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3. Capitel.
Von den Magistraten.
J.
Formation derselben.
§. 46. Der Magistrar ist der Vor,
steher der Gemeinde, und zugleich der
Beamte für die Verwaltung ihrer gemeinschaftlichen
Angelegenheiten und ihres
Vermögens.
G. a7. Derselbe soll bestehen:
1) in den Staͤdten der ersten Classe:
(G. 9.)
a) aus zwey Buͤrgermeistern;
b) aus zwey bis vier Rechtskundigen Räthen;
c) aus einem (technischen Bau-Rathe,
wo das Bauwesen von Bedeutung
ist;
d) aus zehn bis zwoͤlf Buͤrgern, vorzuͤglich
von der Gewerbtreibenden Classe;
Die Verwaltung des Stadt-Vermoͤgens
wird vom Magistrate einem Rechtskundigen
Rathe und einem Rathe aus der Zahl der
Bürger übertragen: — in gleicher Art geschiehe
die Uebertragung der Administration
des Local, Stiftungs-Vermögens; es können
jedoch die einzelnen größeren Stiftungen auch
unter mehrere Räthe vertheilt werden; —
2) in den Städten der zweyten Classe:
(H. 9.)
s) aus einem Bürgermeister;
b) aus einem oder zwey Rechtskundigen
Rächen;
) aus einem Stadtschreiber;
d) aus acht bis zehn Bürgern; —
3) in den Städten und Märkten der drit
ten Classe:
a) aus einem Bürgermeister;
b) aus einem Stadt= oder Marktschreiber;
P)aus sechs bis acht Bürgern. —
Die Verwaltung des Communal, so wie
die des Stiftungs, Vermögens wird in den
Srtddten und Märkten der zweyten und dritten
Classe entweder einem oder mehreren
Gliedern des Magistrates, wie bep den
Städten der ersten Classe übertragen.
4) Das erforderliche Canzley: Personal
besteht:
in den Städten erster Classe, nach
Verhältniß der Bevölkerung:
1) aus einem oder zweyen Secretairen,
dann
2) aus der erforderlichen Zahl von Schreibern,
Magistcatsdienern und Boten.
In den Städten und Märkten der zweyten
und dritten Classe werden die Canzley:=
Geschäftee von den Stadt= und Markeschreibern,
mit Beygebung des nöthigen
Schreiber= Personals, der erforderlichen
Diener und Boten, besorgt.
5) Bey einem großen Stadt= Vermägen
kann auch ein eigner Stadt Kämmerer,