Metadata : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1900. (77)

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1)  für  die  Gemeinden,  in  welchen  die  Anlegung  durch  den  wotheschriier  oder  einen

anderen  Gemeindebeamten  besorgt  wirnd  .drei  Pfennig,
2)  für  die  Gemeinden,  in  welchen  die  Anlegung  durch  den  in  der  Gemeinde  wohnenden
  Verwaltungsaktuar  besorgt  wird  vVveier  Pfennig,
3)  für  die  Gemeinden,  in  welchen  die  Anlegung  durch  den  auswärts  wohnenden
Verwaltungsaktuar  besorgt  wird..  ..  ..  sechs  Pfennig

von  jedem  in  das  Steuerbuch  eingetragenen  Gegenstand  der  Besteuerung,

Wenn  der  Rathsschreiber  oder  ein  sonstiger  mit  der  Anlegung  des  Steunerbuchs  beauftragter
  Gemeindebeamter  zugleich  der  Verwaltungsaktnar  der  Gemeinde  ist,  so  wird
nur  der  in  Ziff.  1  bestimmte  Satz  gewährt.

8.  2.

Hat  ein  Grundstück  oder  Gebäude  eine  mehrfache  Kultur-  oder  Benützungsart,  so
gelten  die  einzelnen  Theile  als  besondere  Steuergegenstände  im  Sinne  des  Art.  3  Abs.  2
des  Steuerbuchgesetzes  nur  dann,  wenn  für  sie  ein  eigenes  Steuerkapital  ausgemittelt
und  einzutragen  ist.

8.  3.

Neben  der  in  8.  1  bestimmten  Aversalentschädigung  wird  auf  Grund  besonderen
Nachweises  noch  Ersatz  der  hälftigen  Kosten  des  Einbands  der  Steuerbücher  aus  der
Staatskasse  geleistet.

8.  4.

Den  Verträgen  über  die  Belohnung  der  mit  der  Anlegung  der  Stenerbücher  beauftragten
  Beamten  und  Geschäftsmänner  ist  für  die  Regel  der  Eintrag  von  mindestens
100  Gegenständen  der  Besteuerung  einschließlich  der  Erledigung  etwaiger  Anstände  und
der  Liquidation  als  ein  Arbeitstag  zu  Grund  zu  legen.

Belohnungsverträge,  welche  dieser  Vorschrift  entsprechen,  bedürfen  nur  der  Genehmigung
  des  Oberamts,  alle  übrigen  dagegen  derjenigen  der  Kreisregierung.

Stuttgart,  den  20.  April  1900.
Pischek.  Zeyer.

Gedruckt  in  der  Hofbuchdruckerei  Chrr  Scheufele  in  Stuttgart.