Volltext : Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913.

546  Ausländische  Gesetzgebung.

a)  den  Namen  und  Vornamen  des  Bewerbers,  seinen  Beruf  Zeit
und  Ort  seiner  Geburt,  seine  Staatsangehörigkeit,  die  Namen  seiner
Eltern,  seinen  Wohnort  und  seine  genaue  Adresse,  Ort  und  Zeitdauer
seines  Aufenthalts  in  der  Schweiz;

b)  den  Familienstand,  d.  h.  Aufschluß  darüber  geben,  ob  er  ledig,
verheiratet,  Witwer,  geschieden  oder  von  Tisch  und  Bett  getrennt  sei,
und  ob  und  wie  viele  Kinder  er  habe.

Wenn  der  Bewerber  verheiratet  ist,  so  sind  Namen  und  Vornamen,
Tag  und  Ort  der  Geburt  und  Heimatsort  der  Ehefrau  anzugeben.

Sind  Kinder  vorhanden,  so  muß  deren  Name,  Geburtstag  und
Geburtsort  angegeben  werden.

Die  Eingabe  soll  ferner  darüber  Aufschluß  geben,  ob  die  Ehefrau
und  die  Kinder  in  gemeinsamer  Haushaltung  mit  dem  Bewerber  leben.

2.
Belege.  Identität  und  Zivilstand  des  —  und  seiner  Familie.

Dem  Gesuche  sind  ein  Leumundszeugnis  und  die  nötigen  Ausweise
über  die  gemäß  §  1  gemachten  Angaben  beizulegen,  nämlich:

a)  ein  Paß,  ein  Heimatschein  oder  ein  ähnlicher  von  einer  kompetenten
  Behörde  ausgestellter  Ausweis  über  die  Staatsangehörigkeit
des  Bewerbers;  6

b)  der  Geburtsschein  des  Bewerbers  und  gegebenenfalls  der
Geburtsschein  der  Ehefrau,  der  Eheschein,  der  Totenschein  des  verstorbenen
Ehegatten,  sowie  die  Geburtsscheine  der  Kinder.

An  Stelle  der  unter  lit.  b  aufgezählten  Schriftstücke  kann  ein
von  der  zuständigen  Behörde  ausgestelltes  Familienbüchlein  oder  Familienschein
  eingereicht  werden,  sofern  darin  die  nötigen  gehörig  beglaubigten
Angaben  enthalten  sind;

c)  eine  beglaubigte  Ausfertigung  des  ergangenen  Urteils,  wenn
der  Bewerber  geschieden  oder  von  Tisch  und  Bett  getrennt  ist.

Minderjährige.  8  3.

Minderjährige  haben  eine  gehörig  beglaubigte  Zustimmungserklärung
  ihres  Vormunds  oder  derjenigen  Person  vorzulegen,  unter
deren  elterlicher  Gewalt  sie  stehen.  Rührt  diese  Erklärung  von  einer
andern  Person  her  als  dem  Vater,  so  muß  ein  Ausweis  darüber  beigebracht
  werden,  daß  der  Unterzeichner  der  Erklärung  zur  Abgabe  befugt
ist  (Bestallungsurkunde  usw.)

Minderzährige,  welche  volljährig  erklärt  worden  sind,  müssen  eine
beglaubigte  Ausfertigung  der  Jahrgebungsurkunde  vorlegen.

Die  persönliche  Handlungsfähigkeit  der  Ausländer  richtet  sich  nach
dem  Necht  des  Staates,  dem  sie  angehören.