Metadata : Elsaß-Lothringen als Bundesstaat.

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elsässische  Pfarrer  Spieser?  Das  verdutzt  mich!  Ich  kann
mur  ihn  noch  so  viel  vorstellen,  jung  oder  alt,  so  kann  ich
mir  seinen  merkwürdigen  Geisteszustaud  doch  nicht  erklären.
Man  wird  doch  nicht  Psarrer  wie  man  Stallknecht  wird.
Dieser  Beruf  eisordert  doch  vorherige  Studien,  einste,  um.
fassende,  das  Studium  mehrerer  Sprachen:  Latein,  Griechisch,
Deutsch,  Französisch,  zum  wenigsten.  Herr  Spieser,  der
doch  ohne  Zweifel  auf  eine  gewisse  geistige  Höhe  Anspruch
macht,  muß  doch  wissen,  daß  er  sie  vor  allem  den  Sprachen
verdankt,  die  er  studiert  hat,  den  literarischen  Arbeiten,  den
sprachlichen  Ubungen,  zu  denen  er  gezwungen  war  auf  den
Bänken  des  Gymnasiums  und  der  Universität.  Wozu  nun
Audern  den  Gebrauch  der  Mittel  vorenthalten,  die  bei  ihm
angeschlagen  haben?

Hen  Spieser  ist  zum  Einrahmen,  wie  der  „Express"
richtig  gesagt  hat.  Wir  würden  auch  gern  Person  und
Rahmen  in  irgend  einem  Merlwürdigkeitsmuseum  aufhängen,
damit  dieses  erstaunliche  Bild  von  künftigen  Geschlechternn
belrachtet  werden  kann,  ohne  uns  weiler  darum  zu  kümmern.
Er  und  seines  Gleichen  nehmen  nie  Vernunst  an.  Mögen
sie  sich  in  ihrem  unbewußten  Schowinismus  einsalzen.

Wenn  er  alt  genug  ist,  um  unter  französischer  Herrschast
  gelebt  zu  haben,  veistehe  ich  ihn  noch  weniger.  Denn
dann  hat  er  diese  herrliche  Sprache,  die  das  Französische
ist,  gesprochen  und  sprechen  gehört  und  sein  Gedächtnis  hätte
ihm  süße  Erinnerungen  zurücklassen  und  ihm  nahe  legen
sollen,  für  die  Erhaltung  einer  Sprache  einzutreten,  die  ihm
aus  sehr  vielen  Gründen  teuer  gewesen  sein  muß.  Harmonie
ihrer  Frase  sich  bin  so  boshaft,  das  griechische  Fremdwort
unübersetzt  zu  lassen),  Anmut  ihrer  Laute,  Leichtigkeit  ihres
Gebrauchs  in  der  Unterhaltung,  Wert  der  Meisterwerke,
die  sie  hervorgebracht  hat.“

Nachdem  er  mich  in  dieser  Weise  glücklich  abgetan  hat,
tischt  er  seinen  Lesern  die  leider  auch  in  Altdeutschland  noch
stark  verbreitete  Meshent  von  der  sormalen  Bildung  auf,
die  besonders  durch  Wersetung  von  einer  Sprache  in  die
andere  erreicht  werde.  Es  ist  das  genau  der  Standpunkt
des  Preußen  in  den  ausgelassenen  Stellen  des  nachsolgenden
Gesprächs  mit  einem  Elsässer.  Ich  habe  sie  dort  ansgelassen,
  weil  ich  über  den  Gegenstand  einen  eigenen  Abschnitt
  für  notwendig  hielt.  Würden  die  Elsässer  mit  diesem
Standpunkt  ernst  machen  und  ihre  Kinder  demgemäß  das
Französische  durch  „verstandübende"  Ubersetzungen  lernen
lassen,  meinetwegen  noch  so  viel,  daum  hätten  mich  sieben
Pferde  nicht  nach  Wiesbaden  gebracht.  Sie  ersparen  ihnen