Full text : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1876. (42)

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wachsen,  gewöhnlich  ist  eine  äußerst  geringe  Menge  einer  wässrigen,  geruchlosen  Flüssigkeit
in  dieser  Höhle  enthalten.
8.  7.

Beim  Ausweiden  zeigt  sich  die  Oberfläche  der  Lunge  glatt,  etwas  glänzend,  sie  ist
nirgends  angewachsen,  fühlt  sich  schwammig  an,  läßt  sich  leicht  zusammendrücken,  knistert
dabei  sowie  beim  Einschneiden  und  hat  eine  blaßrothe  Farbe.

Die  mit  den  Lungen  zusammenhängende  Luftröhre  findet  sich  nach  dem  Aufspalten
leer,  nur  mäßig  befeuchtet  im  Innern  und  ist  mit  einer  glatten,  röthlichen  Haut  ausgekleidet.


g.  8.

Das  Herz  ist  in  eine  weißliche  Haut  (den  Herzbeutel)  eingehüllt,  in  der  es  frei  beweglich
  liegt,  beim  Durchschneiden  derselben  fließt  etwas  klares  geruchloses  Wasser  aus.
Das  Herz  bestebt  aus  festem,  dichtem,  blutroth  aussehendem  Fleische,  hat  eine  glatte,  an
den  Seitenflächen  mit  Fett  besetzte  Oberfläche.

g.  9.

Das  die  Brusthöhle  von  der  Bauchhöhle  abscheidende  Zwerchfell  (Kronenfleisch)  hat
in  seinem  Umfange,  soweit  es  sich  an  die  Rippen  anbeftet,  eine  dem  gesunden  Fleische
gleichende  Farbe,  nach  der  Mitte  zu  dagegen  ein  weißglänzendes  Aussehen.

8.  10.

In  der  Bauchhöhle  ist  je  nach  dem  Ernährungszustande  der  Thiere  mehr  oder  weniger
Fett  (Schmeer)  angesammelt,  sämmtliche  in  ihr  enthaltene  Eingeweide  sind  frei  beweglich
in  derselben  und  mäßig  befeuchtet.

8.  11.

Magen  und  Gedärme  haben  eine  glatte,  glänzende,  weiße,  bisweilen  mehr  ins  Grauliche
  oder  Rötbliche  spielende  Oberfläche  und  sind  mit  weichem  Futterbrei  und  Kothmassen
mäßig  angefüllt.

Bei  Rindvieh,  Schafen  und  Ziegen  ist  in  den  beiden  ersten  Mägen  (Wanst  und
Haube))  noch  ein  bedeutender  Vorrath  kennbarer  grobgekauter  Futterstoffe,  im  dritten
Magen  (Psalter)  mehr  ein  feiner  Futterbrei  zwischen  den  einzelnen  Blättern  und  im  vierten
  Magen  (Lab)  eine  dünnflüssige  Futtermasse  enthalten.