Full text : Sachsen-Chronik Erste Serie. (1)

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merer  sicherheit  dieser  offtgenanter  gabe,  habe  ich  Benisch  mein  Insigel
an  diesen  brieff  gehangen,  des  mein  bruder  obgenandt  vnd  alle  vusere
erbenn  vnd  nachkomen,  hierzu  mit  sollen  gebrauchen,  der  gegeben  ist
nach  Christi  geburth  dreytzehenhundert,  darnach  In  dem  funff  vnd  syebeutzigsten
  Jar,  Ann  dem  tage  Sancti  Floriani  7)  des  heiligen  Merterers,
  negst  dem  tage  der  findunge  des  heiligen  Creutzes  gottes  2e.  —

Die  zweite  Urkunde  aber  besagt,  daß  Heyde,  Burggraf
zu  Donin,  mit  Willen  seiner  Brüder  Jesske,  Mull  und  Jahn
und  auf  Bitten  des  genannten  Franz  von  Magdeburg,  zu  dem
Altare  derselben  Kapelle  zunächst  der  Frauenkirche  vor  Dresden  39
Scheffel  Wachsgetreide  (halb  Korn  und  halb  Weizen)  und
auf  jeden  Scheffel  4  Heller  aus  den  Dörfern  Strießen,  Seidnitz,
und  von  Feldern  um  Dresden,  besonders  von  einem  Acker,  genannt
  der  Lämmerzoll,  dotirte,  damit  sich  ein  Capellan  davon
ernähren  und  unterhalten  könnte.  Als  Zeugen  sind  übrigens  der
mühlberger  Probst  Nicolaus,  Otto  Mutzschaw,  Friedr.  v.  Niemantz,
Hermann  Klettenbach  und  wieder  Hans  v.  Carlowitz  auf  Borthen,
  sowie  Albrecht  Staupitz  und  der  Dresdner  Stadtschreiber
Peter  Börner  genannt.  Die  Urkunde  lautet  aber  wörtlich,  wie  folgt:

In  Gottes  Namen  Amen.  Dieweyl  aller  gescheffnis  Handlunge,
die  Inn  zeitlichen  werden  begangen  von  Menschlicher  Natur,  Vergenglickeit
wegen  wieder  nach  gezeittlich  vergehen  vnd  ewiglichen  vergessen  werden,
  Es  sey  denn,  das  sie  vors)  werden  befestiget  mit  schriefftlicher
bewerunge  offener  Brieffe,  dauon  wir  Heyde  von  gottes  gnaden?)
Burgkgraffe  zu  Donen  Bekennen  vnd  thun  kundt  offentlichen  mit  diesem
  kegenwertigen  brieffe  Allen  leutten,  die  leutten,  die  Itzundt  sindt,
Oder  denne  hernoch  zu  getzeiten  da  sein  werden,  die  diesen  brief
sehen,  horen  oder  lesen,  das  wir  mit  willen  vnd  guttem  rathe  vnde
wissen  vnser  lieben  Bruder  Jesske,  Mull,  Jann,  von  einflusse  gotlicher
gnaden  vnd  Inniger  vorbilden  vnsers  Vaters  vnd  Ander  vnser  Eldern
vnd  vorfaren  seliger  gedechtnus  zu  fleissiger  merunge  Gottes  Dinsts
mergklich  sinndt  geneiget,  das  wir  sonderlich  durch  got  zu  lobe  vnd  zu
ehren  der  loblichen  reinen  Mutter  und  Maidt  Marien,  Vusers  Vaters,
vnser  Mutter  aller  vnser  Eltern  vnd  vorfarn  vnser,  vnser  Erben  vnd
nachkomen  seelen  seligkeit  zu  troste  vnd  zu  gnaden  Vnd  auch  den  Bescheiden
  Frantzen  von  Magdeburg  etwan  Bürger  zu  Dresden,  vnsern
lieben  getrawen,  der  vns  vmb  diese  kegenwertige  eigenschafft  mit  fleiße

Mogelin  (Mügeln),  Reinhard  Karras  in  Maxen,  Lutold  von  Schzerin  (Ischieren)
  und  Peter  Berner,  sowie  Hans  Buling,  Bürger  zu  Dresden.  (Dat.  am
Abend  Elisabeth  1397.)  Vgl.  Schöttgen  Opusc.  minora.  p.  114.  ff.  —  Historischer
  Nachtrag  zum  Rittergute  Maxen.  Dresden  1762.  S.  8.

7)  Auch  ist  der  18.  Februar  und  4.  Juni  ein  St.  Florianstag,  da  aber
hier  steht:  nächst  dem  Tage  der  Kreuzerfindung,  so  ist  es  der  4.  Mai.  —

8)  Zuvor.  —  9)  Interessant  deshalb,  da  sich  die  Burggrafen  eigentlich
nie  so  schrieben.  —

Sachsen-Chronik  f.  Verg.  u.  Geg,  I.  5.  25