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lichen Wohlwollens auszutauschen, sie würde immer ihre politische
Tragweite haben, da schon die Stimmung mächtiger Herrscher und
deren persönliches Verhältniß zu einander in staatlichen Angelegenheiten
von Einfluß ist. Die Thatsachen lassen aber diese Auffassung
nicht zu, da aus den übereinstimmenden officiösen Mittheilungen
hervorgeht, daß der Kaiser Napoleon dem Prinz-Regenten
und den ihm zur Seite stehenden deutschen Fürsten Versicherungen
seiner friedlichen und freundschaftlichen Gesinnungen
gegen Deutschland gegeben und gleiche Versicherungen von der
anderen Seite entgegengenommen hat, und da mit Recht anzunehmen
ist, daß wenigstens zur Begründung dieser Erklärungen
zwischen beiden großen Herrschern politische Besprechungen stattgefunden
haben. Worauf sich diese erstreckt, in wie weit sich dabei
Differenz-Punkte ergeben oder Uebereinstimmung herausgestellt,
kann beim Mangel jeder Mittheilung nur Sache der Vermuthung
sein. In dieser ergehen sich denn auch die Presse und die verschiedenen
politischen Parteien.
Die antiliberalen und österreichischen Organe der Presse,
über die Zusammenkunft überhaupt verstimmt, suchen nachzuweisen,
daß die Freundschaftsversicherungen eine leere Förmlichkeit gewesen,
um Deutschland sicher zu machen und den in ihm erwachten
Patriotismus einzuschläfern; es sei wahrscheinlich, daß Napoleon
dem Prinz-Regenten Sympathien zur Begründung Klein-Deutschlands
zu erkennen gegeben, aber gewiß nur gegen den Preis von
Forderungen und Anerkennungen, die unerfüllbar seien. Dabei
deutet man wiederholt auf die Abtretung der Rheinprovinzen an
Frankreich hin, auf die Anerkennung der die Lombardei, Nizza
und Piemont betreffenden Abtretungsverträge und hält außerdem
das Verlangen für gestellt, daß sich Preußen in der italienischen
Frage und in der entstehenden orientalischen Krisis neutral verhalte.
Warum sei denn Oesterreich zur Conferenz nicht eingeladen?
Wie sei die jüngste Sprache der französischen Presse über Preußen,
und Edmund About's Brochüre „La Prusse en 4360“ welche