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Leichenöffnungen, die gesammte Geburtshilfe, die Krankenpflege,
und die Anleitung zur augenblicklichen Hilfe in Nothfällen bei
Krankheiten bis zur Herbeirufung eines Arztes.
Er wird in einem Lehrcurse von vier Semestern unentgeltlich
ertheilt, nach näherer Bestimmung der Schulordnung,
welche auch die Vorschriften über die Prüfungen und die Schuldisciplin
enthält.
V.
Schüler, welche die lateinischen Schulen mit Erfolg be—
suchten, und an der Anstalt bei den Semestralprüfungen in je—
dem Semester in der Anatomie, Chirurgie und Geburtshilfe die
erste, und in den übrigen Lehrgegenständen wenigstens die zweite
Note erhalten haben, können zur Fortsetzung des Studiums
der Chirurgie an den Universitäten und nach einem, während
zweier Semester mit Erfolg fortgesetzten Studium aller chirurgischen
Gegenstände, zur Erlangung des chirurgischen Magister-Grades
zugelassen werden.
VI.
Die Befugnisse und Verpflichtungen der Bader und Magister
der Chirurgie werden in besondern Instruktionen festgesetzt,
die öffentlich bekannt gemacht werden sollen.
VII.
Die stets nur unter der Voraussetzung gleichzeitiger Verleihung
einer Barbiers-Concession zulässige Anstellung von Badern
und Magistern geht nach erholter Erinnerung des Gerichtsarztes
von der Distrikts-Polizeibehörde aus, und unterliegt
der jedesmaligen Bestätigung der einschlägigen Kreis-Regierung,
Kammer des Innern.
VIII.
Die Ertheilung von Barbiers-Concessionen selbst ist fortan
durch den Nachweis der Approbation an einer Schule für Bader
bedingt, und Ausnahmen von diesem Erfordernisse des
Fähigkeitsbeweises können nur in provisorischer Weise, und auch
in dieser Art nur dann stattfinden, wenn auf vorgängige amtliche
Bekanntmachung binnen sechs Monaten kein approbirter
Bader sich um die zu verleihende Barbiersconcession gemeldet hat.
IX.
Die Verordnung vom 25. Januar 1823, die Anstalten zur
Bildung von Chirurgen betreffend (Reg-.Bl. 1823, S. 107—112),