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C. 2. Dazu sind die Schullehrer-Seminarien
auf bie Weise zu benüzen, daß dergleichen
vernachlässigte Schullehrer, auf die
Anzeige der Distrikts. Schulinspektoren, auf
einige Wochen oder Monate in das ihnen
zunächst gelegene Seminarium einberufen,
und sowohl zum Anhören der tehrstunden
als auch zu den praktischen Lehrübungen in
der Musterschule angehalten werden.
§. 3. Es wird aber dieß allein selten (—#HO
reichen, sondern meistens noch nöthig sepn,
daß die Seminariums: lehrer zu deren Unterrichte
einige besondere Stunden wochentlich
anwenden; weshalb immer mehrere dergleichen
Individuen zu gleicher Zeit einzuberufen
sind.
C. a. Es ist dazu, wo möglich, die Verfügung
zu treffen daß die Schule eines solchen
Schullehrers während seiner Abwesenheit
durch einen Schuladstanten versehen werde.
Wo dieß nicht ausführbar ist, muß die Zeit
der Schulferien, oder wenigstens der Sommerschule
dazu gewählt werden.
. 5. Da fedoch, der weiten Enefernung
und der Dürftigkeit wegen, dieses Nachhilfs-Mittel
nicht durchaus Anwendung sinden
kann, so wird als Surrogat dafür verordnet,
daß dergleichen vernachldssigte Schullehrer
angehalten werden, entweder die Schule
ihres Distriktsinspektors (wie dies schon in
der Amts-Instruktion der eztern ausgesprochen
ist) oder eine andere Schule ihres Distrikts,
die einen geschikten Schullehrer hat
und unter kokal= Aufsicht eines kenntnißreichen
und fleissigen Pfarrers stebt, eine Zeit
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lang als Auskultanten zu besuchen, und nach
einiger Zeit in derselben Schule, unter Anleitung
des Schullehrers und Pfarrers, selbst
Versuche des Unterrichtens zu machen, bis
sich boffen läße, daß sie dem Erfodernissen ihres
Amtes etwas mehr zu genügen vermögen.
(Die Montlrung der Pollzel-Kordonisten betref.
fend.) J
Wir Maximilian Joseph,
von Gottes Gnaden Koͤnig von Baiern.
Schon unterm r. Dezember 1805 haben
Wir die Montirung der Polizei-Kordonisten
festgesezt, und zugleich die Rangzeichen der
Rotemeister vorgeschrieben.
Dem ungeachtet vernehmen Wir, daß mehrere
tandrichter sich beigeben liessen, von diesem
Monticungs-Reglement eigenmächtig
abzuweichen, und daß einige Rotemeister sich
erlaubten, willkührliche Rangzeichen und
Dekorationen, worunter sogar silberne Hut-Kordons
und dergleichen getragen werden,
sich beizulegen.
Unsere General-Kreis-Kommissariate baben
daher diesen Unfug abzustellen, und bei
jeder Verfallzeit der ausgetragenen Moniirung
eines Kordonisten zu sorgen, daß dieselbe
ordonanzmässig verfertigt, die Federbüsche
der Kordonisten, dann willkührliche Rangzeichen
der Rottmeister, nebst den von Einigen
usurpirten silbernen Hut-Kerdons, Port
d’ Epee, und dergleichen auf der Stelle denselben
abgenommen werden. Sollten in den
Kordons, Rechnungen solche unnöthige und