Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1854. (38)

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(Steuergesetz  für  die  Jahre  1854,  1855  und  1856  vom  16.  Dezember
1853,  Regierungs-Blatt  S.  361),  wird  jedoch

am  1.  Januar  für  das  ganze  Jahr
anfällig  so,  daß  im  Laufe  jedes  Jahres-Quartals  der  vierte  Theil  derselben
zur  Erhebung  kommt.

3)  Die  Erwerbsteuer  von  fremden  Handels=  und  Gewerbe-Treibenden  bei  der
Aushändigung  des  ausgefertigten  Gewerbescheines,  welche  nur  gegen  Zahlung
  des  betreffenden  Steuersatzes  zu  bewirken  ist.

4)  Die  Hundesteuer  jedesmal  mit  dem  1.  April  und  1.  Oktober  dergestalt,
daß  der  halbjährige  Betrag  derselben,  je  in  den  ersten  14  Tagen  des
Monats  April  und  des  Monats  Oktober  voraus  erhoben  werden  muß.

5)  Die  Landes-Brandversicherungsbeiträge  an  dem  Tage,  welchen  die  deshalb
  erlassenen  besonderen  Ausschreiben  als  Entrichtungs-Termin  festsetzen,
so  daß  innerhalb  von  vier  Wochen,  von  diesem  Tage  an  gerechnet,  die
Erhebung  der  Beiträge  vollständig  zu  erfolgen  hat.

8.  17.

Die  Entrichtung  der  Grundsteuer  ist  von  demjenigen  zu  fordern,  auf  dessen
Namen  das  Grundstück  im  Kataster  eingetragen  steht  und  so  lange  bis  die  Abschreibung
  im  Kataster  geschehen  ist.  Wenn  der  angeschriebene  Eigenthümer  abwesend
  ist,  ohne  einen  Bevollmächtigten  bestellt  zu  haben,  wenn  derselbe  die
Steuerentrichtung  verweigert,  oder  aus  sonst  einem  Grunde  die  Steuern  von
ihm  nicht  beigebracht  werden  können:  so  hat  der  Steuereinnehmer  der  ihm  vorgesetzten
  Obereinnahme  Anzeige  zu  machen,  damit  sich  diese,  wo  nöthig,  an  das
für  die  Grundsteuern  haftende  Grundstück  selbst,  bezüglich  an  die  Früchte  und
Erträge  desselben  halte.

Verlassen  zum  ersten  Theile,  oder  zum  zweiten  Theile  der  Einkommensteuer-Ortsquote
  beitragspflichtige  Personen  in  der  ersten  Hälfte  des  Jahres  nach  erfolgter
  Aufstellung  und  Publikation  der  bezüglichen  Steuerrollen  ihren  bisherigen
Wohnort  oder  Aufenthaltsort:  so  ist  von  denselben  (F.  16  Ziffer  2)  in  diesem
Orte  nur  der  Steuerbetrag  für  jene  Jahreshälfte  zu  erheben.

Findet  aber  der  Wegzug  solcher  Beitragspflichtigen  nach  dem  1.  Juli
Statt:  so  ist  von  denselben  die  volle  Jahressteuer  ebenfalls  an  die  Steuereinnahme
  des  Ortes,  den  sie  verlassen,  noch  zu  bezahlen.

Hinsichtlich  der  Steuer  von  Einkommen  aus  Grund  und  Boden  sind  jedoch
die  Steuerpflichtigen  (zur  Einkommensteuer-Ortsquote  zweiten  Theils  der  Orts-Quote
  erster  Abtheilung)  in  allen  Fällen  für  die  Abentrichtung  des  vollen  Jahres-Steuerbetrages
  in  Anspruch  zu  nehmen.