Bär und die Anfänge der Besiedelung der Mark Brandenburg.
  • Ausdehnung der Mark unter den Nachfolgern Albrechts.
  • Ausbau des Landes durch Kolonisation.
  • Erbfolge und Teilungen im askanischen Hause.
  • Machtstellung der Askanier unter Johann I. und Otto III., Otto IV.
  • Waldemar im Kampf mit seinen Gegnern. -- Erlöschen des askanischen Hauses.
  • Die Wittelsbacher.
  • Kaiser Karl IV. -- Sigmund und Jobst von Mähren, die Quitzows.
  • Die Übertragung der Mark an Friedrich von Nürnberg.
  • Verfassung und Verwaltung.
  • III. Die Wiederherstellung des brandenburgischen Landesstaats durch die Hohenzollern (1412--1499).
  • Die allgemeine Lage im 15. Jahrhundert.
  • Kurfürst Friedrich I. (1415--1440).
  • Kurfürst Friedrich II. (1440--1470).
  • Albrecht Achilles (Kurfürst 1470--1486).
  • Kurfürst Johann (1486--1499).
  • IV. Das Jahrhundert der Reformation (1499--1598).
  • [Allgemeine Bewegungen und Verhältnisse.]
  • Kurfürst Joachim I. (1499--1535) und Kardinal Albrecht.
  • Kurfürst Joachim II. (1535--1571) und Hans von Küstrin (1530--1571).
  • Kurfürst Johann Georg (1571--1598).
  • Hof- und Landesverwaltung im 16. Jahrhundert..
  • V. Die neuen Erwerbungen und der Dreißigjährige Krieg (1598--1648).
  • Allgemeiner Charakter des Zeitalters von 1598---1648. -- Luthertum und Calvinismus.
  • Kurfürst Joachim Friedrich (1598--1608).
  • Kurfürst Johann Sigismund (1608--1619).
  • Kurfürst Georg Wilhelm (1619--1640).
  • Kurfürst Friedrich Wilhelm (bis zum Westfälischen Frieden 1640--1648).
  • VI. Die Begründung des brandenburgisch-preußischen Gesamtstaates (1648--1688).
  • Die Erhebung Brandenburgs zu einer selbständigen Macht (1648--1660).
  • Der Aufbau des Gesamtstaates (1648--1688).
  • Im Kampfe mit Ludwig XIV.
  • Im Bunde mit Ludwig XIV.
  • Seemachtspläne.
  • Die Umkehr der brandenburgischen Politik und der Ausgang des Großen Kurfürsten (1684--1688).
  • VII. Die Erwerbung der Königskrone und der Ausbau des militärischen Großstaats (1688--1740).
  • Staat und Hof des ersten Königs.
  • Im spanischen Erbfolgekriege und im nordischen Kriege.
  • Der Militär- und Beamtenstaat Friedrich Wilhelms I.
  • Die auswärtige Politik von 1720 bis 1740 und der Ausgang Friedrich Wilhelms I.
  • VIII. Die Erhebung Preußens zur Großmacht. 1740--1786.
  • Der Regierungsantritt Friedrichs II. und die beiden ersten schlesischen Kriege.
  • Friedenszeit von 1746--1756.
  • Der siebenjährige Krieg.
  • Retablissement und Wirtschaftspolitik seit 1763.
  • Die Erwerbung Westpreußens und die Handelspolitik.
  • Der bayerische Erbfolgekrieg und der Fürstenbund.
  • Die Carmersche Justizreform. Der „alte Fritz".
  • IX. Umsturz und Wiederaufbau (1786--1840).
  • Charakter des Zeitalters von 1786 bis 1840.
  • Innere Zustände und Regierungstendenzen unter Friedrich Wilhelm II.
  • Politik und Krieg unter Friedrich Wilhelm II.
  • Die Anfänge Friedrich Wilhelms III. und der Zusammenbruch.
  • Die Reformen und die Vorbereitung der Erhebung.
  • Die Befreiungskriege (1813--1815).
  • Abschluß der Reformen und Stillstand (1815--1840).
  • X. Der Verfassungsstaat und die deutsche Frage (1840--1859).
  • Verfassungsexperimente (1840--1847)..
  • Die Revolution (1848--1849).
  • Der preußische Unionsversuch und die Wiederherstellung des Deutschen Bundes.
  • Die inneren Zustände Preußens seit 1850 und der Ausgang Friedrich Wilhelms IV.
  • XI. Die Begründung des Deutschen Reiches (1859--1871).
  • Die neue Ära und die Heeresreform.
  • Die deutsche Frage und die Krisis im Zollverein.
  • Der Verfassungskonflikt und das Ministerium Bismarck.
  • Der Frankfurter Fürstentag und die Herstellung des Einvernehmens mit Österreich.
  • Die polnische und die schleswig-holsteinsche Frage.
  • Der Verfassungskonflikt auf dem Höhepunkt.
  • Der dänische Krieg.
  • Die Konvention von Gastein und der Bruch mit Österreich.
  • Der Krieg von 1866.
  • Die Begründung des Norddeutschen Bundes.
  • Der deutsch-französische Krieg und die Begründung des Reiches.
  • XII. Im neuen Reich (1871--1888).
  • Die auswärtige Politik seit 1871.
  • Die Krisis von 1875.
  • Der Berliner Kongreß. -- Die Entstehung des Dreibundes. -- Der Rückversicherungsvertrag mit Rußland.
  • Kolonialpolitik.
  • Die Krisis von 1887.
  • Der Ausbau der Reichsverfassung. Reichsgesetzgebung bis 1878. -- Gründerzeit und Krach.
  • Preußische Verwaltungsreform, Ausbau der Selbstverwaltung.
  • Entstehung des Kulturkampfes.
  • Der Kulturkampf bis 1878.
  • Der Kampf gegen die Sozialdemokratie.
  • Die Vorbereitung des wirtschaftlichen Umschwunges von 1878.
  • Die Steuer- und Wirtschaftsreform.
  • Sozialistengesetz. -- Abbruch des Kulturkampfes.
  • Bedeutung des Umschwunges seit 1878. -- Die sozialpolitische Gesetzgebung.
  • Innere Kolonisation und Polenpolitik. -- Septennat und Kartell 1887..
  • Die neue Verwaltungsorganisation in Preußen.
  • Kulturbestrebungen.
  • Persönlichkeit Kaiser Wilhelms. -- Seine Größe.
  • Schlußwort.
  • Personenverzeichnis.

Full text

46 Die Mark Brandenburg vor den Hohenzollern. 
nicht behaupten, sie wurde 1338 in einen Erbvertrag verwandelt; die beiden 
Lausitzen wurden im Laufe der Zeit ebenfalls nacheinander an das luxem- 
burgische Hans abgetreten (1350 und 1368) und mit der Krone Böhmien ver- 
einigt. Ludwig „der Brandenburger“ oder auch, zum Unterschied von seinem 
gleichnamigen jüngeren Bruder, „der Altere“ genannt, stand während seiner 
Minderjährigkeit unter der Leitung des Grafen Berthold von Henneberg und hat 
dann, mündig geworden, auch selbständig mit anerkennenswerter Tüchtigkeit seine 
Rechte gegen äußere und innere Feinde zu wahren versucht. Aber seine Herr- 
schaft ist in den gefährdeten Grenzmarken nie zu voller Sicherheit gelangt; der 
Kampf seines Vaters, des Kaisers Ludwig, mit dem Papst machte die Geistlichkeit 
des Landes der wittelsbachischen Sache abwendig, und die Aussicht auf stärkere 
Lasten brachte im September 1345 auf einem Tage in Berlin Ritterschaften und 
Städte dazu, sich gegen den Markgrafen zu vereinigen. Es war eben in jenen 
Tagen, wo der Burggraf Johann II. von Nürnberg als Verweser in die Mark 
gesandt worden war; er ist gerade im September 1345 in Berlin eingezogen. 
Seine kurze, kaum einjährige Wirksamkeit konnte keinen Umschwung der Lage 
herbeiführen, zumal die Stellung der Wittelsbacher im Reiche durch die Auf- 
stellung eines Gegenkönigs in der Person Karls von Luxemburg sehr erschüttert 
wurde (1346). Ein treuer Anhänger Ludwigs des Alteren und einer seiner 
Hauptratgeber war Klaus von Bismarck, der 1345 vom Markgrafen das Schloß 
Burgstall (bei Stendal) zum Lohn für seine Dienste erhielt. Als Kaiser Ludwig 
gestorben und Karl IV. sein Nachfolger geworden war, vermehrten sich die 
Schwierigkeiten des Wittelsbacher Markgrafen noch durch das Erscheinen eines 
Prätendenten, der unter dem Namen des großen Waldemar auftrat und vielfach 
Anhang im Lande fand, zumal ihm die Unterstützung aller Feinde der Wittels- 
bacher, namentlich auch des Kaisers, zugute kam. Alle diese Schwierigkeiten haben 
Ludwig dem Alteren schließlich den Besitz der Mark verleidet; er überließ sie im 
Vertrage von Luckau 1351 seinen beiden Stiefbrüdern Ludwig und Otto und 
zog sich nach Bayern zurück, wo er die Erbschaft des Vaters angetreten hatte. 
Ludwig der Römer übernahm von seinem Bruder den Kampf gegen den falschen 
Waldemar, der zwar inzwischen vom Kaiser als Betrüger preisgegeben 
worden (1350), aber durch die Unterstützung aller unbotmäßigen Elemente im 
Lande selbst sowie der meisten benachbarten Fürsten noch immer unbequem genug 
war; noch jahrelang hat dieser Kampf die Mark im Innern zerrüttet und nach 
außen geschwächt. Schließlich hat auch dieser Wittelsbacher keinen festen Fuß 
in der Mark zu fassen vermocht; und da die beiden Brüder mit ihren bayerischen 
Verwandten zerfallen und selbst noch ohne Erben waren, so gelang es den listigen 
und geschickten Bemühungen des Kaisers Karl IV., der schon längst nach dem 
Besitz des Landes trachtete, 1363 zu Nürnberg einen Erbvertrag mit ihnen zu- 
stande zu bringen, wonach für den Fall, daß sie keine Söhne hinterließen, die 
Mark Brandenburg an den ältesten Sohn des Laaisers fallen sollte. Zwei Jahre 
darauf ist Markgraf Ludwig II. gestorben; er liegt in der Klosterkirche zu Berlin 
begraben. Sein Bruder, Markgraf Otto, der Faule genannt, geriet nun vollends 
in die Netze der böhmischen Hauspolitik des Kaisers. Im Jahre 1366 heiratete 
er dessen Tochter Katharina und überließ dem Schwiegervater die Regierung der 
Mark für 6 Jahre. Aber nicht zufrieden damit, verlangte der Kaiser die förmliche 
Abtretung und suchte sie 1370 durch einen Einfall in die Mark zu erzwingen.
	        

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