Contents : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

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nen  Weisungen,  Befeble  und  Verordnungen
zu.  Jährlich  bat  er  gemeinschaftlich  mit
dem  General-Sekretär  einen  Bericht  über
den  Zustand  der  Akademie,  ihre  inneren  Verblenisse,
  so  wie  über  die  vorhandenen  Bedürfnisse
  zu  erstatten.  Ihm  bleibt  die  Wahl
der  Modelle  so  wie  die  besondere  Aufssche
über  die  unmittelbaren  Aktribute  der  Akademie
  überlassen.

Wir  werden  bei  dieser  Stekle  jederzeit  auf
einen  Mann  von  ausgczeichneter  Geschicklichkeit
  und  entschiedenem  Künstler.  Ruhme  Rücksicht
  nehmen;  versehen  Uns  aber  dagegen  zu
dem  jedesmaligen  Direktor,  daß  er  auch  zu
dem  Unterrichte  persönlich  mitwirken,  ihm
wo  es  erfoderlich  ist,  nachbelfen,  ihn  erganzen,
  und  besonders  den  schon  weiter  gediehenen
  Zöglingen  mit  Rath  und  That  an  die
Hand  gehen  werde.

XXVII.  Pflichten  des  General“Sekretädrs


Der  General-Sekretär  Hat  die  literarischen

  Verbälenisse  der  Akademie  und  alle  diesenigen
  Geschäfte  zu  besorgen,  die  sich  aus
dem  Begriffe  derselben  als  einer  Kunstgesellschaft
  ergeben.  Er  hat  das  Protekoll  in  den
Sizungen  zu  führen,  gemeinschaftlich  mit
dem  Direktor  der  Akademie  die  Berichte  zu
entwerfen,  und  diese,  so  wie  alle  Ausfertigungen
  der  Akademie  zu  unterzeichnen.  Ihm
liegt  cs  ob,  die  Korrespondenz  zu  fübren;  er
verfaßt  die  Doogramme,  in  welchen  die  Preis=Aufgaben,
  so  wie  die,  in  welchen  das  motirirte
  Urtheil  der  Akademie,  und  die  Preis-Ertbeilungen
  bekannt  gemacht  werden.  Er

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hat  ferner  die  bei  den  jaͤhrlichen  oͤffentlichen
Versammlungen  vorzulesende  Notiz  von  den
Arbeiten  der  Akademie  nebst  dem  Auszuge
aus  ibrer  Korrespondenz  zu  verfertigen,  und
erscheint  bei  allen  feierlichen  Gelegenbeiten
als  der  Redner  der  Akademie.  Siegel  und
Abten-sind  in  seiner  Verwahrung.

Zum  General-  Sekretär  soll  immer  ein
Gelehrter  ernannt  werden,  der  mit  theoretischen
  Kenntnissen  die  nötbige  literarische  Bildung
  verbindet.

XXVIII.  Pflichten  der  Professoren.

Die  Professoren  haben  ausser  der  treuen
und  fleissigen  Besorgung  der  ihnen  vorge
schriebenen  tehrstunden  als  Mitglieder  der
Akademie  noch  die  besondere  Verbindlichkeie,
den  Sizungen  derselben  regelmässig  beizuwohnen,
  ihre  Ansichten  nach  Pflicht  und
Gewissen,  freimüthig,  unpartheiisch  und  ohne
Nebenabsicht  zu  eröffnen,  und  über  alle  in
den  Sizungen  vorfallenden  Aeusserungen  das
strengste  kollegialische  Stillschweigen  zu  beobachten.


XXIX.  Ordnung  bei  den  Sizungen.

Die  ordentlichen,  wie  die  ausserordentlichen
  und  öffentlichen  Sizungen  werden  von
dem  Direktor  der  Akademie  zusammen  berusen.
  Ausserordentliche  Sizungen  sinden  besonders
  zur  Bestimmung  der  Preis  Aufgaben,
  so  wie  zur  Beurtheilung  der  Konkurrenz,
  Stücke  statt.

In  den  ordentlichen  Sizungen  werden  die
Gegenstände,  welche  in  Beratbschlagung
genommen  werden  sollen,  nach  der  Ordnung,
wie  sie  an  die  Mkademie  gelangt  find,  von