Volltext : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1860. (51)

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4)  von  dem  Grabauer  Teiche  bis  zur  Grafhorster  Schleuse  (Nr.  21.),  bei

zwei  und  einhalbfüsiger  Böschung,  zehn  Fuß

Sohlenbreite  erhalten  und  unter  Regulirung  der  Landesgrenze  auf  den  Strecken,
wo  der  Fluß  die  Grenze  zwischen  Preußen  und  Braunschweig  bildet,  in  der  auf
der  Karte  dargestellten  Rlchtung  begradigt  werden.

Artikel  2.

Um  den  Abfluß  der  Fluthen  in  der  Thalstrecke  zwischen  Büsiedt  resp.

Oebisfelde  und  dem  Grabauer  Teiche  zu  reguliren,  und  die  Ortschaften  Oebisfelde
  und  Kaltendorf,  sowie  die  Grundsiücke  auf  der  rechten  Seite  des  sogenannten
  Landgrabens  besser  als  bisher  gegen  die  Hochfluthen  zu  schützen,  sollen
folgende  Einrichtungen  gerroffen  werden:

a)  von  der  Ecke  des  Landgrabens,  amnder  großen  Kuhle,  ab  soll  eine  wasser-1



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freie  Verwallung  angelegt  werden,  welche  hart  an  der  sogenannten  Rothegraben-Brücke
  auf  dem  linken  Ufer  vorbeigeht,  die  Stadt  umziehr  und
unterhalb  derselben  bis  an  das  bünftig  gerade  zu  legende  nördliche  Unterwasser
  der  Kaltendorfer  Mühle  reicht;

um  der  Kaltendorfer  und  Jahnsmühle  das  Betriebswasser  zuzuführen,
wird  der  Mühlengraben  von  der  sogenannten  Kulkbrücke  (Nr.  10.)  ab
nach  der  sogenannten  Amtsbrücke  hin  mit  sechszehn  Fuß  Sohlenbreite
gerade  gelegt  und  in  der  Berwallung  mit  einer  Schleuse  von  achtzehn
Fu#ß#  lichter  Weite  versehen,  durch  welche  bei  einem  vollbordigen  oder  höheren
  Wassersiande  der  Aller  nicht  mehr  Wasser  gelassen  werden  soll,  als
die  Kaltendorfer  Mühle  durch  ihre  Betriebsgerinnen  ohne  Ueberstauung
des  Mahlziels  abführen  kann;

zum  Ersatze  für  die  hierdurch  dem  Hochwasser  verschlossenen  seitherigen
Fluthöffnungen  in  Oebisfelde  und  Kaltendorf  wird  in  dem  Steindamme
zwischen  der  Schäfer=  und  der  Kulkbrücke  eine  neue  Fluthbrücke  von  zehn
Fuß  lichter  Oeffnung  angelegt;

die  Schäferbrücke  wird  nach  dem  Plane  des  Kreisbaumeisters  Stelling
zu  Helmsiedt  vom  20.  November  1851.  umgebaur  und  dabei  auf  zweiundvierzig
  Fuß  lichter  Weite  gebracht;

die  Umfluth  für  die  Kaltendorfer  und  Jahnsmühle,  von  der  Schäferbrücke
abwärts  auf  der  zu  regulirenden  Landesgrenze  bis  zum  Grabauer  Teiche,
erhält  sechs  Fuß  Sohlenbreite  bei  zwei  und  einhalb  Fuß  Böschung  und
vier  Fuß  Normaltiefe;

wenn  der  Steindamm  zwischen  Büstedt  und  Oebisfelde  wasserfrei  erhöht
werden  sollte,  so  sind  die  Fluthbrücken-Oeffnungen  in  demselben  noch  um
weitere  zwanzig  Fuß  zu  vermehren.

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