Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

Nusmmmer  240

NKosenle#er  Anzelgen

Samstag,  24.  Oktober  1917

 

war  eine  imponierende  Kundgebung  deutscher
Emigkeit  und  deutscher  Unbeugsamkeit  in  dem
uns  ruchlos  aufgezwungenen  Krieg:.  Diese
Kundgebung  wird  auch  im  Ausland  ihre  Wirlurg
  nicht  versagen.
Vor  der  Entsh#-d  n  n

Beriin,  22.  Okt.  Der  militä-is##l.  Mit--arbeiter
  des  Bexinet  Tageblattes“  lagt:
Wie  zu  erwarten  war,  haben  sich  die  Kämpfe

zuuschen  dem  Meer  bis  zur  Gegend  von  vilie

Wiuchen  Leinls—
immer  mehr  verschärft,  so  daß  #chzt  cine  Ent-  

   
     
    

ehin  schon

darauf  hingewiesen,  um  was  es  ###  handelt:

areuk  b#gewWicien,  am  ws  .  and.

Zunächst  den  srangösischenglischen  Umgehungsversuch
  ein  für  allemal  zum  Steben  zu  bringen:
dann  aber  auch  die  Besitzergre  fu.  der  Küste
am  Zanal.  OÖstende  haben  wir  im  Besitz,  um

Niendort  kämpfen  wir,  und  als  meiteres  Ziel
Da

scheitung  bevorsteht.  Wir  haben

 

      

 

  

hoben  wir  Dünkirchen.  ist  es  nicht  augebracht,
  augenblicklich,  w?  diese  ichweren

Kämpfe  hin  und  her  wogen,  mehe  zu  sagen,

als  daß  unsere  Aussichten  gut  finn.  Haupt- 

    

brennrunkte  dieses  Kampfes  sind  der  Merlauf,

die  Stadl  Bpern  und  die  Feitung  Lille.  An

erterer  Stelle  haben  sich,  wĩr  #oxjctt  wisien,

 

 

die  Reste  des  Antwerpener  Bei##ngehe#er##
sel#ert.  Bei  Dpern  kämpfen  di:  Truppen

der  Verbündeten  gegen  uns.  und  e#  Kile  jind
mehrere  Tage  und  Nächte  ihe#  heftigen  An—
grisse  standhaft  zurückgeschlagen  w####nn.  Wie
lange  diese  Schlacht  dauern  wird.  i#st  nicht  zu

überschen.  Darüber  sind  sich  alle  austandicchen
Stimmoen  einig,  daß  sich  die  2c.  #n  Schlacht
der  Weltgeschichte  abspielt,  und  duh  lich
um  rinen  Kampf  auf  Leben  und  Tod  der  Vol—

ler  k-andelt.  Auf  der  übrigen  kan  zen  Linie  unso
  schließt  der  Sachverständ'ge
  leine  Ausführungen  #md  uir  nicht
untätig  geblieben,  kondern  haben  viezmehr  bei
Cha  Aulnes  heftige  Angriffe  uuf  die  p  sdliche

Linie  unternommen.

serer  Schlachtfront,

 

Kämpfe  in  Belgien

Ansterda  uvv  22.  Okt.  In  der  lekten  Woche
befekten  40  000  Deutsche  die  Slsot  Rauiselar
in  Westflandern;  sie  wurden  daraus  zur  Vernärfung
  nach  Nieuport  und  Dirmuten
schä#  Sie  ließen  nur  hundert  Maan  zurück.
Am  Morgen  kamen  von  Ypera  zucihuͤndert
frarzäücche  Dragoner,  die  nach  lanh###igem
Geiecht  angeblich  die  Deutschen  nus  Nousselaer
  rertrieben.  Am  Abend  tamen  ron  Wery#
einige  Tausend  Franzosen,  besetzten  die  Sade,
slel#en  Kanonen  in  den  benachbarten  Ce  ehöjten
auf,  errichteten  in  der  Nacht  Bacri:  den  in  den
Straßen  und  auf  dem  Markt  und  rc.iten  Moschinenkewehre“
  in  den  Türen,  in  1Aäusern
und  hinter  r  tindesüblichen  hoher  Brieflasten
  auf  Am  Montagstüh  lame#  dellttsche

Gundula.

Roman  von  A.  von  Trystedl.

Damit  war  dieses  Thema  erledigt.  Die
Männer  schüneiren  sich  die  Hände,  und  die  Unterbaltung
  wurde  alluemein.  Im  Laufe  derselben
forderte  Eick,  —.  Chatelaine  sein  Vertrauen
zu  beweisen.  Vera  anf,  dem  Varon  den  Wintergarten
  zu  zeigen.  „Sie  finden  einige  Exemplare
  einer  solte  enen  Orchideenart  dork,  die  Sie
interessieren  dürite,  fügte  er  freundlich  hinzu.

Vera  erhob  sich  errötend,  doch  überaus  bereitwillig
  und  führte  Chatelaine  durch  mehrere
mit.  einsacher  Prach  bl  ansgesiauete  Salons,  ihn

und  dort  auf  einen  wertvollen  oder  originallen
  Gegenstand.  ein  bedeutsames  Gemälde
aufmertsam  machend.

t  zeigte  für  alles  Interesse  und  Verständnis,
aber  seine  Blicke  kehrten  doch  immer  wieder  zu
ihrem  schönen  Antlitz  zurück.  Und  oft  fragte
er,  um  nur  in  ihre  herrlichen,  dunklen  Augen
sehen  zur-  können.

sind  uns  schon  in  Paris  begegnet,“
sagte  der  i  plötzlich,  „ich  sah  Sie  damals
in  der-  Großen  Oper,  gnädiges  Fräulein.“
rach  ein  ganz  gutes  Deutsch.  Seine
dunklen  Augen  aber  redeten  eine  Sprache  für
sich,  die  Vera  alles  Blut  zum  Herzen  trieb.
ie  war  eine  ganz  andere  als  sonst,  all
ihre  Keckheit  war  geschwunden.  All  ihr  Sinnen
war  darauf  gerichtet,  ouf  welche  Weise  sie  die
Liebe  dieses  Mannes  erringen  könne

An  feurig  bewundernde  Blicke,  an  Huldigungen
  aller  Art  war  sie  gewöhnt,  doch  herzinnige
  Liebe  war  ihr  noch  nicht  entgegengebracht
  worden,  und  auch  ihr  Herz  empfand  zum
ersten  Male  die  große,  tiese  Sehnsucht,  die  des

82)

 

 

Rosaben  bei  der  Aebersetzung  eln#  Elusses.

 

 

Truppen  von  Vrügne  und  #pent  und  stellten
Kandren  in  Hoogleden,  Ardone  und  BMeabet
auf.  Sie  hatten  gute  Stellungen,  befonderr
in  Hos  #leden,  da  das  Dorf  aui  einzn  Hüge
30  Meter  höher  als  die  fünf  Kildr##e#nu
fernie  Stadt  liegt.  Bald  sanden  Vorvostengesechte
  am  Kanal  stall.  Die  Fran#i##  .
neten  das:  Artilleriefeuer,  die  de#at  usb  beschoffen
  die  Stadl.  Die  deulsche  Injunterie
rrckte  vor  und  nahm  Decung  bei  den  Wagen
der  Nongierstation  von  Beueren  und  Rousselaer.

  Es  gelang  den  Deutschen,  n  die  Stadt
enmiaden.  Ein  wütendes  Straßeercht  entfland.
  Die  Franzosen  mußten  zurüdweichen,

aber  angeblich  in  guter  Ordnung  uro  n#  n  allen
Kanonen  Sie  gingen  bis  Sltnieunerkr  fünf
Kiloweter  von  der  Stadt.  Die  Deutichen  besetzten
  Nonsselaer  und  brannten  tine  Strobe
ab,  um  eine  Feuerlinie  für  die  Actillerie  zu
erhaten.  Am  Dienslagfrüh  wurde  der  Kampf
erneuert  Cngländer  kamen  den  Frunden  zu
Hinfke  Den  ganzen  Tag  über  wurde  hes#ig  gelämntit.


Haag,  22.  Olt.  In  Uebereinstimmung  mit
Londoner  Depeschen  drahtet  der  Brüsieler  Korrespondent
  des  „Daily  Telegraph“,  der  sich
nach  Sluis  zur  Nachrichtenübermittlung  begab,
  daß  an  der  belgischen  Küste  fortwährend
  noch  gesochten  wird.  Viele  Dörfer  an  der
Küste  sind  vernichtet.  Die  gestern  mit  Vorbehalt
  wiedergegebene  Meldung  des  „Daily  Chrnicle“,
  daß  Zeebrügge  von  den  Engrändein  genommen
  sei,  scheint  sich  nicht  zu  bestätigen.
Der  Korrespondent  des  „Dailny  Tgraph“
drahtet,  daß  Nieuport  von  deutscher  Artillerie
bombardiert  wird.  Bei  Middellerte  warfen
die  Deutschen  starle  Verschanzungen  auf.  Englische
  Kanonenboote  erschienen  in  Ostende,  11
englise  Kriegsschiffe  beschießen  seit  zweiundsiebzig
  Stunden  die  belgische  Küste,  haben  hier
aber  anscheinend  noch  leine  Landungsversuche
ausführen  können.  Fortgesenzt  trefjen  franzöfische,
  belgische  und  englische  Kriegsgesangene
in  Brüssel  ein,  aber  auch  viele  deutiche  Verwundete.
  Der  Kampf  steht  gegenwärtig  auf  der
ganzen  Linie,  die  Entscheidung  ist  noch  nicht  gefallen.


London,  22.  Okt.  Die  Admiratilät  gibt
bekannt:  Die  Monilore  „Severn“.  „Humber“,
„Mersey“  nahmen  letzthin  Operationen  an  der
belgischen  Küsie  vor  und  feuerten  auf  die  rechte

Flanke  der  Deutschen.  Ferner  setzten  sie  zur
Unterstützung  der  Verteidigung  von  Nienport

  Abteilungen  mit  Schnellseuerge  schũ.  gen  an
Land,  die  dort  gute  Dienjte  leisteten.  Bei  den

Operationen  wurde  ein  Leutnant  eetötet,  drei

   
 

Beras  Atem  siockte.  Wenn  er  das.  Büch
ansah  —  er  hielt  es  schon  in  der  Hand,  er  las
den  Titel  —  seine  Stirn  rötete  sich,  ein  verächtlicher
  Ausdruck  zog  seine  Mundwinkel
herab.

Es  handelte  sich  um  einen  jener  Romane,
die  von  Mädchen  und  ungen  Frauen  nicht
Weibes  Schickial  zu  sein  pflegt

„Auch  ich  sah  Se  damalt  in  der  Großen

per,  Herr  Baron,“  entgegnete  sie  leise,  „als
ich  aber  nach  der  ersten  Pause  nach  Ihnen  ausschame,
  waren  Sie  verichwunden

„Ja.  denken  Sie  nur,  Guskotges  Fräulein,
welch  ein  gewagtes,  freoles  Spiel  mein  falicher
Freund  mit  mir  trieb.  ir  trafen  im  Foyer
zusammen,  und  dort  bewog  er  mich,  die  Oper
äu  verlassen  mit  dem  Versprechen,  daß  er  in
einem  bekannten  Salon  mich  mit  Ihnen  bekannt
  machen  wolle.  Ich  wartete  siundenlang
an  jenem  Abend,  bis  er  schließlich  kam  und
mich  mit  Lügen  —  an  die  ich  aber  damals
laubte  —  abspeis  Ich  habe  dann  in  den
verschiedensten  Hotels  nach  Ihnen  gesucht,  aber
wie  hätte  ich  Sie  finden  sollen  —  der  Mensch
batte'  mir  Ihren  wahren  Namen  ja  nicht

gich,  und  als  Sie  beute  zu  uns  kamen  —
„Sagte  mir  keine  Ahnung,  daß  ich  diejenige,
mit  welcher  meine  Gedanken  sich  früh  und  spät
beschäftigte,  wiedersehen  würde.
e  waren  beim  Wintergarten  angelangt.
Ein  Deener  stand  schon  bereit  und  öffnete  ihnen
ie  Tür.

Grüngoldige  Dämmerung  umsing  sie  nun.
Neben  einer  m  armoerbank  duftete
vlührnder  Flieder,  eine  Fächerpalme  schtirmte

Biat,  ein  ausgeschlagenes  Buch  lag  auf  der

 

Man  murden  schwer  vermundet,  sechs  werden
vermißt.  Ein  grosßes  Frage  zeichen  ist  hinter
  dieser  Meldung  berechtigt.

Di=  KRämpfe  an  der  Merreskuste.

RNetterdam,  22.  Okt.  Der  „Courant“
me’bet  die  Ueberschreitung  des  Dller-Kunals
durch  Deriche  nach  der  Zurückwer'’ung  belgischenglische:
  Korps  und  Eroberung  von  Armenlieres
  und  Bailleul  westlich  Lie  durch  die
Deuchen.

Die  Kämpfe  um  Lillie.

Gens,  22.  Okt.  Gestern  nachmictag  sahen
di:  Fransosen  bei  ihren  Positionen  bei  La
Vassce  in  der  Umgebung  von  Lille  sich  genbtigt,
  Verstärkungen  heranzurtehen.  Fur
heute  #tben  neue  Kämpfe  zwischen  La  Bassee
und  Nieuport  bevor,  doch  hält  man  die  gröheren
  Altnen  in  der  weileren  Umgebung  von
Arras  für  wahrscheinlich.  Terra'sg#winnung
hetten  die  Verbündeten  nirgende  zu  verreichnen.

DLas  Vordringen  auf

Berlin,  22.  Olkt.  Der  Berliner  Lokalanzriger
  schreibt:  Die  heutige  Nachricht  von
unierem  lichten  Fiügeil  beweist,  bam  unfer  Vorgehen
  aui  Dinlirchen  laum  mehr  auidehalten
werden  konn.  Das  Vordringen  unierer  Truppen
  aus  VBpres  umgehl  den  Ha#en  Nicupoct
in  ciner  Weise,  daß  seine  Erobe-#ung  ziemlich
sicher  erscheint.

Dünkirchen.

Die  Deutschen  in  Antwerpen.

Rotterdam,  22.  Olt.  Ein  Antwerpener
Berichterstatter  des  „Nieuwe  Notterdamschen
Courant“  hebt  hervor,  daß  die  Dontschen  bei
ihrem  siegreichen  Einzug  in  Amwerpen  alles
vermieden,  was  Anstoß  erregen  lonnt#.  Aei##cte
deutsche  Seesoldaten,  die  selbst  Familienväter
sind,  verhätschein  die  kleinen  Kinder  der  Vewohner
  der  Stadt  und  zeigen  ihnen  Photogra.
phien  ihrer  eigenen  Kinder.  Dem  Verlehr  in
Antwerpen  werden  weniger  Beschränkungen  auferlegt
  als  in  Brüssel.  Das  sei  wohl  daraus  zu
erklären,  daß  die  Flämen  sich  den  Deutschen  besser
  anschließen.  Ein  aus  Aniwerpen  zurückgelehrter
  Reisender  leilt  mit,  daß  die  deutschen
Patrouillen  gegen  Plünderer  sehr  streng  verfahren.
  Am  Dienslag  wurde  wieder  ein  auf  jrischer
  Tat  ertapter  Einbrecher  nach  kurzem  Verhor
  erschossen.  Das  Berlasien  der  Sladt  geschic’:
  ohne  jede  Schwierigeeil.

gelesen  zu  werden  pilenen.

Der  Varon  legte  #½5  Buch  kopfsschüttelnd
wieder  an  einen  Pl#  Man  sah  es  ihm  an,
daß  er  es  am  liedste  irgendwo  unter  grünem
Vlattwert  verssteckt  b.  1.

er  beschäfungt  sich  hier  mit  einer  solchen
Literatur?“  fragte  er  verwunder
Vera  selöt  Per  das  Buch  gelesen,  und  sie
verschlang  mit  Vurliebe  derartige  Romane.
Die  Mutter  hatte  ##:  ihr  nie  verboten,  und  Eicke
kümmerte  sich  n.öt  um  die  Lektüre  seiner

Vera  haite  das  feste  Bestreben,  sich  zu
bessern,  alle  Schlacken,  die  den  guten  Kern
ihres  Hergens  umlagerten,  auszumerzen.  Sie
wollte  werden  wie  Gundula,  liebenswert  und
wahrh  aftig.

Täglich  hatte  sie  eine  Gelegenheit  ersehnt,
um  ihren  guten  Willen  beweisen  zu  können.

war  der  Augenblick  gekommen,  nun
mußte  es  sich  zeigen,  ob  sie  bereits  eine  andere
geworden.

Ein  kurges  Ringen,  heftiger,  nur
Sekunden  währender  Kampf.  Nein,  so  weit
war  sie  noch  nicht,  um  der  Wahrheit  die  Ehre

zu  geben
Stiesschwester  liest  das  Bu

ein

„Meine

„Das  zarte,  blonde  Mädche  Wie  m
Aber  wenn  das  Fräulein  diese  Art
liebt,  sollte  sie  dieselben  wenigstens  nicht  offen
herumliegen  lassen,  sie  sind  Gist  für  ein  unverdorbenes
  Mädchengemüt.“

itte,  hier  sind  die  Orchideen.  von
denen  Papa  sprach,“  sagte  Vera,  auf  mehrer:

 

gezeichnete  Alüten  deute  nd.

 

ich,“
sagte  sie  mit  dem  ihr  eigenen,  dreisen  Mufoll.  ,

sich  doch  in  einer  Perfenlcchtelt  nschen  rana!  «
Romane

ag
zartweiße,  bizarr  geformte  und  nu  lila  Vorbes

Verdun  ersoloreich  beitbotfen.

Krpenuhagen,  20.  Oft.  Der  Lomoner

 

Belage-Ver-



  Telegraph  n—  meldet,  dan  bie  2

uuche.

    

rung  Verduns  große  Fortschritle
–

 

die

schi.dene  Forts  seien  bereits  den#men,

übr.oen  sländen  vor  der  Ueberdabe.
—  —  —  —

Aernichtung  französischer  Flugzeuge.


„zudon,  23.  Olt.  Englische  Blälier  behaurten

  daß  täglich  ein  fraut#ste,  Flag- 



   

  

zeng  heruntergeschossen  werde.
E

die  franzöjische  Fliegerei  bald  erldiat  lein.

i:rüb-Dimit

  wird
——.

Die  Stimmung  in  Paris  wiro
Lelnn:

Gens  22.  Okt.  Die  Slimmung  in  Pariul.ird
  trubtelig,  weil  de„  amtlichen  Nachrichten
icber  den  Stand  der  Schlacht  allzu  l#alm-  ich
laulen.  Cs  wird  sehr  lebhaft  besor?  k#.  daß
Tc  ##(#  Deutschen  gelungen  iit,  sich  u  den  r
ulh  des  halbjertigen  Nord-Kanais  zu  setzen,
der  für  sie  ein  großartiges  Verleidig#gs  werl
darstefi#e.

Amerilanischer  Protest  an  England.

Ratrerdam,  23.  Ot.  Aus  Welhinaton
wird  gemeldet,  daß  die  ameritanische  Slaalsregierung
  bei  der  englischen  N##e#ieru#ng  mellen
Beschlagnahme  eines  amerilanischta  Pen?--leumdampfers
  Protest  erhoben  Doe#

Beschlagnahme  eines  englischen  Getreidedampfers
  durch  Frankreich.
Turin,  23.  Okt.  „Gasen  Bpoôllo“

melret  aur  Toulon,  daß  Ein  #rnsisher  Panzerlreurer

  einen  englischen  Getreidedaz#upe#:  beschlagnahr##
  hätte,  weil  man  ertuhr,  daß  die
azung  für  den  Feind  beslimmt  #6i-Grwalttaten

  gegen  Deutsche  in
###n

Verlin,  22.  Olt.  Durch  ambiche  Ermittelungen
  wurde  die  Pe  nn  bestät  igt,  daß  eine
Amahl  von  in  Maroklo  lebenden  Deutichen  in
Casar#chta  wegen  angeblicher  Verschworung  a-ÖDA
Zen  da-  jranz  ösische  Prolekrorat  vor  ein  Kriegsgrricht
  gemrellt  wurde.  Es  Dandet  dich  um  fol
gende  11  Deutsche:  Karl  Fice,  X##  Brand,
Wiarx  Witl,  Watlgen,  Fonnies,  S2yr  -P„  n.  *
larn,  Mohn,  Manc  Grundler.  Geyien,  Dobbart
  und  Bazlen.  Die  Vertrelung  der  deutjcien
  Inleressen  in  Marollo  nehmen  die  Vereinigten
  Staaten  von  Amerila  wahr,  sreuel:
in  Caiablanca  vertrilt  sie  mang:ls  cines  amerilaasichen
  Veruss  lleamten  der  dortige  italienische
  Konsul.  Die  amerilanischen  urd  #ie  klalienüd,
  en  Behörden  treten  nachdrühlich  jüc  uniere
bectohlen  Landsleute  ein.  Die  deuliche  Regierune
  hat  alle  Schritte  getan,  um  o#  Saahnerholt
  aufullären  und  den  #n  iranzonscher
(Cemalt  befindlichen  Deuschen  jed:  irsendure
migliche  Unterstutzung  zukommen  mzu  lassen.  Die
iren  asische  Regierung  wurde  a#####in  7
nis  gesetzt.  daß  die  deutsche  Neg#ierung  hür  jedes
  Widerrechtliche  Vorgehen  aogen  die  angeschuldigten
  Deutschen  in  der  rücksicht  àbetcilen
Wetse  Rechenschaft  fordern  werde.

Erankreich  beschlagnahm!  deutsches
"1  rivateigenkum.
Srenuhurt  a.  M.,  22.  Oll.  Aus  Gens
mwiad  der  „Frlf.  Ztg.“  gemeld::  D.  große
Pariitz  Antiquitäten=  und  Kunsthoendtung  Von

Ihre  Verwirrung  mußte  ihm  ja  ausfsallen.
Und  sie  hatte  alle  Mühe,  ihre  surchtbare  Crregung,
  das,  was  in  ihr  vorging,  zu  verbergen.

Am  liebsten  hätte  sie  ihm  gesagt:  „Ich  bin
eine  elende  Lügnerin,  deiner  nicht  wert.  Sirase
mich  mit  Verachtung,  ich  habe  es  verdient.“

keach  übrr  ihre  trockenen  Lippen  kam  kein

,  Bounmn)teegtl)rlent)tIhre
Fassung  dedereperon  mach  Er  war  gang  bei
der  Sache.  Die  seltenen,  thtvoo  Entsalteten
Blüten  fessellen  sein  ganzes  Intere

te  er  sich  Vera  *  2  hatte
gar  nicht  geglaubt,  daß  seine  schönen,  dunklen
Augen  so  scharf  forschend  blicen  4önnten,  wie
eben  jegt.  Ihr  war  das  Weine  .

Schweige-nd  verließen  i  0rr  Wintergarten,
  um  zu  den  anderen  zurückzulehren.

Eicke  hatte  inzwischen  von  der  schweren
Erkrankung  seiner  Frau  erzählt,  und  als  er
unter  einem  Vorwande  hinausgehen  wollte,
damit  die  jungen  Leute  ungestörter  plaudern

konnten,  traf  ihn  ein  flehender,  beschwörender
Blick  Gundulas.
Da  war  er  geblieben  und  hatte  sich  mit

dem  Gast  weiler  unterhalten.  Gundula  saß
schweigend  da.  Sie  vermied  es  geflissentlich,  zu
sprechen.  Ihr  Herz  klopfte  so  stürmisch,  daß
sie  sich  zu  verraten  fürchtete.

Als  Eicke  trotzdem  auf  wenige  Augenblicke
sich  a  der  entgegengesetten  Seite  des  Zimmers
zu  schaffen  machte,  sah  Skußen  Gundula  so
zäriucch  sehnsuchtsvoll  an,  daß  sie  fast  aus  der
*V  e  gefallen  und  in  seine  Arme  geflüchtet

wöä
oumdutg  Segte  er  bebend,  „Gundel  —“
„Haben  Sie  Geduld,“  hauchte  dos  blonde
Mädchen.  Damit  wolite  sie  auf  Veras  Verbalten
  hindeuten.

 

Stefany  aber  verstand!

 

nimme
———

eilrren
culiche
abe  er
herden
eherqri
rlaten“
Imalli
Eine
Berl
chricht
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utschen
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