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Ez wär ie” güter vröuwen site,
swer !" ritterliche vüge!! träge,
den grüget '? lieplich älle täge:
sö völget ü® vrou Sälde '3 mite. !!
Von dem allmähligen Zerfall der sprachlichen Zerfall der
Form gegen Ende des Mittelalters bleibt auch die
äussere Gestaltung der Dichtungen nicht unberührt.
Man hielt zwar an den überlieferten Kunstformen
fest, aber man gebrauchte weniger Sorg-.falt
bei ihrer Anwendung. Man konnte infolge der
Veränderung der Aussprache das Versschema der
klassischen Zeit nicht mehr richtig verwenden, und
geschah dies doch, so ergab sich dadurch oft ein
Widerstreit zwischen Wortton und Verstakt, wie z.
B. in folgenden Versen aus dem jüngeren Hildebrandslied
(15. Jhd.):
Do nün der ält Hilprände (st. Hildebrande)
durch den rösen gärten ausreit (ausritt)
ind (= in die) märk des Perners lände,
kom Er in grös arbeit:
wol vön dem jüngen mit gewälde
do würd er Angeränt:
„nun säg du mir, du älder,
was süchst in disem lant?“
Wir ersehen aus dieser Probe deutlich, wie
Wollen und Können bei dem Dichter in Widerstreit
geraten; neben ganz regelmässig gebauten Versen
finden wir andere, die nach altertümlicher Weise
zweisilbigen Auftakt oder gar dreisilbige Senkung
haben; ausreit und arbeit sind dem Verstakt zu-®
immer. 19 wer immer. !1 Fug = Benehmen. !? grüsset.
unstmässigen
Metrik.