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bündnis loszukommen Droysen York 1, 291; auch mit
Gen.: so komm ich doch der quaal auf einmal los
Gellert Fab. 2, 38; auf ein Ziel zukommen: der wagen
kam auf unser haus los. — -lassen, frei lassen, gelangene
(Jes. 45, 13), einen hund von der kette; jetzt
lasz mich los, ich komme bald zurück Goethe Faust 1;
in des schreckens wahn lasz ich los der korallen umklammerten
zweig Schiller Taucher; in besonderen
Formeln: der sol sie frei los lassen 2. Mos. 21, 26;
(sie) liesze nicht eher mich ledig und los Bürger
Untreue üb. Alles. — -legen, frei legen; in gewöhnlicher
Rede von dem Beginne einer Thätigkeit: er legte
mit seiner rede los. — -Iösen, verstärktes 1ösen: indem
er ein stuckchen stein vom gipfel loslöste Goethe
Wanderj. 1, 3; wenn man sich von einem orte loslösen
soll DuW. 11. — -machen, frei machen, lösen, einen,
etwas, sich; mache dich los aus dem staube, mache
dich los von den banden Jes. 52, 2; — auf ein Ziel
zu machen, beginnen, in gewöhnlicher Rede: nun mache
einmal los! — -platzen, plötzlich herausfahren mit
der Sprache, mit Lachen u. ä. — nreiszen, reißend
trennen; intranf.: der strick reiszt los, der hund reiszt
los Stieler; Ferdinand (von ihr losreiszend) Schiller
Kab. 2, 3; trans. oder refl.: die schlösser los reiszen
Steinbachz er reiszt sich aus den väterlichen hallen,
aus lieben armen los Schiller dem Erbprinzen von
Weimar; auch die protestanten rissen sich nur lang.
sam und widerstrebend von der einheit der kirche los
RNanke Pädpste 1, 149. — -rennen, rennend lösen:
mit einem klotze eine planke von der brücke los
rennen; beginnen zu rennen: die pferde rennen los
Goethe ital. Reise III; auf ein Ziel zu rennen: (als
ich) auf die thür losrennen wollte Eichendorff Taugen.
82; gegen jeden feind loszurennen Freytag Soll
1, 144. — -ringen, ringend lösen: doch hat der furst
sich losgerungen Droste 201. — sagen, durch Sagen
lösen, frei sprechen; von Schuld, Verdacht: die göttin
los zu sagen, dasz sie es nicht gemeint Wieland
Diana u. Endym. 415; refl., durch Erklärung trennen:
du hast dich losgesagt vom menschenherzen, und so
sag ich mich los von meiner pflicht Körner Toni
2, 4. — SSchieszen, schießend lösen, einen schusz,
begrifftauschend ein gewehr; einen bogen losschiszen
Steinbach; in gewöhnlicher halb scherzender Rede eine
rede, einen vortrag, auch mit einer rede, einem vortrag
losschieszen; schiesz los, wenn du ctwas zu sagen
hast!; sich plötzlich in Bewegung setzen: die ungeheuer
schieszen los auf uns Schiller 10, 164. — schlagen,
durch Schlagen lösen: ein schlosz los schlagen Steinbach;
von Waren, die auf der Versteigerung gekauft
werden, unter dem Schlage eines Hammers (ogl. zuschlag):
seine vorräte losschlagen; übertragen auch auf
Verkauf aus freier Hand: der täuscher, hoch vergnugt,
die waare loszuschlagen Schiller Pegas. im Joche; anheben
zu schlagen: die truppen waren nicht mehr zu
zügeln, sie wollten losschlagen; auf ein Ziel hin
schlagen: der vater schlug auf das kind los; mit unbestimmtem
Ziel: er schlug drauf los. —-schnallen,
die Schnallen lösen. — -schneiden, schneidend befreien
oder trennen. — -ÖSpannen, eine Spannung
lösen: der schlummer spannt die muden glieder los
Schiller Zerst. v. Troja 13. — -Sprechen, frei
sprechen von Schuld, Strafe, Verpflichtung, auch von
der Lehrzeit: dich völlig los zu sprechen von jeder
andern forderung Wieland Ob. 5, 62; den schuldigen
des mordes los zu sprechen Schiller M. Stuart 1, 4;
auf ein Ziel hin sprechen: er sprach auf ihn los; unbestimmt:
immer Grauf los sprechen. — -Ösprengen,
durch Sprengen lösen, cinen stein vom felsen, aus dem
felsen; auf ein Ziel hin sprengen: rasch auf den drachen
spreng ichs (das Roß) los Schiller Kampf mit d. Dr.
141; vom Reiter selbst: er sprengte auf die feinde
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los. — pringen, springend sich lösen: ein knopf
springt vom kleide los; anfangen zu springen, aufspringen:
Fiesko springt los Schiller Fiesko 4, 14;
auf ein Ziel hin springen: der hund sprang auf den
mann los. — -trennen, abtrennen, knöpfe vom kleide;
sich von seiner heimat; von den dingen, drin du
webtest, siehst du dich plötzlich losgetrennt Geibel
2, 68. — wickeln, Gewickeltes lösen: garn von der
winde, einen aus schlechten verhältnissen. —- winden,
windend lösen, ein seil vom pfahl; refl.: er .. vand
aus ihrem arm sich los Wieland Geron 467; da
wanden blumlein wonnesam sich aus den knospen los
Uhland 196; übertragen: sich von einem loswinden,
sich seiner Gesellschaft entziehen: (er) macht es ihr so
schwer, mit guter art sich von ihm los zu winden
Wieland Perv. 3, 250. — zählen, frei sprechen:
auch Elisinde wird nunmehro losgezählt Cronegk
2, 243; mit Gen.: da zchlete er auch die andern ihrer
missethaten los pers. Baumgarten 2, 15; mit von: von
jeder pflicht, die mich an Gricchen band, erklär ich
mich auf ewig losgezählet Schiller Zerst. v. Troja 27.
— -iehen, ziehend lösen, eine schnur; zu ziehen beginnen:
laszt uns jetzt los ziehen; auf ein Ziel hin
ziehen: wir 20gen auf die stadt los; übertragen, scheltend
auf einen losziehen: er zog über seinen widersacher
los; wie unziemlich der zunftmeister und der priester
wider ihn loszögen Wieland Abd. 4, 6.
Lösbar, was zu lösen ist: der 2zollverein.. war
einc lösbarc schöpfung Bismarck Reden 10, 82; ein
leicht lösbares rätsel. — löschbar, zu löschen: das feuer
ist nicht mehr löschbar. — löschen, 1) aufhören zu
brennen oder zu leuchten; ein nur dem hoch= und niederdeutschen
Sprachgebiete eigenes Wort, ahd. altsächs. leskan,
mhd. leschen, mud. lesken, dunkler Herkunft; die uhd.
Schreibung löschen für das richtige leschen kommt im
17. Ih. empor (schon von Schottel erwähnt), wird
aber erst im 18. Ih. seit Gottsched allgemein durchgeführt;
die alten Präsensformen der 2. und 3. Sing.
du lischest, er lischt sind bis heute geblieben, soweit
das Wort nicht in die schwache Conj. übergetreten ist,
vgl. nachher, auch unter auslöschen und erlöschen; das
Prät. lautete alt lasch, seit 17. Ih. durchaus losch,
Part. geloschen, daneben hat sich, in Vermischung mit
den Formen des unter 2 aufgeführten löschen das Prät.
löschte, Part. gelöscht ergeben. löschen, gegen aus-Jöschen,
erlöschen und verlöschen selten und besonders
in dichterischer Spr. gebraucht, steht von Allem was
breunt, leuchtet, glänzt, cigentlich: es löschen alle sterne
Wieland Ob. 7, 17; die lampc losch Goethe Gutmann
und Gutweib; es löscht das licht der sterne
Schiller Hero; auch von der Farbe: die farbe losch
Platen Gas. 38; bildlich: es lischt in ihm des lebens
kurzer tacht Haller 78; bald lischt der glanz im
blut Grillparzer 4, 227; dasz der liebe jugendlicht
lischt in kurzen tagen Rückert Liebesfr. 5, 18. 2) Bewirkungswort
zu dem vorigen, weiteres Brennen oder
Leuchten verhindern, sich in die Bed. des bloßen Tilgens
verlierend; ahd. leskan mit dem Prät. laskta, mhd.
leschen, Prät. laschte, später leschte; die Schreibung
löschen beginnt hier oberdeutsch schon im 15. Ih. und
zieht langsam die gleiche des starken Verbums nach sich,
wie auch schwache Vergangenheitsformen dort eindringen,
vgl. unter auslöschen. Anwendung in Bezug auf Feuer,
Flammen, Funken, Licht: wic das wasser ein brennend
fe#lescht Sir. 3, 33; lösche diese lampe Goethe
Egm. 5; ohne Obj., eine Feuersbrunst meinend: das
Wasser vergas scine kraft zu leschen Weish. Sal. 19, 19;
löschen wollt ich, patschte zu Goethe stirbt der Fuchs,
so gilt der Balg; in Bildern: (der) 16scht . die guldne
freudenkerze mit sciner eignen hand PGerhard 96;
dem löscht kein element das lebenslicht Wieland
Ob. 7, 34; die rollenden jabre löschen der flatternden
lösbar — löschen.