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94. Den Söhnen des aterlandes.
Don Ernst von Wildenbruch.
ie die Väter einst gestriiten,
Was sie trugen und erlitten,
Sagt euch der Geschichte Buch.
Laßt es nicht Hapier nur bleiben;
In die Seele müßt ihr's schreiben,
Einen Wahr= und Cebensspruch!
2. Deun sie schufen und erbauten,
Weil der Sukunft sie vertrauten;
Ihre Sukunft, das find wir.
Laßt sie nicht zuschanden werden,
Was der Däter Kraft auf Erden
Einst begann, vollbringt es ihr!
5. Wer nicht weiterbaut, zerstöret,
Was euch mühlos heul' gehöret,
Vaterlandes Glanz und Kraft;
Morgen wird's der Sturm euch rauben,
Wenn das Wollen und das Glauben
In den Seelen euch erschlafft.
95. Der Fahneneid. Von Heinrich Herold.
Freuchg Verläßt der Rekrut Elternhaus und Heimat, um in der
fremden Garnisonstadt einen unbekannten, oft mit schweren
Opfern und Gefahren verbundenen Dienst zu übernehmen; denn
er betrachtet es als eine Ehre und ein Glück, des Königs Rock
tragen zu dürfen. Der wichtigste Tag im Leben des Rekruten
ist der, an dem er das Gelöbnis der Treue gegen den obersten
Kriegsherrn und der Erfüllung der militärischen Pflichten.
ablegt. Das Gelöbnis ist ein feierlicher Eidschwur; er wird
Fahneneid genannt, weil die Soldaten den Eid auf die Fahne
oder Standarte ihres Regiments leisten. Die Mannschaften
der Artillerie leisten den Fahneneid sinnbildlich auf das Geschütz,
auch wenn der betreffende Truppenteil eine Fahne
besitt. Die Rekruten aus Elsaß-Lothringen und die der Marine
schwören den Fahneneid dem Kaiser. Sonst wird er
dem Landesherrn desjenigen Staates geleistet, in welchem der
Schwörende staatsangehörig ist, immer aber unter Einschal-