150 Die Gemeindebesteuerung im Großherzogtum Baden.
Vermögensder
der Städteordnung unterstehenden 7 größeren Städte
Vermögen.
Darunter
Städte. Landwirtschaftl Gewerbli#
che
genn Arsur Echit Unternehmungen
#uschlag rundgefälle u. Auschl
378
Mt. N. Mt. R
J. 2. 3. 4.
Mannheim . . .1124 901 249 73769 538 37243144
Karlsruhe 86 145 984 29 477 686 49 338 875
eibutg.68534 5201 24 422 400 20 340 671
eidelberrrgre29374224 8 205 594 5 421 731 10 175 000
forzheim. . 41 153 726 8 086 046 4 951 082 23 229 967
onstagz 16 114 702 3249 280 4361 972 6 214 993
Baden 17 819 289 2 574 407 7266 874 4 600 000
ähnlicher Weise gestalten sich diese Ausgabetitel auch in den übrigen
größeren Städten Karlsruhe, Pforzheim, Heidelberg und Konstanz
In der vorstehenden Übersicht (S. 148/149) geben wir eine allgemeine
Darstellung des Vermögens= und Schuldenstandes sowie der
laufenden Einnahmen und Ausgaben der 10 größeren Städte
des Landes für das Jahr 1905.
Bei Betrachtung der Vermögens= und Schuldenziffern der einzelnen
Städte fällt besonders auf, daß Karlsruhe, Freiburg, Heidelberg und
Bruchsal nach dem für die Vermögensaufstellung vorgeschriebenen amtlichen
Schema gar kein Reinvermögen haben. Um über diese für jeden Haushalt
unerfreuliche Tatsache Aufklärung zu geben, wird in den 7 größeren
Städten der Vermögensstand nach dem jeweiligen Verkehrswert aufgestellt,
wie dies in der obigen Darstellung (S. 150/151) veranschaulicht wird.
Danach verfügen die 7 größten Gemeinden über ein Reinvermögen
von zusammen zirka 190 Millionen, während sich dasselbe nach der amtlichen
Vermögensschätzung auf nicht ganz 5 Millionen beziffert. Die
Differenz zwischen beiden Schätzungen beträgt also rund 184 Millionen
(gegenüber 120,5 Millionen im Jahre 1901) und wird hauptsächlich herbeigeführt
durch die ganz ungleiche Bewertung der Gebäude und Liegenschaften.
Eine beträchtliche Höhe nimmt durchgehends der Aufwand für
die Schuldenverzinsung ein, der sich z. B. für Mannheim auf
2104 035 Mk. beläuft, während er für die kleine Stadt Bruchsal (zirka