Full text: Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1817. (8)

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als eine Einheit, für den Subaltern-Offizier das Drolfache, und für den Kapi- 
tain das Vierfache derselben in Ansatz gebrachr, und nach diesen Verhällnissen dis 
Vertheilung der Einquartierung auf die einzelnen Orrschaften des Etappenbezirks 
durch die Grotzherzogliche Etappenbehörde vorgenommen. Dem betreffenden Ké- 
niglich-Preußischen Etappeninspekteur steht in solchen gemeinschaftlichen Rayons 
die Einsicht der Erappenbücher zu, um sich hieraus zu überzeugen, daß die Ver- 
theilung der Einquartierung durchgehends nach den Grundsätzen dieser Konven- 
tion geschehen sen, und sich im Zeitraume von drei Mo #aten die Kast auf ssmmt- 
lichen Gemeinden des Etappenbezirks thunlichst verkheilet habe. 
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. 2. 
Da man Königlich-Preußischer Seits gewünscht hat, zur Erleicht 
der Sradt Mainz einen Theil der dortigen Königlichen Garmson auf so lange na 
Weslar zu verlegen, bis der Kasernenban zu Mainz so weit vorgerückt 7r um 
den Königlich-Preutzisen Antheil an der Besatzung vollständig aufnehmen zu 
können; so Haben Seine Konigliche Hoheit# der Großherzog von Hessen zu dieser 
Absicht gern die Hand geboren, und bewilligen bis zur Beendigung des Kasernen- 
baues, daß die Königlichen. Trunpen der Garnison von Mainz, welche von da 
nach Wetzlar und von dort wieder zurückmarschiren, ihre Nachrlager in Friedbe 
nehmen. Auch gestatten Seine Lon iche Hoheir,eben dieses Nachrlager zu Fried- 
berg für diejenigen zur Garnison von Mamnz gehörigen Königlichen Truppen, welche 
über Höchst und Grünberg nach den rückwüärts liegenden Königlichen Landen, oder 
von dort nach Mainz marschiren, mit der Bemerkung, daß diese Bewilligung auf 
andere zur Garnison von Mainz nicht gehbrige Königlich-Prenßsische Truppen 
keine Anwendung findet. Fur dieses Nachktlager treten alle jene Bedingungen und 
Vergütungspreise ein, welche diese Konvention für die auf den beiden Milikair= 
straßen marschtrenden Königlich-Preußischen Truppen festgesetzt. Es wird übri- 
gens zur Unterstützung der Stadt Friedberg derselben ein Rayon beigegeben, der 
ans den Ortschaften Ober= und Niederwöllstadt, Ockstadt, Ober= und Nieder- 
mörle, Fauerbach und Bruchenbrücken bestcht. Die Entfernung von Höchst nach 
Friedberg wird hierbei zu 4 Meilen, jene von Friedberg nach Grünberg zu 4 Mei- 
len, und jene von Friedberg nach Wegzlar zu 41 Meile angenommen. 
3. 
Die Königlich-Preußischen Truppen sind gehalten, auf keinen andern als 
den bezeichneten Etappenstraßen zu marschiren, und nur die benannten Orte als 
Etappenorte zu betrachten. Kleinere dagegen handelude Detaschements und ein- 
zeln marschirende Milirairpersonen werden von den Landesbchörden an die zunächst 
gelegene Preußische Milikairbehörde abgeliefert. Graßere Korps, welche nicht 
angrhalten werden können, werden der Preußischen Liquidationsbehörde angezeiqk, 
welche die an dieselbe geschehene Leistungen all.r Ark nicht in den Preisen dieser 
Konvention, sondern in den von den Boamten arttestirken kostenden Preisen, so mie 
allen durch den Marsch entstandenen Schaden, nach der unter Zuziehung der Koͤ- 
niglich-Preukischen Etappeninspekreurs vorzunehmenden pflicht#maßigen Taxation 
Dreier Taratoren, bezahlen wird. 
§. 3. 
Die Königl. Preußischen Truppen, mit Ansnahme von kleinen Detasche- 
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