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den die Waren in zwei Gruppen eingeteilt, und
zwar in solche, die dem Veredelungsverkehr unierlichen,
ferner in sogenannte Stapelwaten. die
auf heiden Seiten in größeren Mengen vorhanden
sind. Aus deutscher Seite kommen Arzneimittel,
Kohlen und Kaii in Betracht, auf finnischer
Seite Kupfer, Mungan und hochwertige
Erze. C### die Stapelwaren ist kein besonderes
Kompensations versehren vergesehen.
numänsen.
Peter Carpals Ankläger.
Bukarest, 25. Juni. Nach einer Jassyer
Zeitungemeldung wird der greise rumänische
Staatsmann Carp anläsßlich der Ratifikation
Ddes Friedens eine Rede halten. in der er eine
scharfe Anllage gegen eie gesamte liberale Politik
seit 1913 bis zur Demission Bralianus erheben
wird. Carp wird vom Parlament die sofortige
Erhebung der Anklage gegen die
Negierung von 1916 verlangen.
–
AMgemeines vom Krieg.
Englische Grausamleiten.
* Verlin, 25. Juni. Prinz Schönaich-Carolalh
fragle heute ##n Reich-lag an negen
der Nachricht, daß im Kemmelgebiet in englische
Gesangenschuft geratene dentsche Offiziere und
Mannschaften unmenschlich hingemartert
worden seien. Oberit v. Fransechi ant—
wortele, daß, menn der Fall beilätig! werden
sollte, nachdrüclich Einispruch gegen dieses nie
dertrachtige Verbrechen erholen und flrenge #
strafung der Schuldigen gesordert werde.
Kein Nachlaissen der irischen
Bewegung.
"" Amsterdam, 25. Juni. Wie aus hier
sinhetraslche englische — TKilungen hervornehl.
ist die Stirmnng in Kilund hichts Weniger ais
ruhig. Andauern io mm er noch zu scimeren
Kämpfen. bei denen **“ selten ohrie hermundete
und Tote abnet. Hau * erden Wastenvor-
räle . zeutelre beschlag.
nahmt. Die Sinnseiner senen ihre äligkeit
ort. Der Aufruf der Vleelönigs French zum
freimilligen Eintritt der
bisher nur gum geringen
Pung der iriichen Geütli
äung der eiwillinen
schlagen.
die wiesschastsschen Answirkungen
Uaferer Offensive.
Während der Wasenersolg und Geländegeminn
einer - ive sossert allen sichtbar und
Derständlich mird. loten nanz ellen und wirkschaftuchen
Wirlungen unmittelbur gleich
Iten in das Heer hatte
jola. Die Umwer—
d: Unterflüt-.
Just-Ist isifchlgo
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Als z. B.
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Von CEnde Öltaber bistiegen
die Marklurie in Stanh#r###n onnnm:
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Kabennnen von 1 i aus l. in ürich von
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ven ve -naliu munig tleinen Schwaninnden
a0g###chen, nich" mieder eine ausge prochene
Tenden nach unten ##igt. en haben die
Culented’sen die # ung der Siege im
Often und cn #laß heen Oberitalien aufzeror
dentlich geinrt. Zu berhalinimäöstig lurier Feit
sank der eien Dollr von J. 1 Ml. auf
6„ nnen on.50 Ml. auf
der jranzösischen Fraulen von
1.10 Mk. auf 5% kel, und der Lirepreis von
361 auf 1#. Pf. und darunter.
Aber auch an der HLaliung der Börsen in ussl.
gemeinen war der Cinslus der russischen Umwälzung
und ni#erer dilentee in Illlien deullich
zu merien. Währe d Mien und Verlin auf
die gunftigen Beuichie mit einer türmischen Aufwärtsbewegung
untworfelen, wür iOn November
V. J. die MNeun mrker Nörie ür IInnon alisiert. An
der Montrealer Bärse mußten sogar wegen der
cbefahr eine: Huremammenbruche- Mindestpreise
eingefülmi n: unden! Iyn Pati- siel der
Kurs der jcanzoiigen viente uuf ungelahr 553
Proz. gegennber ½: Pre= Mitie Juli 1011.
Am stärliten hat nalurlich Almien unler der
vorjahrigen O sichive geliten. Mil Croberung
der Proumzen Mie und Belluno sielen den
Mittelmachten er rire —e-Hand,
die für i#e Krienseung und Wirtschaft
von sröß ter Bedeutung wanreit. Wiit dem Vormarsch
der deutichen I##rppen in rusisches Geblet
erhöllln sich die Krieg#ent don Dezember
bie Anfang Marz 1013 im Werte von rund einer
Milliarde B#rl und damil der leirischalniche
Nutbzen der Ojsenive. Hinzu ian die Lahmlegung
der Enlentebege aur Rußland, worunter
inoebesondere die cnalische Industrie schwer zu
im Navember 1917 die siegreiche
Of#ssensive in Italien beschlus
im O Ollen herander
deulsehen Reichsiten
Blaen schneil ansfwärts.
Cude Dezember 1617
Ain
leiden hatte. Verucsichitgt man die Ersatzuotwendigleiten,
die der Culente durch die Wegnahme
umfangreichen Materials in Italien entstanden,
so wird der wirtschaftliche Einfluß der
fensiven noch deutlicher. Die englische Kriege
strie mußte amit leberspannung die Ergan-51
der italentschen Materialverluste betreiben,
worvnter die Versorgung der Westfront und
bie Trachtrgumrgtionierung sehr zu leiden hatten.
11. August aufgestellt.
Rosenheimer Anzeiger
Mit dem Einsetzen der deutschen Offensive im
Westen im Frühjahr 1918 zeigten sich von neuem
die schon bekannten Erscheinungen. An der Neuvorler
Börse schlug die Stimmung um, und am
Londoner Esseltenmarkte gingen die Kurse der
5 ichtigsten Papiere ebenfalls schnell zurüd. Die
137 amtlich notierten Hauptpapiere des Lonroner.
Marltes verloren im Mai 1918 gegen den
leichen Monat des Vorjahres 100 Millionen
Pfund Slerling, gegen den Mai 1916 225 Millionen
Pfund Sterling an Wert. Oie Finanzschwierigleilen
der englischen Negierung nahmen
zu. Die Bemühungen des Schagkan'lers zu
Anjang Juni d. Jr. 50 Millionen Psund der
einzulösenden Jinsscheine der Kriegsanleihen in
„National War Bonds“ umzulauschen, sind ein
JZeichen sinlender Kanflust um Eenglichen Kriegeleibeamartt.
Von Anfang Januar bis Ende
Mai d. Jr. sank die Devise London von 21 auf
19,90, uim rt 73.50 auf 73,50, Italien
sogar von W16, 60. Die französische Re-Nierung
hat *mmà größere Muhe, ihre Schatzwechsel
im Publilum unterzubringen. Die Vorschusse
der Bank von Frankreich an den Staat
beliesen sich in einer einzigen Woche, vom 28.
Marz auf den 2. April 1918, auf nicht weniger
als 80 Miillionen Francs. Wöchentliche Vorschusse
in solcher Höhe sind jenzt Alltäglichkeiten.
Die Noten der Baul von Franireich sind heute
nur noch mit ungefähr 12 Prozent durch Gold
gedecht gegen mehr al# 70 Prozent #u Beginn des
Krieges! Das französische Kapital bar lein Vertrauen
mehr zu der Zal la#t de: Stagtes, u#s
sich auc) in ciner schneilen Feucht hrofer. Suminen
nach dem neutralen Autlande äußert. Die Umer--bringung
riesiger Kapitalemengen in neutralen
Banldepots llonnte von der französischen Regierung
in der Kammer nicht geleugnet werden!
Wer bätie ie gedacht, daß die Vereinialen Slaalen
zu Valutannle ihen greiien müßten? Das
Aniehen d# angelächiischen Kredils h## dadurch
im nieulraien Aurxlande eine ischmere Tinbuße
erlitten, un deullich aus reutralen Presselritilen
hervorge!lt.
Bedemlich sür die Welimächte, be orn
ders für
Frankrri#, ist aud) der slarie Ve irucht
barer londwirklschusllicher Gbiele. * Marz
d. J. Dat Frankreich große Landuriche mit
reichem (betterdriland, mit Weinbergen u. vie
lem Nioch eirgbbeßt. Die franzosische Bevöllerung
lam schon Ling## nicht mehr aus der
hinenen Ernte ernährt nmerden. Zeder Landverlust
teiset daher die frantüöfis.0= Nahrungszuliesierrann
beso:ders schwer. Krankreich
in heute mil seiner Ernährung im höchsten
Maße von überseeischen Zusuhren abhängig.
rüllahrsosf#ensire 1913 das
bedentende Jodu zitrirgebie- der Pas de Calais
lahmgelegt. Seit Marz d. J. liegen die grosen
Kohlenzechen um Vethöne unter deulschem
er, Ihre Pre dultion r entweder ganz
rusgehört haben, oder doch art i: is Sloden
raten sein, daß sie für die àor sche Kriegsinduirrie
uur noch unwelentlich in Vetracht
lommt. Da die Össten##e Sch'sfe und Eisen-Lahnen
für I##n#ppenirans bort: u Veschlag
belegt hat. so lann die Kohl nbelicierung durch
England 9 we'entlich sein. lng. von
Truppenansorderungen dürften die ssiffun
gen ĩich noch ver mindern. Di: srazösische
Kriegeinduitrie muß also. wenn 9 sehr um
sungreiche Vorräte angesmmeli worden sind,
in eine peinliche Kiise geralen.
Die schlimmite ÖOffensiuwirkung für die betrossenen
Lünder, besondert wieder für Franlreich.
#1t der große Verliul an Arbeltslräften.
Schon bis um 1. März 1913 hatten die Mit
ltolmächte Cesangene gemacht. Diese
Zuhl übersh die Gesamtiahl drr mäm llichen
GErwerllälig n Schwedens, Norwegens uind
Dauct#rr um mehr als eim haib: Million.
arnnter hat besonders Frankreich zu liiden,
dessen Bendlierung während des Krieges ssernmäsig
unter die ilnlienische Beoöllerung g:-junl
en ist. «
.i susstuc an der Wesifront hot die
ungusstiuen. Wirtschaftewirlungen auf die Enlente
noch, vorschuurfl. Der diutichen land- und
soritmirtschaftsichen Ausnützung su7 ,wieder weit
üher 100% Quadratsilome'er seu##b ##bestelllen
Bodens angesöhll. Viele tädte und Fle
den mit Vorrälen und #duktriennlagen sind
uiun deultsche Hund gesallen. Die französischen
Tam porlwege sind zerrüllel oder mit Militärkransporten
überlaftel. so daß die Nahrungemitlelnersoigung.
i ebesondere ler Hauplftadt
Paric. dadurch erbeblich erschwert wird. Deutschland
hat also durch seine Ofiensiren außeror—
bentlich viel gemonnen. Eine Armee von Arbeitetrüften,
unüberiehbor Mot rfal, weilen
und reichen ndutschaftechen. Voden, groß:e
Viehbeslände und . me ter. Di' milülärischen
Ersolge haben die Finanz- und Wirtschaftskraft
der Mitlelmächte wesentlich gestärkt und die
ihren Feinde ent preithend geschwälht.
Rane#schn.
Die Landtagslandidatur im Wahlkreie
Mühldors.
An Stelle deso Herrn Landtagsabg. Pfsarrer
Vauer, der bekanntlich sein Mandat wegen
Kramhei niedergelegt hat, wurde am Montag
von der Vertrauensmännerversammlung Herr
Bezirkspräsen J. B. Lohr aus München mit
52 Stimmen als Kandidat für die Wahl am
Auf Landrat Georg
von Altmühldorf sielen 43 Stimmen.
Geiner hal die
HMscheust Neuugkei#en.
* München. 26. Juni.
Gegen den „Weibs teufel“. Der Erzbischof
von München- F Freising, Dr. Michael v.
Faulhaber, erwähnte in seiner Kriegs predigt.
die er in der Frauenlirche vor einer zahlkreichen
Menge hielt, auch Schönherrs „Weibsteuse!“
und legte entschieden Verwahrung gegen dieses
Stück ein, das er auch künftlerisch in keiner Weise
gelten lassen will, serner gegen die Tatsache, daß
es gerade jetzt gespielt werden dürfe.
Nach einer Mitteilung der Direktion des
Schaufpielhauses hat sich diese auf Wunsch des
Königs entich lossen, Schönherrs Trama „Weibsteusel'“,
das gestern zum ernenmal hier zur öffentlichen
Ausfullrun in tam, im Interesse des Burgsriedens
vom Spielplan abzusetzen.
Unglüdssüalte. In einer Kunstanstalt in
der Augustenraße geriet ein Maschinenmeister
in eine Maschine und wurde so schwer verletzt,
daß er alebald flarb. In cinem Betrieb an
der' Lerchenfeldstraße geriet ein 16 jähriger Hilfsarbeiter
umer einen Materialzug und erlitt lebenegefährliche
Brustauetschungen.
————
1 Die Donauwörther Badeanstalt
murde von dem Hochwasser, das die ODonau gegenwärtig
führt, losgerissen und fortgeschwemmt.
Das Spiel mit der Wafse. Auf dem
Keilberg ee Negensburg vergnügten sich mehrere
Vurschen mit allerlei Spielereien. Einer der
Burschen zog scher-weise einen Nevolver und
zielte damit auf einen Kameraden. Plötzlich
brach ein Schuß und die Kugel traf den 15
Jahre alten Fränkl im Hinterkopf. Der Bursche
verlor sofert das Bewußtsein. Er ist lebensgefährlich
verletzt.
Acber eine Million für 85 Fuder
Wein. Zu der Weinversieigerung des Winzervereins.
Ungsein (Pfalh war der Andrang so
stark, daß der die Verkfteigerung leitende Nolar
dringend ersuchen mußte, leine weiteren Besucher
mehr zueulassen. Entsprechend diesem Massenbesuch
war der Wettbewerb um die auegebotenen
Weine. So lam es denn, daß für die
zur Uerileigerung ktehenden 85 000 Liter die
Riesensumme von 1140 092 Mk. erzielt wurde.
Die billigste Sorte ging um 9600 Mk. für
1000 Liter sort, während die höchstbewertete
Sorte 21 000 Mk. für 1000 Liter erzielte.
Daran können sich nur die Kriegsgewinnier noch
laben.
i#st es zur Erneuerung der Zestungsbestellung.
Der 1. Juli naht heran
und mis ihm gehen die vierteljährigen
und elntnonattg. Seitungslieferungen
zu Ende. Um einen Andrang bei
der Post und in unserer Geschäftsstelle
zu vermelben, der belden Teilen
mur Zeitverfäumnisse vermsachen
würde, ersuchen wic unfere verehrl.
Lefer, die Beftellung jeo#t schon
Zu erneuern.
Geschäftsstelle des „Nosenheimer Anzeiger"
1. 1
— ———2
Dom Oberland, 25. Juni. Die Johanniseuer
erloschen. Es war immer ein schönes
Sch zauspiel alle Johannitag, als dieser noch als
ein hoher Feillag gefeiert wurde und in der
Abenddämmerung beim Aveläuten die vielen
Johannisommerseuer auf den stolzen Bergspizen
und im Land umher auf Anhöhen und
Hügeln brannten. Leider schwindet auch dieser
uralte schöne Brauch.
Kiefersfelden, 27. Juni. Touristen-=unglück
im Wilden Kaiser. Dieser Tage
untern ahmen ein Herr und eine Dame eine Klettertour
im Griesener Kar. Dabei riß in der
sogenannten Zellerwand infolge Steinschlage
plötzlich dab Seil und die Dame stürzte in die
Tiefe, wobei sie innere und äußere Verletzungen
davontrug. Ihr Begleiter schleppte sie unter
größter Anstrengung sieben Stunden weit bis
zur Fritz Pflaumhütte, wo endlich am driltten
Tage Hilfe aus Kitzbühel eintraf und die Dame,
die u. a. beide Fühe gebrochen zu haben scheint,
ins dortige Spital verbrachte. Ihr Begleiter
blieb unverletzt.
Prien, 25. Juni. Der von Chorregent Merrmüller
und Koaosutor Wildenrather geleitete
Verein für Jugendfürsorge und Jugendpflege
veranstaltete eine Versammlung für Eltern und
Freunde der Jugend. Ter Cäcilien-Psarr-Verein
leitete die Feier mit einem weihevoll ge.
sungenen Psalm „Der Herr ist mein Hort“ von
z. Klein ein, dann folgte ein von einem halb-
Donnerstag, 22. Juni 1918
wüchsigen Jungen guffeish gesprochener kurzer Prolog.
Pfarre hielt eine gehaltvolle
Ansprache en . etporn oie Bedenltung
des Tages betonend. In tief —
großzügiger und voch pypulärer Ansprache bezeichnete
Freiherr v. Cramer-Klett als Prin:ip
der Vertiefung und des Ausbaues der Jugenderziehung
die Pflicht und die Autorität. Die
zahlreich versammelten Zuhörer solgten dem an
Beispielen reichen Vortrage mit größter Aufmerksamleit
und spendeten lebhaften Beifall.
Traunstein, 25. Juni. Ludendorff-Spende.
Das Sammelergebnis im Stadtbezirk
beträgt bisher 8600 Mark
Trostberg, 24. Juni. Ein Bürgerspital
wiro hier erbaut; im Bruckermoos bei Riosenheim
solten ferner über 1800 Tagwerk Mogdrgelände
mit einem Kostenaufwano von 300 000
Mark entwässert werden
Tittmoning, 25. 6. Russenfang. Eine
abenteuerliche Flucht riekierten zwei aus Pfarrkirchen
auegerissene kriegsgefangene Russen. Sie
trieben sich ein paar Tage in der hiesigen Salzachan
herum, rissen dann von einer Diensthütte
beim Einfluß der Ache in die Salzach eine Wand
heraus und Zmmerten damit ein Floß, mit dem
sie über die hochgehende Salzach setzen u##Iten.
Auf dem Floß hatten sie zwei Fahrräder und
sonstige Habseligkeiten verstaut. Die Ueberfahrt
wurde nachts 1 Uhr versucht, gelang aber nicht,
da das Floß auf einer Sandbank seillief. Split.
ternacklt wurden sie dann dort entdeckt, darch
Schiffer geholt, festgenommen und ins Amtsgerichtsgetängnis
eingeliefert.
Otting, 23. Juni. Tödlicher Unfall.
Der zwölfjährige Krämerosohn Johann Fromberger
von Holzhausen wurde v#en einem Pferde
so unglicklich geschlagen, daß er in den folgenden
Nacht verschied.
Mühlborf, 25. Juni. Verunglückt. Beim
Wenden des Fuhrwerks in der Nhr des Pionierheeresparkes
stürzte die Lenkerin, Frau von
Klenze, vom Gefährt, geriet unter die Näder
und wuroe u. o. auch auf den Kopf getreten.
Frau v. Klenze wurde von der Sanitätokolonne
nach München in die Augenklinik gebracht, da
Gefahr für ein Auge bekteht.
Wasserburg, 25. Juni. Das goldene
Priesterjubiläum kann am näch'ien Sonntag
der H. H. Geistl. Nat Joseph Lochner, frei
resig. Pfarrer von Ebersberg, dahier seiern. Den
sonsi noch rültigen Jubilar sesselt ein Fußkeiden
viel ane Zimmer.
Grostsecham, 25. Juni. Ueber zwei
Zentner Fleisch, Kalbfleisch, Nindfleisch u.
Geräuchertes, letzteres zirka 1: Zenüner, aus
Schwarzschlachtungen stammend, wurden in der
(Gastw irtschaft Lill beschlagnahmt. Die Wirtin,
die das Fleisch für die Sommergäste beiseitege
stellt hatte, machte vorher noch einen Versuch,
dieses zu verräumen und vergrub einen Teil im
Misthaufen, wodurch einige der Fleischt rücke un.
genießbar geworden sind. Die im Misthaufen
vergrabenen Stücke wurden durch einen gesangenen
Russen aufgedeckt.
Mmiesbach, 25. Juni. Totgestür zt. In
Bergwerk stürzte der verheiratete Bergmann
Reith in einen 21 Meter teefen Schacht und blieb
auf der Stelle tot.
Fischbachau, 25. Juni. Teure Viehpreise.
Der Besitzer des Grossandbichlerhofes
dahier kaufte zwei schöne Pferde in München um
16000 Mark und drei Kühe um 7300 Mark
aus hiesiger Umgebung.
Varrischzell, 25. Juni. 3b. in Jahre
noch dauert der Straßenbau zur s Landesgrente.
wenn nicht mehr Arbeiter wie bisher beschäftigt
werden. Die Wilobachverbauung in Aurach dagegen
gebht rasch vorwärts.
Bad Beichenhall, 25. Juni. Die Papiernot.
Der „Grenzbote“ teilt mit, daß.
menn die angemelbete Sendung bis Mitzwoch
nicht eintriffl, er das Erscheinen auf einte Tage
einstellen muß.
Colstnachrichien.
Rosenheim, 26.
ür dae Vaterland gefallen ist in-57
Granattreffer am 12. Juni Kanonier Ott
Teinfelder, ein Sohn des Herrn Oekonmierates
Leinfelder in Oberaudorf. Der Held, der im
Alter von 20 Jahren sein junges Leben für
das Vaterland verbluten mußte, war Schüler
des hiesigen Oymnasiums. Seine Brust somüdte
das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Er ruhe in
Frieden!
Beförderung und Augzeichnung.
Der Obergefreite Josef Hossmam, Sahn de5
Viehhändlers Alois Hoffmann aus Neudorf,
seit Kriegsbeginn im Felde stehend, wurde für
lapseres Verhalten am Kemmelberg zum Unterofsizier
und kur: darauf zum Sergeanten befördert.
Das Eiserne Kreuz 2. Klasse, sowie
das Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Krone
und Schwertern wurde ihm schon früher verliehen.
Elückliche Heimkehr!
Wohltätigkeitskonzert der Felokapelle
bes 22. Juf. Rgts. Zugunsten der
Hinterbliedenenfürsorge ihres Regiments spielte
estern die Felokapelle des Zweibrückener Inanterie-Regiments
im Deutschen Kaiser. Die
Wohltätigkeitsveranstaltung am Samskag vorher
dürfte den Besuch etwas beeinträchtigt haben.
Man hatie es mit einer auf der vollen
Juni.