Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1866. (57)

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(Nr.  6411.)  Privilegium  wegen  Ausgabe  auf  den  Inhaber  lautender  Obligationen  der
Stadt  Rheinbach  zum  Betrage  von  60,000  Thalern.  Vom  1.  August
1866.

Wir  Wilhelm,  von  Gottes  Gnaden  Koͤnig  von  Preußen  2c.

ertheilen,  nachdem  die  Stadtverordneten-Versammlung  zu  Rheinbach  darauf
angetragen  hat,  zur  Tilgung  des  Kaufpreises  angekaufter  Waldungen,  zur
Regulirung  der  städtischen  Schuldverhältnisse  und  zur  Bestreitung  der  Kosten
mehrerer  städtischer  gemeinnütziger  Einrichtungen,  ihr  zur  Aufnahme  eines  Darlehns
  von  60,000  Thalern,  geschrieben:  sechszig  tausend  Thalern,  gegen  Ausstellung
  auf  den  Inhaber  lautender  und  mit  Zinskupons  versehener  Obligationen
Unsere  landesherrliche  Genehmigung  zu  ertheilen  und  bei  diesem  Antrage  im
Interesse  der  Stadrgemeinde  sowohl  als  der  Gläubiger  sich  nichts  zu  erinnern
gefunden  hat,  in  Gemäßheit  des  §.  2.  des  Gesetzes  vom  17.  Juni  1833.  wegen
Ausstellung  von  Papieren,  welche  eine  Zahlungsverpflichtung  an  jeden  Inhaber
enthalten,  durch  gegenwärtiges  Prioilegium  Unsere  landesherrliche  Genehmigung
zur  Ausgabe  der  gedachten  Obligationen  unter  nachstehenden  Bedingungen.

g.  1.
Es  werden  ausgegeben:
200  Obligationen  à  50  Thaler  10,000  Thaler,
450  -  à  100  -  00  -

–
—
—
—
—

=

25  -  à  200  —
zusammen  60,000  Thaler.

Die  Obligationen  werden  mit  vier  und  einhalb  vom  Hundert  jährlich  verzinst
  und  die  Zinsen  jedes  Jahr  am  2.  Januar  und  1.  Juli  von  der  Stadtkasse
gegen  Rückgabe  der  ausgefertigten  Zinskupons  gezahlt.

g.  2.

Zur  Tilgung  der  Schuld  wird  vom  Jahre  1867.  ab  alljährlich  ein  und
einhalb  Prozent  von  dem  Kapitalbetrage  der  ausgegebenen  nebst  den  Zinsen  der
eingelösten  Obligationen  verwendet,  so  daß  in  längstens  31  Jahren  die  sämmtlichen
  Obligationen  eingelöst  sein  werden.

Der  Stadtgemeinde  bleibt  jedoch  vorbehalten,  den  Tilgungsfonds  zu  versihken
  und  dadurch  die  Abtragung  der  Schuld  zu  beschleunigen.

K.  3.

Den  Inhabern  der  Obligationen  steht  kein  Kändigungsrecht  gegen  die
Stadtgemeinde  zu.

(Nr.  6411.)  80“  F.  4.