Volltext : der Weltkrieg 1914. Band 2. (1)

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gegen  die  feindlichen  Stützpunkte  eingesetzte  schwere  Artillerie  das  Wort
hatte,  entwickelten  sich  heftige  Kümpfe  am  unteren  San,  wo  wir  den  Gegner
an  mehreren  Punkten  auf  das  westliche  Ufer  übergehen  ließen,  um  ihn  angreifen
  und  schlagen  zu  können.

Die  übergegangenen  russischen  Kräfte  sind  bereits  überall  dicht  an  den
Fluß  gepreßt.  Bei  Zarzecze  machten  wir  über  tausend  Gefangene.

Teile  unseres  Heeres  erschienen  berraschend  vor  Iwangorod,  schlugen
zwei  feindliche  Divisionen,  nahmen  3600  Russen  gefangen  und  erbeuteten
eine  Fahne  und  fünfzehn  Maschinengewehre.

Bei  der  Rückkehr  von  einer  erfolgreichen  Aktion  in  der  Save  stieß  unser
Flußmonitor  „Tames“  auf  eine  feindliche  Mine  und  sank.  Von  der  Bemannung
  werden  33  Personen  vermißt;  die  übrigen  sind  gerettet.

                    Der  Stellvertreter  des  Chefs  des  Generalstabes.
                                                        von  Höfer,  Generalmajor.
                                                                        (Germania,  24.  Okt.)

                             Churchills  Sündenregister.

(W.T.  B.)  London,  23.  Oktober.  Die  Morning  Post  setzt  ihre  Angriffe
  auf  Churchill  fort.  Sie  schreibt:  „Es  ist  bemerkenswert,  daß,  während
die  Nation  gegenwärtig  Vertrauen  zu  dem  Kriegsamt  hat,  überall  schwere
Zweifel  über  die  Zusammensetzung  des  Admiralitätskollegiums  geäußert
werden.  Weder  der  Erste  Lord  noch  der  Erste  Seelord  noch  die  Verbindung
beider  überzeugen  die  Nation  davon,  daß  die  allerbesten  Talente  die  Flotte
leiten.  Die  Regierung  scheint  entschlossen  zu  sein,  sich  der  Gefahr  auszusetzen,
einen  Zivilisten,  der  sich  in  Angelegenheiten,  für  die  er  unzuständig  ist,  einmischt,
  als  Chef  des  Ressorts  beizubehalten:  Die  Regierung  setzt  sich  dabei
einer  sehr  großen  Gefahr  aus,  da  die  deutsche  Marine  von  Admiralen  geführt
wird,  die  ihr  ganzes  Leben  dem  Studium  des  Seekrieges  gewidmet  haben,
und  die  die  besten  Kräfte  sind,  die  Deutschland  auf  diesem  Gebiete  aufweist.
Wenn  ein  nicht  fachmännischer  Politiker  an  der  Spitze  der  Admiralität
bleibt,  so  sollten  die  besten,  nicht  in  einem  aktiven  Kommando  befindlichen
Männer  zu  Seelords  gemacht  werden,  und  dies  Kollegium  sollte  seine  Amtspflichten
  ohne  Einmischung  des  Ersten  Lords  ausüben  können.  Wenn
Churchill  in  der  Admiralität  bleibt,  kann  er  endgültig  auf  seine  eigenen
Pflichten  beschränkt  werden.  Seine  Macht,  über  den  Kopf  des  Kollegiums
Entscheidungen  zu  treffen,  würde  aufhören,  es  würde  ihm  unmöglich  sein,
ohne  Genehmigung  des  Kollegiums  Marinetruppen  in  militärische  Operationen
  zu  stürzen.  Ein  solcher  Skandal,  wie  die  Benutzung  einer  Brigade
Rekruten,  die  noch  nie  ein  Gewehr  abgefeuert  hatten,  ohne  Artillerieunterstützung
  gegen  den  stärksten  Belagerungspark  Europas  wäre  dann  unmöglich.
  Das  öffentliche  Vertrauen  würde  völlig  wiederhergestellt  sein.“

                          Die  Verteidigung  von  Kiauntschou.

Mit  Stolz  blickt  ganz  Deutschland  auf  die  kleine  Heldenschar,  die,
geführt  vom  Kapitän  Meyer-Waldeck  und  unterstützt  von  der  Besatzung  des
österreichischen  Kreuzers  „Kaiserin  Elisabeth“,  unseren  Außenposten  im
fernsten  Osten  gegen  eine  Uebermacht  weißer  und  gelber  —  Engländer  verteidigen.
  Man  wird  es  verstehen,  was  es  heißen  will,  wenn  die  „Norddeutsche
  Allgemeine  Zeitung“  vom  23.  Oktober  jetzt  die  Aufmerksamkeit  auf
diese  heldenhafte  Verteidigung  lenkt  und  darüber  sagt:

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