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übel bestandene Schonungen gehörig vervollständigt, zu ihrer Einhegung
Birken und Dornen angepflanzt werden. Zur Holzersparnis
wurde auf die Ersetzung der Zäune durch lebendige Hecken und
auf die Anlage von Torfstichen hingewiesen. Ebenso war die Jagd
nur wenig ergiebig, weil namentlich die noch zahlreich vorhandenen
Wölfe dem Aufkommen des Wildstandes hinderlich waren. Die
Jagdpochtgelder warfen daher nicht viel mehr als 3000 Thlr.
zur Domänenkasse ab.
Unmittelbar nach der Okkupation wurde auch im Netzedistrikt
die sogenannte Salzkonskription der übrigen Provinzen, d.
h. die Verpflichtung eines jeden Untertanen zur Abnahme einer
bestimmten Quantität Salz, eingeführt. Später wurde jedoch diese
odiöse Einrichtung wieder aufgehoben und dafür Salzfaktoreien
eingeführt, und zwar zwischen der Brahe und Netze für Coctursalz,
hinter diesen Flüssen aber für Seesalz; Bromberg mußte ausnahmsweise
Seesalz nehmen.
Von industriellen Anlagen konnte in einem Lande,
das keine Metalle und Kohlen in seinem Schooße barg, keine Rede
sein. Nur zu Inowrazlaw wurde eine unbedeutende Salpetersiederei
errichtet und dem Hauptbergerwerks= und Hüttendepartement des
Generaldirektoriums unterstellt. Eine zu Bromberg angelegte königliche
Niederlage versah die Provinz mit Eisen und Kupfer und
setzte jährlich für etwa 60 000 Thlr. ab; auch der Kalkdebit stand
derselben zu, ohne daß jedoch dieser regal gewesen wäre, da jeder
auf seinem Gute nach Belieben Kalk brennen konnte.
Auch der Stempel gelangte alsbald zur Einführung und
ergab bei der Prozeßsucht der polnischen Bevölkerung und dem
stets vielfachen Besitzwechsel, namentlich der großen adeligen Hüter,
einen ansehnlichen Ertrag.
Eine bedeutsame Erweiterung und Verbesserung erfuhr namentlich
auch das Postwesen. Die sehr wohltätige Anstalt kannte
man in Westpreußen kaum z1) denn es gab nur zwei Verbindungen
) „Der Verkehr in der dortigen Gegend lag so darnieder, daß bei der Besitznahme
Brombergs in der dortigen Postkasse nicht der geringste Bestand vorhanden
letzten Jahren nicht einmal so viel eingenommen worden, daß das Gehalt des
Postmeisters (50 Thlr. von der Bromberger und 104 Thlr. von der Thorner Station)
hatte gedeckt werden können, und es war daher schon über drei Jahre nichts
an das polnische Kronpostamt abgeliefert worden“. Meisner. S. 270.