Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1856. (47)

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(Xr.  4337.)  Statut  des  Hammer  Deichverbandes.  Vom  24.  Dezember  1856.

Wir  Friedrich  Wilhelm,  von  Gottes  Gnaden,  König  von
Preußen  rc.  2.

Nachdem  es  für  erforderlich  erachtet  worden  ist,  die  Grundbesitzer  der
Niederung  in  der  zur  Bürgermeisterei  Düsseldorf  gehörenden  Ortschaft  Hamm,
Behufs  der  gemeinsamen  Anlegung  und  Unterhaltung  eines  Deiches  gegen
die  Ueberschwemmungen  des  Rheins  zu  einem  Deichverbande  zu  vereinigen,
und  nachdem  die  gesetzlich  vorgeschriebene  Anhörung  der  Betheiligten  erfolgt
ist,  genehmigen  Wir  hierdurch  auf  Grund  des  Gesetzes  über  das  Deichwesen
vom  28.  Jannar  1848.  P.  11.  und  15.  (Gesetz-Sammlung  vom  Jahre  1848.
Seite  541.)  die  Bildung  eines  Deichverbandes  unter  der  Benennung:

„Hammer  Deichverband“,
und  ertheilen  demselben  nachsiehendes  Statut.

C.  1.

In  der  am  rechten  Rheinufer  in  der  Gemeinde  Hamm,  des  Krreises
Düsseldorf,  von  dem  Kommunalwege  in  der  Nähe  der  Kapelle  an  den  sogenannten
  Steinen  bis  zu  dem  Kommunalwege  auf  dem  sogenannten  Berge,  der
Schneidemühle  gegenüber  sich  erstreckenden  Niederung,  werden  die  Eigenthümer
  aller  eingedeichten  und  noch  einzudeichenden  Grundstücke,  welche  ohne  Verwallung
  bei  einem  Wasserstande  von  27  Fuß  am  Düsseldorfer  Pegel  der  Ueberschwemmung
  unterliegen  würden,  zu  einem  Deichverbande  vereinigt.

Der  Verband  hat  seinen  Gerichtsstand  bei  dem  Friedensgerichte  beziehungsweise
  Landgerichte  zu  Düsseldorf.  ·

F.  2.

Dem  Deichverbande  liegt  es  ob,  den  in  der  Strecke  von  der  Kapelle  an
den  Steinen  bis  zum  sogenannten  Domainen-Laubward  vorhandenen  Deich,
welcher  eine  wasserfreie  Höhe  von  284  Fuß  am  Dusseldorfer  Pegel,  eine  Kronenbreite
  von  8  Fuß,  wasserseitig  eine  dreifüßige  und  landseitig  eine  zweifüßige
Dossirung  hat,  in  diesen  Dimensionen  zu  unterhalten.

Sollten  die  Besitzer  der  im  nördlichen  Theile  der  Schau  befindlichen,
tiefer  liegenden  Grundstücke  im  Laufe  der  Zeit  sich  dahin  vereinigen,  an  dem
nördlichen  Ende  des  Schaugebietes  einen  Sommerdamm  auf  ihre  Kosten  zu
errichten,  so  wird  die  spätere  Unterhaltung  dieses  Dammes  von  sämmtlichen
Interessenten  des  Deichverbandes  gemeinschaftlich  nach  dem  Hauptkataster
erfolgen.

g.  3.

Der  Deichverband  ist  gehalten,  diejenigen  Hauptgraͤben  anzulegen  und
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