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Aberglaube, Sitte und Brauch im sächsischen Erzgebirge.

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Bibliographic data

fullscreen: Aberglaube, Sitte und Brauch im sächsischen Erzgebirge.

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1912
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1912.
Volume count:
46
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1912
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 62.
Volume count:
62
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 4142.) Vereinbarung zwischen dem Deutschen Reiche und den Niederlanden über die zeitweilige zollfreie Zulassung der von Handlungsreisenden mitgeführten Muster.
Volume count:
4142
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Aberglaube, Sitte und Brauch im sächsischen Erzgebirge.
  • Title page
  • Introduction
  • Inhaltsverzeichnis.
  • Das obererzgebirgische Bauernhaus.
  • II. Die Tracht.
  • III. Geburt und Taufe.
  • IV. Die Hochzeit.
  • V. Volksmedizin.
  • VI. Tod und Begräbnis.
  • VII. Das Jahr und seine Feste.
  • VIII. Landwirtschaftliche Gebräuche.
  • IX. Die Tiere, Pflanzen, Gestirne und Naturerscheinungen im Volksglauben.
  • Register.
  • Advertising

Full text

— 40 — 
Umschlage über der Hose unterm Knie gebunden. Das Paar kostete 
5—6 Taler. Die Stiefel wurden stark eingefettet und mit einem 
Krautstrunk glänzend gerieben. Den Unterschenkel deckten bei Schnallen= 
schuhen im Sommer blaue Strümpfe, im Winter weiße oder graue 
aus Wolle, die bis unter die Hose heraufreichten. Armere trugen auch 
sogenannte Beinstrümpfe ohne Fuß, die, wie jene aus Wolle gestrickt, 
oft aber auch nur aus Leinwandstreifen zusammengenäht waren. Ebenso 
legten Armere in die Stiefel nur Stroh, während Bessergestellte dazu 
Fußlappen oder solche mit übergezogenen Filzpantoffeln anlegten. Unter 
dem anliegenden, bis zu den Hüften reichenden, meist offen getragenen 
und mit großen Metallknöpfen besetzten Koller oder Wams aus schwarzem 
oder blauem Samtmanchester, blauem Tuch oder Leinwand, deckte den 
Oberkörper der bis unter die Magengegend reichende Brustlatz, der 
einer hochgeschlossenen Weste nicht unähnlich, aus blauem Samtman- 
chester, rotem Wollenstoff oder sonst einem bunten geblumten Stoffe 
bestand. Der Brustlatz, späterhin Weste genannt, wurde vorn durch 
eine Reihe blanker Knöpfe aus Zinn, Neusilber oder Messing oder 
auch durch eine Reihe gehenkelter Silbergeldstücke, wie Zwanzigkreuzer. 
halbe Gulden, geschlossen. Quer über die Weste zog sich die silberne, 
stählerne oder messingene Uhrkette mit allerlei Anhängseln, darunter 
gewöhnlich Uhrschlüssel und Petschaft, oder sie hing unter der Weste 
herab. Den Ausschnitt des Brustlatzes füllte der breite Hemdkragen, 
unter dem vorn das rote englische Halstuch zu einer Schleife gebunden 
oder einfach nur geknotet wurde. Das langärmlige Hemd hatte Rücken- 
schluß. Jüngere Leute zogen in den 50er Jahren dem Koller oder 
Wams den Bol vor, ein aus grünem Tuch gefertigtes Kleidungsstück, 
das vorn auf der Brust verschnürt wurde, bis in die Hüften eng anlag, 
von hier ab aber in zahllosen Falten die Oberschenkel fast bis zu den 
Knien lose umfiel. Altere Männer dagegen legten einen bis zu den 
Knöcheln reichenden Schößenrock an, dessen kurze Taille vorn durch 
eine Reihe Knöpfe geschlossen wurde und je nach den Verhältnissen 
aus blauem oder grauem Tuch oder Leinwand gefertigt war. Gegen 
die Kälte im Winter schützte ein bis über die halbe Wade herunter- 
reichender schwarzer oder blauer Tuchmantel mit einem überfallenden 
Kragen. Durch einen inwendig angebrachten Zug wurde der Mantel, 
der in der Regel 18 Taler kostete, in den Hüften zusammengezogen. 
Daneben trug man auch sogenannte „Zippelpelze“, d. h. Schafpelze 
ohne Überzug. 
Als Kopfbedeckung diente ein 25—30 cm hoher, ein wenig nach 
innen geschweifter Hut aus ganz starkem Filz mit einem ungefähr 7 cm 
breiten Sammetbande, das vorn — wie es in Frohnau, Großrückers- 
walde üblich war — durch eine aufklappbare Schnalle zusammengehalten 
wurde, in die man den „Eilegpfeng“ für den Klingelbeutel legte. 
Diese hohen Filzhüte, die mancherorts auch „6e bissel gefirlicher“, d. h. 
etwas weniger hoch, getragen wurden, kamen im allgemeinen schon in 
den 50er Jahren ab, blieben aber bei einzelnen noch lange in Gebrauch. 
Außer dem Hute deckte den Kopf im Sommer noch ein „Käppel“, im
	        

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