Object: Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1822. (17)

t) die Aufsicht über die Amts= Kkrper- 
schaften und über die Verwaltung lhres 
Vermdgens, den Vorsst in der Amts- 
Versammlung, die Prüfung und Vor- 
legung der Amts= Corporations-Stats; 
dle Prüfung und Erledigung der Amts- 
pflege-Rechnongen; 
2) dle Verthetllung und Ausgleichung 
der Kriegs= Leistungen und anderer 
öffentlichen Lasten, in sofern sle den 
ganzen Oberamts -Bezirk betreffen; 
die Leltung der Amts-Vergleichung: 
h) die Rekrutlrung, Laudes-Bewoffnung 
und die Verbereltungs= Geschäfte der- 
selben; das Verfahren gegen die Unge- 
borsamen zdle Erledigung und Vorlegung 
der Helraths-Gesuche der Milltärpftich- 
tigen; 
i) die Sammlung, Redaktion und Vor- 
legung statistischer Notizen, Beohlke- 
rungs= Listen, Cultur„, Tabellen, und 
ähnllcher perlodischer Berichte; 
k) die Untersuchung, Bestrafung und 
respect. Verlegung der Uebertretun- 
gen der Flnanz-Gesetze; 
1) die Straßen-Polizel, in sofern es sich 
von der Anlegung und Erbaltung der 
Heerstraßen, Brücken und Flußbau-= 
ten handelt; 
m) Ein= und Auswanderung der Umter= 
thanen; 
n) die Sscherheits- und Gesundhelts- 
Polizei, in sofern sie sich auf allgemeine 
Aastalten des Oberamts-Bezirks be- 
zieht. 
F. 3#44 
Der Graf hat dle-Befugniß, selne Pell- 
zel= Behdrde mit Berlcht über dle dieser 
zugewlesenen Geschäfts. Gegenstände zu ver- 
nehmen, und darauf nech Maßgabe der 
Königl. Gesetze und Verordnungen Ent- 
schließungen zu ertheilen, bei deren Befol-= 
gung die gräflichen Diener für dasjenige, 
was von ihnen In ihrer amtlichen Elgen- 
schaft geschieht, persbnlich und den Gesetzen 
gemäß, verautwortlich blelben, woneben auch 
der Graf selbst für die Handlungen selner 
Beamten, glelch dem Fiskus, mit selnem 
Vermbgen zu haften hat. 
F. 35. 
Unter Beobachtung der in den vorflehen- 
den F. p. über die Dlenst-Verbältulsse des 
gräflichen Pollzei= Beamten getroffenen Be- 
stimmungen wird dem Grafen gestattet, dle 
lhm zustehende Polizel = Verwaltung mit 
seiner gutsherrlichen Renten-Verwaltang 
In einer Person zu vereinigen. 
In sofern der Graf von dieser ihm hlemit 
nachgelassenen Verbindung Gebrauch zu 
machen beabslchtigt, bleibt es ihm zwar un- 
benommen, dieselbe später wieder aufzuhe- 
ben, jedoch nie mit der Wirkung, daß da-
	        
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