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Die Hohenzollern und ihr Werk.

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Bibliographic data

fullscreen: Die Hohenzollern und ihr Werk.

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1915
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1915.
Volume count:
49
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1915
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 71
Volume count:
71
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 4761) Gesetz zur Einschränkung der Verfügungen über Miet- und Pachtzinsforderungen.
Volume count:
4761
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Die Hohenzollern und ihr Werk.
  • Title page
  • Alle Rechte vorbehalten. Copyright.
  • Vorwort.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • I. Das Haus Hohenzollern.
  • Die Hohenzollern und der preußische Staat.
  • Der Urstamm und die Vorfahren des preußischen Königshauses.
  • Genealogische Ausblicke.
  • Die Burggrafen von Nürnberg.
  • Die Burggrafschaft Nürnberg.
  • Die Burggrafen von Nürnberg im 12. und 13. Jahrhundert.
  • Burggraf Friedrich III.
  • Friedrich IV.
  • Johann II. -- Die „weiße Frau".
  • Friedrich V.
  • Teilung der Lande.
  • Johann III. und Friedrich VI.
  • Friedrich VI. im Dienst König Sigmunds.
  • Oberster Hauptmann und Verweser der Mark Brandenburg.
  • II. Die Mark Brandenburg vor den Hohenzollern.
  • Askanier -- Wittelsbacher -- Luxemburger.
  • Verfassung und Verwaltung.
  • III. Die Wiederherstellung des brandenburgischen Landesstaats durch die Hohenzollern (1412--1499).
  • Die allgemeine Lage im 15. Jahrhundert.
  • Kurfürst Friedrich I. (1415--1440).
  • Kurfürst Friedrich II. (1440--1470).
  • Albrecht Achilles (Kurfürst 1470--1486).
  • Kurfürst Johann (1486--1499).
  • IV. Das Jahrhundert der Reformation (1499--1598).
  • [Allgemeine Bewegungen und Verhältnisse.]
  • Kurfürst Joachim I. (1499--1535) und Kardinal Albrecht.
  • Kurfürst Joachim II. (1535--1571) und Hans von Küstrin (1530--1571).
  • Kurfürst Johann Georg (1571--1598).
  • Hof- und Landesverwaltung im 16. Jahrhundert..
  • V. Die neuen Erwerbungen und der Dreißigjährige Krieg (1598--1648).
  • Allgemeiner Charakter des Zeitalters von 1598---1648. -- Luthertum und Calvinismus.
  • Kurfürst Joachim Friedrich (1598--1608).
  • Kurfürst Johann Sigismund (1608--1619).
  • Kurfürst Georg Wilhelm (1619--1640).
  • Kurfürst Friedrich Wilhelm (bis zum Westfälischen Frieden 1640--1648).
  • VI. Die Begründung des brandenburgisch-preußischen Gesamtstaates (1648--1688).
  • Die Erhebung Brandenburgs zu einer selbständigen Macht (1648--1660).
  • Der Aufbau des Gesamtstaates (1648--1688).
  • Im Kampfe mit Ludwig XIV.
  • Im Bunde mit Ludwig XIV.
  • Seemachtspläne.
  • Die Umkehr der brandenburgischen Politik und der Ausgang des Großen Kurfürsten (1684--1688).
  • VII. Die Erwerbung der Königskrone und der Ausbau des militärischen Großstaats (1688--1740).
  • Staat und Hof des ersten Königs.
  • Im spanischen Erbfolgekriege und im nordischen Kriege.
  • Der Militär- und Beamtenstaat Friedrich Wilhelms I.
  • Die auswärtige Politik von 1720 bis 1740 und der Ausgang Friedrich Wilhelms I.
  • VIII. Die Erhebung Preußens zur Großmacht. 1740--1786.
  • Der Regierungsantritt Friedrichs II. und die beiden ersten schlesischen Kriege.
  • Friedenszeit von 1746--1756.
  • Der siebenjährige Krieg.
  • Weltpolitischer Hintergrund. -- Die Westminsterkonvention.
  • Diplomatische Verhandlungen und militärische Rüstungen 1756.
  • Friedrichs Einbruch in Sachsen und der Zusammenschluß der Koalition. -- Die Umwälzung der Allianzen. -- Geheime Instruktion für Finckenstein.
  • Der Feldzug von 1757. -- Schlacht von Prag. -- Schlacht von Kolin. -- Prinz August Wilhelm entfernt.
  • Roßbach. -- Leuthen. -- Großjägerndorf.
  • Subsidienvertrag mit England. -- Feldzug von 1758. -- Zorndorf. -- Hochkirch. -- Krefeld. -- Papst Klemens XIII.
  • Feldzug von 1759. -- Kay und Kunersdorf. -- Friedrich nach der Schlacht. -- Dresden und Maxen. -- Minden. -- Friedensverhandlungen 1759.
  • Feldzug von 1760. -- Landeshut, Liegnitz. -- Die Feinde in Berlin. -- Torgau.
  • Umschwung in England. -- Der Feldzug von 1761. -- Lager von Bunzelwitz, Verlust von Schweidnitz. -- Hoffnung auf Türken und Tataren.
  • Umschwung in Rußland. -- Verzicht auf die englischen Subsidien, Münzverschlechterung.
  • Feldzug von 1762: Burkersdorf, Rückeroberung von Schweidnitz, Freiberg. -- Separatfriede Englands.
  • Friede von Hubertusburg.
  • Retablissement und Wirtschaftspolitik seit 1763.
  • Die Erwerbung Westpreußens und die Handelspolitik.
  • Der bayerische Erbfolgekrieg und der Fürstenbund.
  • Die Carmersche Justizreform. Der „alte Fritz".
  • IX. Umsturz und Wiederaufbau (1786--1840).
  • Charakter des Zeitalters von 1786 bis 1840.
  • Innere Zustände und Regierungstendenzen unter Friedrich Wilhelm II.
  • Politik und Krieg unter Friedrich Wilhelm II.
  • Die Anfänge Friedrich Wilhelms III. und der Zusammenbruch.
  • Die Reformen und die Vorbereitung der Erhebung.
  • Die Befreiungskriege (1813--1815).
  • Abschluß der Reformen und Stillstand (1815--1840).
  • X. Der Verfassungsstaat und die deutsche Frage (1840--1859).
  • Verfassungsexperimente (1840--1847)..
  • Die Revolution (1848--1849).
  • Der preußische Unionsversuch und die Wiederherstellung des Deutschen Bundes.
  • Die inneren Zustände Preußens seit 1850 und der Ausgang Friedrich Wilhelms IV.
  • XI. Die Begründung des Deutschen Reiches (1859--1871).
  • Die neue Ära und die Heeresreform.
  • Die deutsche Frage und die Krisis im Zollverein.
  • Der Verfassungskonflikt und das Ministerium Bismarck.
  • Der Frankfurter Fürstentag und die Herstellung des Einvernehmens mit Österreich.
  • Die polnische und die schleswig-holsteinsche Frage.
  • Der Verfassungskonflikt auf dem Höhepunkt.
  • Der dänische Krieg.
  • Die Konvention von Gastein und der Bruch mit Österreich.
  • Der Krieg von 1866.
  • Die Begründung des Norddeutschen Bundes.
  • Der deutsch-französische Krieg und die Begründung des Reiches.
  • XII. Im neuen Reich (1871--1888).
  • Die auswärtige Politik seit 1871.
  • Die Krisis von 1875.
  • Der Berliner Kongreß. -- Die Entstehung des Dreibundes. -- Der Rückversicherungsvertrag mit Rußland.
  • Kolonialpolitik.
  • Die Krisis von 1887.
  • Der Ausbau der Reichsverfassung. Reichsgesetzgebung bis 1878. -- Gründerzeit und Krach.
  • Preußische Verwaltungsreform, Ausbau der Selbstverwaltung.
  • Entstehung des Kulturkampfes.
  • Der Kulturkampf bis 1878.
  • Der Kampf gegen die Sozialdemokratie.
  • Die Vorbereitung des wirtschaftlichen Umschwunges von 1878.
  • Die Steuer- und Wirtschaftsreform.
  • Sozialistengesetz. -- Abbruch des Kulturkampfes.
  • Bedeutung des Umschwunges seit 1878. -- Die sozialpolitische Gesetzgebung.
  • Innere Kolonisation und Polenpolitik. -- Septennat und Kartell 1887..
  • Die neue Verwaltungsorganisation in Preußen.
  • Kulturbestrebungen.
  • Persönlichkeit Kaiser Wilhelms. -- Seine Größe.
  • Schlußwort.
  • Personenverzeichnis.

Full text

Der Feldzug von 1757. 365 
wohin der Staatsschatz und die königliche Familie gerettet werden sollten, wenn 
nach preußischen Niederlagen Österreicher, Franzosen und Russen in die Marken 
eindrängen. Für den Fall, daß er selbst ums Leben kam, sollte sofort dem 
Thronfolger geschworen werden; es war sein Bruder August Wilhelm, der schon 
seit 1744 als mutmaßlicher Thronerbe den Titel „Prinz von Preußen“ führte. 
Für den Fall aber, daß er in Gefangenschaft gerict, befohl der König, alsdann auf 
keine seiner Orders weiter Rücksicht zu nehmen; er wollte weder durch eine Land- 
abtretung noch durch ein Lösegeld befreit werden; er machte seinen Bruder, der 
dann die Regentschaft führen sollte, und die Minister mit ihrem Kopfe dafür 
verantwortlich. Seine Person wollte er durchaus dem Staatsinteresse geopfert 
wissen. 
Für das Jahr 1757, wo auch die Franzosen und die Russen zu erwarten 
waren, hatte Friedrich ursprünglich einen Feldzugsplan im Sinne, der strategische 
Tefensive mit taktischer Offensive verbinden sollte. Er wollte die Feinde in 
Sachsen, in gedeckter Zentralstellung, erwarten und dann plötzlich zu einer 
Schlachtentscheidung hervorbrechen. Aber die Ratschläge seines General- 
adjutanten Winterfeldt und des Feldmarschalls Schwerin, der in Schlesien das 
Kommando führte, haben seinen Plänen eine andere Wendung gegeben. Sie 
rieten zu einem Vormarsch nach Böhmen, um dort den Österreichern möglichst 
schwere Schläge beizubringen und dadurch vielleicht den Russen und Franzosen 
die Lust am Eingreifen zu verderben. Der König gab diesem Plan dann selbst 
noch die scharfe Spitze dadurch, daß er einen konzentrischen Angriff der beiden 
Heere in Aussicht nahm, um die Osterreicher womöglich in einer Entscheidungs- 
schlacht zu schlagen. In dieser Form ist der Plan zur Ausführung gelangt. 
Von Sachsen und von Schlesien her rückten die beiden prenßischen Heere, das 
eine unter dem König selbst, das andere unter Schwerin, in Böhmen ein, zu- 
sammen etwa 120 000 Mann stark. Die Österreicher, in etwa gleicher Stärke, 
wichen langsam in der Richtung auf Prag zurück, wo sie ihre Hauptmagazine 
hatten. Den Oberbefehl führte erst der Feldmarschall Browne, dann Herzog 
Karl von Lothringen, der den Rückzug auf Prag angeordnet hat. Dort wollte 
man auch die Reservearmee erwarten, die sich unter dem Feldmarschall Dann 
in Böhmen sammelte. Aber ehe dieses zweite Heer angelangt war, hatte Friedrich 
seine Verbindung mit der schlesischen Armce unter Schwerin bereits vollzogen 
und schritt nun unverzüglich zum Angriff auf das befestigte Lager, das die 
OÖsterreicher in einer starken Stellung vor der Stadt nahe dem Ziskaberge 
errichtet hatten. 
Am 6. Mai 1757 kam es so zu der großen Schlacht von Prag, vielleicht 
der blutigsten, die die Kriegsgeschichte bis dahin aufweist. Der König griff 
mit dem verstärkten linken Flügel den rechten der ÖOsterreicher an; es gelang 
zwar nicht, ihn zu überflügeln, aber ihn in der Mitte zu durchstoßen und völlig 
zu werfen. Der rechte prenßische Flügel, auf dem Schwerin kommandierte, 
hatte sich, entgegen der ursprünglichen Disposition, hauptsächlich durch die Schuld 
des kampflustigen Generals Manstein, vorzeitig in den Kampf eingelassen; 
er geriet gegenüber dem mörderischen Feuer der Österreicher ins Wanken. Ver- 
gebens versuchte der verwundete Winterfeldt, die Truppen zum Stehen zu 
bringen. Da stellte sich der greise Feldmarschall Schwerin selbst an die Spitze 
seines Regiments; er ergriff eine Fahne und brachte die Leute durch sein.
	        

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