Stadt-‘urkunde,
Kaiserurkunden,
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desselben Jahrhunderts treten schon ganz häufig
Städteurkunden in deutscher Sprache auf; früher im
Südwesten, später in Mitteldeutschland. In Strassburg
z. B. war um 1260 die Anwendung der deutschen
Sprache in den Urkunden ganz geläufig. Eine
Bekanntmachung des Strassburger Bischofs Walter
an seine aufrührerischen Bürger vom 25. Juni 1261
beginnt folgendermassen:
Wir bischof Walter zi Strazburc von gots gnaden
tün kunt allen unseren lieben burgern von Strazburg,
die uns arges hant irlägen (feindseliges Vorgehen
erlassen), daz wir virnommen hant (haben),
da; summeliche (etliche) unser burgere von Strazburc
die vorderunge, die wir hant, uns virkerent
(verdrehen) anders denne (als) unser wille si (sei)
unde unser herz stA (steht), unde jehent (behaupten)
des wir wellen unsere burger triben (treiben) üzer
(ausser) irme (ihrem) rehte, alse si herkommen sin.
Den entscheidenden Schritt, die deutsche
Sprache für die Abfassung der Urkunden vorzuschreiben,
soll Rudolf von Habsburg im Jahre 1274
auf dem Nürnberger Reichstage getan haben. Inder
Tat finden wir seit dieser Zeit zahlreiche Urkunden
Rudolfs aus denverschiedensten Gegenden des Reichs
in deutscher Sprache abgefasst. Eine Urkunde vom
ı. Febr. 1275, ausgestellt zu Nürnberg, beginnt:
Wir Rudolf von godis genadin ein roemisch
kuninc unde ze allin zidin ein merer [des riches]
dun (tun) kunt allin den, die diesen brief anesehent.
... . Die Sprache ist augenscheinlich mitteldeutsch,
wie die i der Endungen, das d in dun beweisen.
Weniger zeigt solche Merkmale die in Mainz
am 24. Oktober 1283 ausgestellte Sühne, die beginnt: