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Verfassung so wie so nur einen illusorischen Schutz gewährte,
gelangten wir dorthin und fanden, daß das gewöhnliche Quartier—
pech der Zwölfer uns wieder in die äußerste Vorstadt und die
erbärmlichsten Hütten geführt hatte. Inzwischen war die Ar—
mee-Abteilung des Großherzogs am 14. bei Fréteval und
Morée am Loir-Abschnitt auf starke feindliche Kräfte gestoßen,
ebenso hatte die Avantgarde des X. Korps den Feind vor Ven—
dome gefunden, auch war durch die auf dem äußersten rechten
Flügel befindliche 4te Kavalleriedivision konstatiert worden, daß
Cloyes und Chateaudun vom Feinde besetzt waren. Alles deuttete
demnach darauf hin, daß General Chanzy entschlossen sei,
am Loir--Abschnitt eine Entscheidungsschlacht anzunehmen. Der
Prinz beschloß darauf, diese am 17. zu wagen und bis dahin
seine Streitkräfte möglichst zu konzentrieren. Er teilte der
Armee durch einen bei uns am 15. abends eintreffenden Armeebefehl
mit, daß der Feind sich in und bei Vendôme mit starken
Kräften verschanzt habe, und daß für die nächsten Tage eine
Schlacht zu erwarten sei.
Uns wurde durch diese Konzentrierung ein sehr erwünschter
Ruhetag, den wir nach Kräften zum Schustern und Schneidern
benutzten. Alles, was nur eine Nadel führen konnte, wurde
herangezogen, um die klaffenden Wunden in Hosen und Stiefeln
zu flicken, bei dem so beschränkten Raume eine doppelt
schwierige Arbeit, bei der man sich mitunter nur mit Mühe
das Lachen verbeißen konnte, wenn man die Hälfte der Grenadiere
bei dem schauderhaften Dezemberwetter in Unter= oder
Drillichhosen herumspazieren sah, da sie die Restaurierung ihres
Ein und Alles in den engen Werkstätten nicht abwarten konnten.
Auch in unserem Prunkgemach hatte ich eine Schneiderwerkstätte
etabliert, um ein wunderbar passend gerade zu dem Ruhetage
angekommenes, von meiner Frau gesandtes Pelzfutter zum
Paletot einsetzen zu lassen. In die Schneiderstube wollte ich
meinen Paletot nicht geben, aus Furcht vor unliebsamen Schmarotzern,
die bei unseren Leuten trotz aller Reinlichkeit bei dem
fortwährenden Herumliegen auf allen möglichen Streuen sehr
überhand genommen hatten, und da blieb nichts übrig, als in
unser Minimum von Raum noch einen Schneider zu plazieren.
Man denke sich das Brouhaha, 4 Offiziere, bei denen ihre