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Deutschland.
bindung mit Preußen einzugehen in denjenigen Angelegenheiten, deren gedeihliche
Entwickelung ohne Anlehnung an die norddeutsche Großmacht weder für
Schleswig-Holstein noch für das übrige Deutschland möglich ist.“
Auf den Antrag der Altonaer wird beschlossen, den Antrag des Reinbecker
Vereins, da er sowohl das Staatsgrundgesetz, als auch das Selbstbestimmungsrecht
preisgebe, ohne Discussion von der Tagesordnung zu entfernen. Mit
der Altonaer Erklärung gegen das gegenwärtige Regiment in Preußen erklären
sich auch die Kieler einverstanden, bestreiten aber ihre Opportunität. Die Altonarr
sind bereit, sich mit den Kielern zu verständigen und wollen den ersten
Theil der Kieler Resulution annehmen, verlangen dagegen für den zweiten
Theil folgende Fassung:
„Wir verwerfen daher die Einverleibung in Preußen, die Personalunion
mit Preußen, die rückhaltlose Unterordnung unter Preußen. Wir räumen
dabei ein, daß ein Anschluß an Preußen in einigen Beziehungen wünschenswerth
ist. So lange aber Preußen das Recht unseres Landes auf die Regierung
Herzog Friedrich's VIII.-und das Staatsgrundgesetz nicht im Princip
anerkannt und in bestimmter Weise nicht sich darüber ausgesprochen hat, was
es von uns fordert, können wir es nicht für richtig halten, Namens des
schleswig-holsteinischen Volks Anerbietungen entgegenzutragen.“
Die Delegirtenversammlung genehmigt einstimmig den
ersten Theil des Kieler Antrags, verwirft dagegen mit 120 gegen
88 Stimmen den zweiten Theil desselben und beschließt auf den
Antrag der Advocaten Stemann aus Segeberg, statt desselben bloß
zu sagen:
„II. Wir stellen es daher auch dem Herzog und der Landesvertretung
anheim, die im Interesse Deutschlands nöthigen Staatsverträge mit Preußen
abzuschlleßen.“
Der so amendirte Beschluß wird als Ganzes einstimmig angenommen
und hierauf der engere Ausschuß des Gesammtvereins neu
bestellt und zwar im Sinne der Majorität mit Gegnern eines allzu
engen Anschlusses an Preußen.
26. Febr. (Hannover). Der Polizeidirector von Hannorer wird zum
Präsidenten des Obermedizinalcollegiums ernannt, da die Kammer
eine Gehaltserhöhung desselben abgelehnt hatte.
27. „ (Zollverein). Die aus Vertretern Preußens, Bayerns und
Sachsens einerseits und Oesterreichs anderseits bestehende Conferenz
zu Berathung eines Handelsvertrags zwischen dem Zollverein
und Oesterreich beendigt ihre Verhandlungen über die gegenseitigen
Tarifconcessionen, so daß zur Paraphirung des Vertrags geschritten.
werden kann.
— Febr. u. März. (Baden). Versammlungen in Freiburg, Pforzheim,
Offenburg, Heidelberg und Stockach gegen die clericale Agitation
der wandernden Casinos. Katholische Petitionen an den Erzbischof
um Zurücknahme seines Erlasses v. 15. Sept., der den Geistlichen
den Eintritt in die Ortsschulräthe verbot.
5. März. (Oesterreich) lehnt die preußischen Forderungen vom
22. Febr. bez. Schleswig-Holsteins als Ganzes ab:
Ein unter diesen Bedingungen eingesetzter Fürst sei nicht gleichberechtigtes