Inzident-Restitution im Gestltutionsrerfahren. 379
2.
Inzident-Restitution im Restlktutlonsrerfahren.
Ein Restitutionsgesuch, mit welchem nach rechtskräftig
entschiedener Sache neu aufgesundene Beweismittel
geltend gemacht werden wollten, war nach
eingeholter Erinnerung des Gegentheiles in zwei Instanzen
als unerheblich zurückgewiesen worden. Hiegegen
wurde revidirt, und mit dieser Revision zugleich
ein weiteres Restitutionsgesuch verbunden,
in welchem noch mehrere neue Beweismittel benannt
wurden, die erst nach dem Erkenatnisse der zweiten
Instanz, und zwar innerhalb 14 Tagen vor Einreichung
der Revisionsschrift entveckt worden sein sollten.
Dieses Inzidentrestitutionsgesuch wurde nicht
nach Maßgabe des Perarbeschlusses vom 14. Dezember
1813 (RB. v. J. 1811 Seite 35) behandelt,
sondern darüber, im Zusammenhange mit einem
abändernden Ausspruche in Betreff des in 2 Instanzen
algewiesenen Gesuches erkannt: daß das eben
erwähnte, bei der ersten Instanz eingereichte Gesuch
nicht abzuweisen sei, sondern das Gericht erster Instanz
nach abgenommenem Noveneide von Seite des
Impetranten, die in beiden Gesuchen benannten
Beweismittel zu erheben, und sodann unter Beurtheilung
des gesammten Beweisresultates sowohl i
Restitutionspunkte als auch in der Hauptsache weiter
zu erkennen habe, was Rechtens sei.
In den Gründen zu dieser Entscheidung ist
angeführt:
Das Inzidentrestitutionsgesuch wäre zwar nach
dem Plenarbeschlusse vom 14. Dezember 1843 nur
für den Fall zu würdigen, wenn nicht schon außer
ihm, auf dem Grunde der bisherigen Aktenlage nach
dem Antrage der Restitution suchenden Partei erkannt
werden kann, so daß zunächst das erste beim Un-