Volltext : Gesetzsammlung für das Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt. Neunundsechzigster Jahrgang. 1908. (69)

1908  *

An  nnübersichtlichen  Stellen  (&  5  Absatz  3)  sowie  überall,  wo  die  Fahrbahn
durch  Fuhrwerke,  Kraftsahrzeuge  usw.  verengt  ist,  ist  das  Uberholen  verboten.

8  10.

Bei  Benupung  der  Bankette  und  Jußwege  (K  12  Absah  1  und  2)  darf  der
Verkehr  der  Fußgänger  nicht  gestört  werden.  Das  Bankett  hat  der  Radfahrer  bei
Annäherung  an  Fußgänger  rechtzeitig  zu  verlassen:  sofern  dies  aber  nicht  möglich
ist,  hat  er  abzusteigen.

S  II.

Das  Umkkreisen  von  Fuhrwerken,  Menschen  und  DTieren  und  ähnliche  Bewegungen,
  welche  geeignet  sind,  Menschen  oder  Eigentum  zu  gefährden,  den  Verkehr
zu  stören  oder  Tiere  schen  zu  machen,  sind  verboten.

D.  Bie  Henutzung  öffentlicher  Wege  und  Plätze.
8  12.

Das  Radfahren  ist,  ansier  anf  den  für  Radsahrverkehr  eingerichteten  besonderen
Wegen  (Radfahrwegen),  nur  auf  den  für  Fuhrwerke  bestimmten  Wegen  und  Plätzen
gestattet.  Außerhalb  der  geschlossenen  Ortschaften  darf  das  Fahren  mit  Zweirädern
  auch  auf  den  neben  den  Fahrwegen  hinführenden,  nicht  erhöhten  Banketten
staltfinden.

Die  Wegepolizeibehörden  sind  befugt,  den  Radfahrverkehr  auf  Fußwegen  und
auf  Plätzen,  die  für  Fuhrwerke  nicht  bestimmt  sind,  zuzulassen.

Reiten,  Fahren,  Schieben  von  Handwagen  und  Handkarren  oder  Viehtreiben
auf  den  Radfahrwegen  (Absatz!  Saß  1)  ist  nicht  gestattet.

8  13.

Durch  allgemeine  orlspolizeiliche  Vorschriften  oder  durch  besondere,  für  einzelne
Fälle  getroffene  polizeiliche  Anordnungen  kann  auf  bestimmten  Wegen,  Plätzen  und
Brucken  oder  Teilen  derselben,  sowie  auf  Banketten  neben  den  Fahrwegen  das
Fahren  mit  Fahrrädern  oder  mit  bestimmten  Arten  von  Fahrrädern  verboten  oder
beschränkt,  sowie  auf  den  Radfahrwegen  (§  12  Absatz  1  Satz  1)  der  Fußgängerverkehr
  verboten  werden.

Allgemeine  Vorschriften  dieser  Art  sind  in  Gemäßheit  des  Gesebes  vom
6.  Dezember  1892,  betressend  die  Strasandrohung  der  Polizeibehörden  und  den