Handel der Kolonlen mit England. 85
den Mark zu verzelchnen. An diesem Außenhandel war Deutschland nur
mit rund 900 Millionen Mark beteiligt. Von dem Gesamtaußenhandel
jener Kolonien waren 6,7 Milliarden Einfuhr, 7,8 Milliarden Auefuhr.
Von der Einfuhr kamen noch kaum 350 Millionen aus Deutschland, von
der Ausfuhr gingen dorthin 570 Millionen.
Deutschland spielte im Außenhandel der britischen Kolonien verhältniemäßig
eine viel geringere Rolle als im Außenhandel der nichtbritischen
Länder. Aber auch dieser bescheidene Anteil ist den Engländern
noch viel zu groß, und sie suchen nunmehr den deutschen Handel
aue den britischen Kolonien völlig zu verdrängen.
Ein kurzer statistischer UÜberblick über Deutschlande Bedeutung
für die Auefuhr der einzelnen englischen Kolonien ergibt das
folgende Bild:
In der Ausfuhr Britisch-Zndiens finden wir folgende Rangordnung:
I. Großbritanien 387
2. Deutschldddyynyn 15 054
—— ——7I .... 11 153
4. Verelnigte Staaten 10 393
Für Südafrika war die Reihenfolge diese:
I. Großbritansdgen 48871
2. Heutschlunddddooygg 1740
3. Vereinlgte Staaten. .. . . .. 630
4. Belgen 629
Deutschland tommt dabei, wie hier eingeschaltet sei, natürlich nicht
nur als direkter Kunde der britischen Kolonien in Betracht, sondern auch
ale Käufer in England verarbeiteter Kolonialprodukte und auch als Abnehmer
eines erheblichen Zwischenhandels. — Zn der Ausfuhr Kanadas
rangierten an der Spitze (in Tausend Dollar):
1. Großbritannent 151 853
2. Vereinigte Staaootteoeonn 120 535
3. De#utschlnd 3815
4. Belglen 3732
Australiens Ausfuhr ging nach folgenden Hauptrichtungen (in
Tausend Pfund Sterling):
1. Großbritannen 35 310
2. Frankreieeeeee,,“ 8180
3. Deutschlannd 6642
4. Belgien 6 112
Die deutsche Einfuhrstatistik gibt uns über die wichtigeren britischen
Kolonlen für 1912 folgende Aufschlüsse (in Millionen Mark):