Full text : Bayerns Gauen nach den drei Volksstämmen.

103

deutlich  das  Bongowe  auf  tria  loca.  und  nicht  auf  comes
Engilbert.  —  Orte  und  Flässe  dieses,  sowie  des  Pinzgaues,
  neunt  der  Anhang  zur  Juvavia  in  bedeutender  Anzahl.

41.  2Qungau.

dach  den  unverrückbaren  Grenzen  der  Berge,  richtig  bezeichnet.
  Weil  aber  Pallhausen,  der  sonst  so  fleißig  forschte,
sagt,  daß  die  Urkunden  keinen  Ort  dieses  Gaues  neunen,
und  auch  H.  v.  L.  keinen  angibt,  so  mögen  hier  einige  aus
dem  Anhang  zur  Juv.  stehen:  „Litarun  (I.  Rita  runz;
Reitern  bey  Sederhaus)  in  Dago  Lungowe“  Nro  XüIV.
cap.  2.  —  „in  Lungowe  in  loco  Wisprichach“e
(Weisbriach)  ibid.  Ccap.  36.  —  zwischen  1025  u.  1041  —
dann  „decimas  ad  Lungow  in  longitudine  abarbore
Platano  (wohl  Sederhaus)  sup,  Vresen  in  flum.
Seebach,.  —  Atzmansdorf,  Konkitze,  ad  Lasach,
  Swarzenbrunne,  ad  Mure  —  in  latitudine:
  a  Judendorf  ultra  Muore  juxt.  Turach,
ad  Lunnitz,  ad  ult.  fin.  Cravendorf,  ad  GCoriah,
  ad  Lefsach,  ad  Lusnich  (Leisnitz)  ultra
Ravenich;  sämmtlich  in  lund.  Admontens.  Nro  CXl.
an.  1074.  („Hier  ist  auch  Muchae's:  „Gebhardt  Erzbischof
von  Salzburg,  und  die  Gründung  von  Admont.“  Wiener
Archiv  1821  von  Nro  75—103  zu  vergleichen.)  —  anno
1285  werden  noch  Moshaim  (jsedoch  schon  als  alte  Veste))
St.  Michach,  und  die  castra  Ramingslein  und  Klauseck
genannt.  —

42.  Pinzgau.

Richtig  angegeben,  bis  auf  Gastein,  welches  zum  Pongau
  gehörte,  und  St.  Beit,  welches  ungeachtet  der  Capitel
Grenzen,  durch  die  deutliche  Angabe  der  Pinzgauer  Grenze,
(l.  Pengau)  ebenfalls  zum  Pongau  abgeschnitten  wird,  wohin
  es  auch  heut  zu  Tage  noch  gerechnet  wird.  Nicht  der
untere  Pinzgau  hieß  Salfeldgau,  sondern  dieser  Gau,  so  wie
die  Rauris  (1377  zuerst  genannt)  waren  nur  Theile  des  untern
  Pinzgaues,  oder  der  comitia  I’axenbach.  —  In
ätterer  Zeit  mag  jedoch  Gastein  auch  zum  Pinzgau  gerechnet
worden  seyn,  denn  die  Urkunde,  welche  H.  v.  L.  Seite  148
anführt  (die  gber  auf  978  und  nicht  auf  974  fällt.  s.  Jav.