General v. Hutler als Führer der 18. Armee, dle den linken Flügel der Angriffefront
ble La Fere einnahm. Olese unterstand dem Deutschen Kronpeinzen,
Zentrum und rechter Flügel dem Kronprinzen Rupprecht. Dle Gesamtfront
batte eine Breite von 75 Kilometern.
Noch vor der Abfahrt des Großen Hauptquartiere von Spaa hatte der Kalser
den Befehl zur Schlacht erlassen. Sle stand unter dem Zelchen des alten Schutzpatrons
der Deutschen, dee beiligen Michael .. Angriffotag und Angrlffestunde
waren erst lm letzten Augendllck nachgetragen worden.
Der Befehl war durch Anweisungen ergänzt, dle folgendee Gesamtbild
der Aufgabe abrunden: der Hauptvorstoß der 17. und der 2. Armee sollte auf
Bapaume-Péronne zielen, dann nach erfolgtem Ourchbruch auf Arras einschwenken
und die engllsche Front nach Norden aufrollen. Oie 18. Armee sollte
nur einen Nebenangriff unternehmen, der sie bis zur Somme vortragen sollte.
Sie hatte sich in den Besltz des Sommeabschultte zu setzen und dann eine „Defensioflanke“
zu bilden, um dle Hauptoperation gegen einen Entlastungsangriff
der französischen Armee zu decken. Das war der strategische Grundgedanke.
Der Oberste Krlegeberr hatte sich gleichfalle lne Hinterland der Schlacht begeben.
Er wohnte im Hofzuge, der auf einem Bahnglelse stand. „Rücksichten
auf bestehende Gefahren, etwa durch feindliche Flleger, lagen außerhalb der
Gedankenreihe des Kalsero“ (Hindenburg).
Der ungeheure Apparat war aufgebaut — die größte und furchtbarste
Unternehmung, dle semals von Menschen deutscher Zunge — nein, dle überbaupt
jemale von Menschen gewagt worden war, stand im Begriff, sich auszuwlrken.
Dle „Zelt X“ war ausgegeben: sie bedeutete „21. März vormlttage 4,40.
In dlesem Augenblick sollte das Vorbereitungsfeuer auf 75 Kilometer Breite
losbrechen. Genau zwel Stunden würde dle ganze Wucht des Bombardemente
aus mehr als 7000 Geschützen auf dle felndlichen Artilleriestellungen nlederdonnern.
Dann würde der größte Teil unserer Kanonen die Gräben der englischen
Infanterie zerschmettern, lm Bunde mit den Minenwerfern. So drei Stunden
lang. Dann von 9,80 an: Niederhaltung der feindllchen Batterlen und besonderen
Stützpunkte durch einen kleinen Teil der Angriffsartillerle — Konzentrierung
des übrigen gesamten Feuere zur „Fenerwalze“, dle noch einmal anf die feindlichen
Linien niederprasseln und dann langsam In dle Tiefe der englischen Stellung
sich fortdewegen würde, dem Vordringen unserer Infanterie den Weg zu
bahnen. Um 9,40 wücden wir aus den Gräben steigen.
So konzentriert dle Spannung war — wann hätte jemals Größeres auf
dem Spiese gestanden? - über all unserem Tun lag in jenen Stunden doch
elne sichere, wuchtige Ruhe. Nicht umsonst waren wir seit vier Jahren durch
alle Höllen geschritten.
Und dabel wußten wlr doch, daß die Zeichen des Himmele — nicht günstig
standen . . . Aber war'e vor Verdun andere gewesen?!
Unser ganzer Angriff war aufgebaut auf der Wirkung des Gasbeschusses.
Und daß der Regen, der selt ein paar Tagen auf unsere Nachtmärsche niedergegangen
war, der Westwind, der uns belm Einrücken in dle Stellung um die
Nase geweht hatte, keine erfreullchen Umstände seien — das sagte uns unser
Gefühl.
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