Aum̃m̃er 53
Lahndienst. Auf Ansuchen wurde in
etatsmäßiger Weise in gleicher Dienfteigenschaft
der Ba Wrs Michael Ferbe
Wellheim an das Schwellenwerk AKchseren ven
setzt, ferner in etatsmähiger Weise der Zugführer
Georg Gißibl von Rosenheim nach Münhen-
Hbs. Belassen wurde der Bauassistent Ludrig
Fasold bei dem Saalachkraftwerk in Karlstein.
Wieder angestellt wurde in etatsmäbiger
Eigenschaft als Schrankenwärter der Vorarbeier
a. D. Alois effer in Bm. Teisendorf.
In den Ruhesland versetzt wurde der Vorarneiter
im Bahnunterhaltungsdienst Georg# Förber
bei der Bm. Teisendorf für ein halbes Jahr.
Silberne Hochzeit. Herr Bäckermeister
Fr. X. Brandl, Seoanstraße 1, feiert mit seiner
Gemählin am 12. J
ebruar das Fest der lsilbernen
Hochzeit. wͤse besten Glũdwũnsche!
Todesfall.
In der verflossenen Accht
ist der ehemalige Gastwirt Herr Privatier Sebastian
Megele nach längerer Krankheit geftorben.
Herr Megele war, namentlich aus der
Zeit, als er noch die Wirtschaft beim Krankenhaus
führte, in weiten Kreisen bestens bekannt.
Er erreichte ein Alter von 81 Jahren. Doas
Anwesen ist seinerzeit in anderen Besitz übergegangen.
Gesellenprüfung. Am 21. Februar findet
in Rosenheim für das Kaminkehrerhanowerk
zür München-Land eine Gesellenprütung ffall.
Anmeldungen sind an Herrn Kaminkehrermeiser
xrautvetter in Rosenheim zu richten. Die Zulalsungsgesuche
sind schriftlich mit dem Lehr= und
Schulwaugnis, dem eigenhändig geschri###nen
Lebenslauf, dem bestätigten Lehrvertrag und der
Prüjungsgebühr von J Mk einzureichen.
Militärbrieftauben-- Ausstellung
Rosenheim. Die K. Forkifikation Ingolsiadt
teilt der Leitung der Ausstellung, dem
Brieftaubenverein „Blitz“, folgendes mit: „Nach
Versügung der K. Inspeltion des Ingemeurlorps
hat die biesige Militärbricstaubenstation
die in der Zeit vom 14.—16. März in Nosenheim
abzuhaltende 14. Verbandsaussiellung mit
10 Brieftauben (außer Wettbewerb) zu beschi
den.“ Weiters wurden vom K. Kriegeministerium,
von Offizieren usw. Ehrenpreise gestiftet.
Viele Ehrenpreise sind zu dieser patrietüchen
Sache noch in Aussicht gestellt.
Vom Bager. Postverband haben wir
gestern schon berichtet, daß am Somstag eine
außerorde: Stliche Generalversammlung slattfano,
in der die Gründung einer Krankenversicherung
mit freier Aerztewahl und die Schaffung
eines Erholungsbeimes beschlossen wurde. Wie
wir weiter erfahren, gliedert sich die neue Kasse
in drei Abteilungen mit einem Beitrag von
1 Mk., 1.50 Mk. und 2 Mk. im Monat. Die
uni*hßl-m dafür ist in zwei Krassen freie
ärztliche Behandlung einschließlich Operationen
und Medikamenten, während in der dritten
Klasse ein tägliches. Kragkengeld von 1.20 Mk
gewährt wird. Di# Einführung ist nach viermonatlicher
Korenzzeit für 1. Oktober ds. Is. in
Aussicht genommen. Für die Schaffung eines
Erholungsheimes wurde die Hinausgabe von
Anteilscheinen im Betrage von 10 M. besckkofsen.
Man hofft auf diese Weise die Beschaffung
der dafür Trsorderlichen Mittel beschleunigen zu
lönnen. Zur Erwerbung eines Objektes würde
eine viergliedrige Kommission aus dem Vorstand
gewählt. Wir II diesem Unternehmen
des Verbandes die besten Erfolge.
Der Gesangverein „Liederhor!"“
(Eisenbahner) hält am Samstag den 14. Februa#r
im Hofbräusaale ein Tanzkränzchen ab. Es
beginnt um 8 Uhr, während von 7 Uhr ab
Promenadekonzert siattfindet. Lieder und humoristische
Vorträge des bekannten niederbayerischen
Bauernquartettes und Duettes werden
eingeflochten. Anständige Maslen sind willlommen.
Zu den Bahnhofdiebstählen übernahmen
wir in Nr. 31 den Bericht eines auswärtigen
Blattes, daß auch ein Wagenwärter
verhaftet worden sei. Die Obmannschaft
NRotenheim des Verbandes bayer. Wagenmeister,
Wagenwärter und deren Anwärter ersucht uns,
mitzuteilen, daß ein Wagenwärter weder verhaftet
ist, noch irgendwie mit dem Vorfall in
Verbindung sieht. Dem auswärtigen Blatte
scheint somit ein Irrtum unterlaufen zu sein.
Ein reuiger Dieb. In Stetten, Post
Eggstätt, hat am 2. Februar der Bauer Georg
Heistracher von einem Kapuziner aus Nosenheim
23 Mark zugesandt bekommen. Es stellte
sich heraus, daß dieser Betrag bei dem Geistlichen
hinterlegt wurde, bei dem jemand gebeichtet
hatte. Herrn Heistracher wurden vor vier
Jahren 20 Mk. gestohlen, welche er jetzt mit
Zinsen zurlck erhielt.
Tot aufgefunden. Der led. Taglöhner
Georg Fischer, wohnhaft Färberstraße 9,
wurde am 9. ds. „früh 8 Uhr, tot im Bette
eufgesunden. Ein Hezclag hatte seinem Leben
ein Ende gemacht.
Todesfall auf dem Wendelstein.
Ueber den Todesfall, der sich am Sonntag auf
dem Wendesstein ereignete, liegen jetzt nähere
Mitteilungen vor. Darnach wurde mittags kurz
nach der Ersteigung des sett schwer zugänglichen
Wendelsteingipfels der 52jährige Lelldettommi
sär Kambeis aus Manchen vom Schlag getrofsen
und war sofort vot. Mühsam wurde die
K#—.
Leiche zum 80 Meter tiefer liegenden Wendelsieinhaus
herabgetragen undd dan im Stationsgebäude
aufgebahrt. Im Laufe des Montag
ersolgte der Transport zu Tal mittels Bahn.
Auf die zahlreichen Wendelsteinbesucher machte
der Vorsall einen ergreisenden Eindruck. Kambeis
war einer der älteren Münchener Sicherheitslommissäre
und ein sehr erfahrener und
Pflichtgetreuer Polizeibeamter, dessen frühzeititiger
“* von allen, die ihn kannten, auf das
tiste bellagt wird.
Verhaftungen. Ein Taglöhner von Unteinenkirchen
wurde wegen Diebstahls und ein
Spengler von Nosenheim wegen Körperverletzung
festgenommen.
Einmietschwindler. Am 4. ds. Mts.
mieteten sich bei einer Heizersfrau zwei urschen
ein, welche am 6. unter Mitnahme der Schlüssel
rerschwanden. Sie werden beschrieben, wie folgt:
der eine ist 26—28 Jahre alt, 1.70 Mtr. groß,
hat blonde Haare und blonden Schnurrbart.
An einer Hand sehlen mehrere Finger. Er trug
grauen Anzug, schwarzen steisen Hut, dunlel-Zrauen,
abgenützten Ueberzieher und gab sich
als Bäcker aus. Der andere ist zirka 1. 62 Mtr.
groß, zwanzig Jahre alt. trug dunlle Joppe.
dunkle Schildmütze, grauen abgenützten Uebersieher
und ist angeblich Maler.
Winterspork.
Schlittenrennen in Mirsbach: Bei
dem am 8. Februar stattgesundenen Schlittemen.
nen wurde folgendes Resultat erzielt: 1. Huber
Ludwig, Eggenfelden, mit braunem Wn
„Textor“; 2. Rottmaier Korb., Nosenheim,
mit schwarzbraunem Wallach „Kadi“; 3. Arzmiller
Joh., Rosenheim, mit Fuchswallach „Guido“;
4. Engelhard Joses, Men, mit schwarzbraunem
Hengsi „Epinal“; 5. Götz August,
München, mit braunem Wallach „Juwel“; 6.
Kirchberger Kaspar, Holzlirchen, mit Schimmelheug#st
„Schikane“; 7. Gradl Joh., München,
mit schwarzbraunem Wallach, „NV. * 8. Reindl
Mich., Miesbach, mit Fuchswallach „Faktor“.
Das Rennen lonnte sich eines sehr zahlreichen
Besuches erfreuen. Das Gesamtarrangement verdient
volle Anerlennung.
Das Schlittenrennen in Grabenstätt
hatte folgendes Ergebnis: 1. „Werst-Kerister,)
Soyer-Griesstätt; 2. „Tasso“, Kiermaier-Rosenheim;
3. „Krautsunker,, Wittmann=Traunstein;
d. „S „Kalmue“; ¾
„Secorosk“; 7. „Flora“, Forsier- Waging: 3
„Donaumelle“, Wgner-TWunktein.
Aus dem Gerichlssaale.
Kal. Amisgericht Rosenheim.
Dienstag den 10. Februar.
Wegen Gewerbsunzucht saß die bereite vorbestrefte
Dienstmagd Maria Oswald, zurzeit
hier in Haft, auf der Anklagebank. Da veitere
Erhebungen gepflogen werden müssen, a# sich
die Angellagte gemäß ihrer Aussage redlich
um Arbeit bemüht hat, wird die Hauplverhanolung
ausgesetzt.
Der Schirmslicker Josef Huber von hier, zurzeit
in Strasfhaft in Lausen, ließ ein ihm zum
Schleisen anvertrautes Nasiermesser im Werte
von 4 Mark durch einen andern verkaufen. Unter
Einrechnung einer vom Landgericht Traunstein
am 24. Dezember ausgesprochenen Gesängnisstrafe
von seche Monaten wegen zwei Vergeben
des Diebstahle im Rückaalle erlannt: das
Gericht wegen Unterschlagung auf eine Gesamtbefängnisstrafe.
von 6 Monaten und 10 Tagen.
Ein für frendes Eigentum 9 sährrlich er Bursche
ist der Dienstlneckt Josef Limmer, gurzzin
hier in Haft. Er entwendete am 8. Juni v.
dem Arbeiter Waldhausen in Kolbermoor 3us
dessen Kommode eine Ankeruhr im Werte von
6 Mk., entlehnte dann in Aising ein Fahrrao,
um angeblich seine Stiefel in Frasdorf zu holen.
Doch er verschwand auf Nimmerwiere ersehen.
Wegen Dienstentlaufens mußte das Verfahren.
weil verjährt, eingestellt werden, dagegen erhielt
der Dieb und Betrũger eine Gesamtgefängnisstrafe
von 5 Wochen, die durch die seit 1. Januar
erlittene Untersuchungshaft verbüßt ist.
Dem bereits wegen Eigentumsdelilte vorbestraflen
Sägseiler aume Mayer von Farnham
trugen Hehlerdienste 2 Wochen Gefängnis ein.
n 2. Dezember v. J. kaufte der Angeklagte
von zwei Handwerksburschen einen Huno gegen
Bezahlung von drei Maß Bier, obwohl diese
ihm angaben, der Hund sei ihnen in der Nähe
der Ortschaft Ratzingerberg nachgelaufen. Er
veräußerte das Tier andern Tags an einen
Brotausfahrer in Schloßberg um 5 Mk. Als
der Handel ruchbar wurde, erstattete der Ungellagte
die 5 Mk. zurück, während der Hund wieverd
in den Besitz des rechtmäßigen Eigentümers
„Saphir“; 5.
Freigesprochen wurde die Hausiererin Kresz.
Dick von Herzogenaurach. Ihr war zur Last gebe,
Ende Mai bei ven Bauersfrauen Maria
Grieser und Aberer Rutz in Hohenofen minderwertige
Waren verkauft zu haben. Sie veräuherte
an die Genannten von ein und demselben
Stoff je drei Meter zu 8.50 Mk. bezw. 4.00 Mk.
Sehr belastend erschien der große Preisunterschied,
doch wurde durch einen Sachverständigen
sestgestellt, daß scaglth Stoffe pro Meter um
#—.
1.40—2.90 Mk. verkauft werden.
Bei Anpreisung
der Ware soll die Hausiererin ihre Ware
als Kammgarn bezeichnet haben, was der Sackverständige
dadurch zu rechtfertigen sucht, daß
die Stoffe auch von den Fabriken als Kammgarnware
oder Zwiruware bezeichnet werden
und unter diesem Namen in den Handel kommen.
Da hiermit strafbare betrügerische Absichten
nicht inwandfrei nachgewiesen werden
konnten, erlannte das Gericht aus Freisprechung
unter Ueberbürdung der Koslen auf dio
Staatskasse.
Auch die Verhandlung in Sachen der Kellnerin
und Bäckermeisterssrau Anna Loibl von
Hofmühle endete mit Freispruch. Als mehrere
Bauern und Fuhrwerlsbesitzer für den algegebrannten
Kistnerbauern Obermeier am Samerberg
sogen. Bittfuhren leisteten, gestattete
er den Fuhrleuten, in der Achmühle einzulehren
und die Zechen auf seinen Namen schreiben zu
lassen. Als es nun zum Abrechnen kam, ste lite
sich die Summe als viel zu hoch heraus, nach
den Recherchen um 5.59 Mark. Die Kellnerin
Loibl wurde beschuldigt, in betrügerischer Absicht
zu viel aufgeschrieben zu haben. Mangels
genügender Beweise mußle jedoch das Gericht
die bereilo wegen Betrugs gering vorbestrafte
Kellnerin von der Anllage des Betrugs freisprechen.
Marktberichle.
München, 6. Febr. Der Schlachtviehmarkt
war wieder sehr gut bestellt, im ganzen
mit 6610 Stück. Die Qualität des eingebrachten
Großviehes läßt auf dem bayerischen
wie auf dem Oesterreicher Markt zu wünschen
übrig. Primatiere waren nur gering vertreten,
bei den Kälbern war Mittelware vorherrschend,
am Schweinemarkt Hauptbestandteil Bratenschmeine.
Der Grosßviehauftrieb betrug 375
Ochsen, 378 Bullen, 460 Kühe und 273 Rinder.
Von diesem Auftrieb waren 60 Stück aus Oeslecteich,
25 aus Norddeutschland neu eingeführt.
Bei ruhigem Geschäftsgange erzielten pro Zentner
Lebendgewicht Oesterreicher Ochsen 5—60
Mark, bayerische Ochsen, vollfleischige, ausgemästeie,
höchsten Schlachtwertes 48—54 Mk.
im Alter von 4—7 Jahren 40—47 Mk., gering
genährte 28.—39 Mk., Bullen, vollskeischige, ausgewachsene,
42—45 b Mk., oollfleischige, jüngere
36—41 Mk., mäßig genährte 30—35 Mr.,
Kühe und Kalbinnen, vollfleischige, ausgemäsiete
bis zum Alter von 7 Jahren 40—46 Mtk.,
mähig, genährte 34—39 Mk., gering genährte
2 Mk., gering genährte 18—35 Mk. Die
W 1 des Bayerischen Landwirtschaftsrates
veimittelte in vergangener Woche 72 Stük
GEroßvieh, 1 älber und 271 Schweine.
Auf dem nd pnane waren 5024 Stück und
zwar 1254 lebende und 1297 tote Kölber
(davon 32 Stück aus Oesterreich), 682 lebende
und 1306 tote Schweine (davon 736
aus Norddeutschland), 338 Schafe und
149 Lämmer. Der Handel auf dem Keälberwie
am Schweinemarkt war mittelmäßig. Die
Preise für ein Pfund Lebendgewicht bewegten
sich bei den Kälbern zwischen 48 und 61 Pia.,
bei den Schweinen zwischen 47 und 54 Pig.,
feinste 56 Pfg.; geschlachtel losteten erstere 58
bis 71 Pig., letztere 58—70 Pig., keinste
74 Pfg. Der Schafmarkt verlief ruhig bei unveränderten
Preisen.
eumarkt a. R., 9. Feb. Der Monatsviehmarkt
zeigte einen sehr regen Zutrieb
von allen Seiten der näheren und weiteren Umgebung.
Es war durchwegs gutes Material am
Platze und es entwickelte sich schon in den ersten
Morgenstunden ein lebhafter Handelsverkehr,
wenn auch die Abschlüsse nicht immer den Erwartungen
entsprachen. Erstllassige Ware war
zu guten Preisen leicht abstoßbar. Im allpemeinen
war die Handelslage befriedigend.
Landshut, 6. Febr. Der heutige Viktualienmarkt
war schwach bestellt. 11—12
Stück Eier erhielt man um 1 Mk., das Dün
Rindschmalz kostete im tehwerla 0.9—
Mark. im Kleinverkauf 1.02-1.05 Ml., *
butter 1.20— 1.30 Mk., Sonucm 9— 90
Psg., junge Hühner 1.30—1.60 Mk., alte
Suppenhennen und Hahnen 1.60— 1.0 Mik.,
fettere bis 2.30 Mk.; junge Tauben pro Stük
45—50 Pfg.; Gänse geputzt 5.50—6.30 Mk.,
6.8
besonders fette 10 Mk., Enten 3.80—4.30
tark. — Viehpreie Kälber lebend 1.
Qual. 58 Pfg., 2. Qual. 55—56 Pe., 3
Qual. 50—55 Pfg. Schweine geschlachtel 62
bis 65 Nt per Pfd., Spanferlel per Paar
20—30 Schranne. Weizen 29.05,
Korn 200 0.. Gerste 18.80, Hafer 13.90 Mk.
LCetzte Nachrichlen.
München, 10. Febr. Die Blättermeldung
über eine Veräußerung der Kgl. ANilla in
Würzburg ist unzutreffend. Das Domkabitel
hat zwar um Ueberlassung der Villa zur
Umwandlung in eine Krankenhaus Tluch, der
Obersthofmarschallstab hat aber das Gesuch abelehnt.
Von einem Gesuch der Klarissinnen um
e eberlassung der Villa ist überhaupt nichts be-Münberg,
10. Febr. Der städt. Etat
ist in Einnahme und Ausgabe mit 49 Millionen
Elgreft worden. Die Umlagen wurden von
140 auf 159 Proz erhöht.
Mittwoch, I1. Febküär 7012
Amberg, 10. Febr Ein Knecht aus der
Gegend von zeinreue fand gestern ein Spar.
gasfenbach übe 200 Mark. Er änderte es
auf seinen 30h übe um und setzte den Beirag von
5000 Mk. ein. Als er das Buch bei der städt.
Sparlasse präsentierte, wurde der Schwindel
sofort erkannt und der Knecht verhaftet.
Berlin, 10. Febr. Auf dem Flugplatz
Johamnistal stieß * em Doppeldecker, oer
von dem Piloten Sedlmayer und dem Oberlentnant
Leonardy besetzt war, mit einer Rumplertaube,
welche von dem Flugschüler Dieimer
auf seiner ersten selbständigen Fahrt geleitet
wurde, zusammen. Beide Fahrzeuge wurder
schwer. beschädigt und stürzten aus etwa
0 Meter in die Tiese. Dietmer wurde 10t
Wiens den Trümmern hervorgezogen, während
Sedlmayer und Leonardy schwer verletzt wurden.
Saarunion (bei Saargemünd), 10. Febe.
Eine schreckliche Bluttat hat sich gestern mittag
hier zugetragen. Der Schreiber Weiß, der
in einer Liesigen Kanzlei beschäftigt war, ersch oh
in der Wohnung seiner Schwiegermutter seine
Frau, sein dreijähriges Kind, seine Schwiegermutier
und dann sich selbst. Der Grund der
surchtbaren Tat dürfte in Familienzwistigkeiten
zu suchen sein. Die beiden Eheleute lebten in
Scheidungsklage.
Mailand, 10. Febr. Der seit drei Wochen
in verschiedenen Städten bestehende Advokas
tenstreik breitet sich immer mehr aus und beginnt
die Rechtspflege zu gefährden.
Rom, 10. Febr. Der Prinz zu Wied
ist von Berlin kommend in der vergangenen
Nacht Ker eingetrofsen. Auf dem Bahnhof
hatte sich zahkreich es Publilum eingesunden, das
den Prinzen mit dem Rufe: „Es lebe Albanien!“
begrüßte.
Luremburg, 10. Gebr. In der Ortscheft
Munshausen ist durch einen Vergift#u ngssall
große Aufregung entstanden. Am letzlen
Donnerstag war die Frau des Bauern Kopp
zu Grabe getragen worden. Nach dem Vegrabnis
fand wie üblich ein großes Essen im House
dee Kopp siatt. Abends und Tags darauf
wurden viele Teilnehmer an dem Mahle von
beftigen Schmerzen befallen. Am Samstag
fruh slarb die Tochter des Kopp unter großen
Qualen. Drei der Gäste schweben in Lebengefahr
und mehrere andere sind schwer erkrankt.
Parie, 10. Febr. In der „Humanite“
nendet sich Jaures in scharfen Worten gegen
Truppen husgebrochenen Epidemien und Ertrankungen
durch die vom Neujahrsurlaub
heimgekehrten Soldaten eingeschleppt worden
seien. Er schreibt u. a.: Wenn es Garnisonen
gibt, wo sich 30 Prozent der Soldaten kranl
melden, wo die Kranlenhäuser überfüllt sind
und die verschiedenen Epidemien in mancken
Garnisonen einen beunruhigenden Umsange annehmen,
so liegt die Schuld daran, daß die Soldaten
in den feuchten und zegen die Källe
nicht genügend geschützten Kasernen ohne i#e#
Vorsicktemaßnahme zusammengepsercht wurden
und weil die Liegestätten, die Ernährung und die
Heizung unzureichend sind, weil alle diese Kranlheitsursachen
bei den massenhaft in gewisisenloser
Weise eingestellten jungen Leuten unheil
voll mitwirlen mußten.
Neuyork, 10. Febr. Ein Schnettz. n der
Linie St. Paul-Omaha ist entgleist, weil in der
Kälte eine Schiene gesprungen wat.
Der ganze Zug stürzte um. Zahlreiche Menschen
wurden wetötet oder verleht.
Tolenliste.
Sebastian Megele, Privatier.
Feldkirchen: Maria Griebl, geb. Hochreiler.
Faistenau: Marin LDeiserrieder, Austragsvater
beim Lechner, 80 Jahre.
Niederaschau: Therese Rief, Schweizers
frau. 60 Julie
Humbach: Peler Gar, Gastwirt und Oelnom,
66 Jahre.
Fridolfing: Joham Spannbrucker, Uhrmacher.
Kirchbichl: Wwe. Magdalena Kreitner, geb.
Jakober, ehem. Besitzerin des Gasthauses zur
„Zellerburg“", 68 Jahre.
Angath: Johann Moser, vulgo „Gwmberlhansei“,
led. Bauer zu Vordergrub am Unterangerberg,
52 Jah
Ersle MWichoe Schwalabeser, Schmidbauer, 25
Rosenheim:
Pa l l n g : Maria Ertl, Zimmermannsgattin,
44 Jahr
Burghau Sie i: M. Vinzentia Seidlaus Schwa-*
— Schwester der Kinderbewahranstal
Sie 99eebrunn: Eduard Schreiber, Lehrer Lehrer.
Wetter bericht
für Mittwoch den 11. Februar 1914.
Keine Aenderung.
—.
Simweis.
Ihr Interesse lenken wir hiemit auf den det
heutigen Ausgabe beigesuten Profoet der Zima
Hermann Klaassen G ra.Fahr
räder, Prenzlau. —W 28 beim
Einkauf in obigem Haus verschafft Ihnen delse
neues Prämiensystem.