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des päpstlichen Rom. Fortab half die päpstlich- römische
Hierarchie und Missionstätigkeit dem Frankenkönige die Germanen,
zunächst die Franken selbst und die Alemannen, unterwerfen.
Dafür stellte er seine Königsmacht dem römischen
Stuhle zur Verfügung. Daß der Papst 250 Jahre nach der Taufe
Chlodwigs, den Gregor von Tours bei dieser Gelegenheit einen
zweiten Konstantin nennt, die entarteten Merovinger fallen ließ
und Pippin von Heristal zur Krone verhalf, ist nur eine weitere
Evolution in der nämlichen Richtung gewesen.
Zur endgültigen Unterwerfung des engeren Deutschland
und zur Organisation der römisch-päpstlichen Hierarchie in rein
deutschen Landen bedurfte es im 8. Jahrhundert noch der Sendung
und eifrigen Betätigung des Angelsachsen Winfried, der,
nachdem er dem „heiligen Petrus‘‘ an seinem angeblichen Grabe
in der Peterskirche den Lehenseid geleistet hatte, keinen höheren
Ehrgeiz kannte, als mittels Aufrichtung der römisch-päpstlichen
Hierarchie die deutschen Christen dem römischen Stuhl zu
unterstellen, in die Botmäßigkeit des Papstes zu bringen. Was
er allerdings, wie er selbst bekennt, nur mit Hilfe des Ansehens
und der Macht des fränkischen Königs zuwege bringen konnte.
Hat doch Karl der Große noch volle 30 Jahre kämpfen, verpflanzen
und köpfen müssen, bis er die Sachsen zugleich seinem
Zepter und der römischen Papstkirche unterwarf! Nur seinem
Schwerte haben sich auch die Longobarden gefügt.
Derart sind das römische Papsttum und das fränkische
Reich seit den Tagen Chlodwigs unauflöslich miteinander verquickt
worden und immer wieder aufeinander angewiesen geblieben.
Als der überwiegende Teil der Franken im alten Gallien
so weit romanisiertt worden war, daß die Überbleibsel am
Mittelrhein und am Main nicht mehr Kraft genug in sich hatten,
das deutsche Königtum auszuüben, und die deutsch-nationale
Vorherrschaft infolgedessen auf dieSachsen überging, haben auch
Heinrich und Otto, die Begründer dessächsischen Reiches,
dieses auf die römische Hierarchie und damit auf das Papsttum
gestellt. So ward das deutsche Reich zum heiligenrömischen
Reich deutscher Nation. Obgleich die deutschen Könige sächsischen
Stammes zunächst, wie einst Karl der Große, bis nach
Rom hinein vordrangen und das Papsttum hier so in ihre Abhängigkeit
brachten, daß sie nach Gutdünken Päpste ein- und
absetzten, gelang es dem Papsttum schließlich, gestützt auf die