Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1846. (37)

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Reservefonds  gebildet,  und  es  darf  die  jaͤhrlich  zu  diesem  Reservefonds  zuruͤckulegende
  Summe  nicht  unter  Ein  Viertel  Prozent  und  nicht  uͤber  Ein
*  ent  des  Anlagekapitals  betragen;  doch  findet  die  Ansammlung  des  Reserve-Fonds
  nur  in  soweit  Statt,  als  derselbe  nicht  mehr  als  Fünf  Prozent  des
gesammten  Anlagekapitals  der  Bahn  beträgt.

Ueber  die  nach  diesem  Maaßstabe  zu  ermessende  Höhe  des  jährlichen
Reservefonds  bestimmt  nach  Anhörung  der  vom  Verwaltungsrathe  begutachteten
Vorschläge  der  Direktion,  die  Generalversammlung.

Vertheilung  des  reinen  Gewinns.

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Diejenige  Summe,  welche  nach  statutgemäßer  Vermehrung  des  Reserve-Fonds
  von  dem  reinen  Jahresgewinn  übrig  bleibt,  wird  unter  sämmtliche  Aktionaire
  mit  Vermeidung  unbequemer  Bruchtheile  als  Dividende  vertheilt.

Es  kann  jedoch  nicht  eher  zur  Vertheilung  geschritten  werden,  bevor
nicht  durch  eine,  mit  ZWiehung  des  Königlichen  Kommissarius  vorzunehmende
Revision  festgestellt  ist,  daß  alle  im  F.  8.  erwähnten  Bauwerke  während  des
verflossenen  Jahres  in  gehörigem  Stande  erhalten  sind,  respektive  bevor  nicht
die,  zur  Nachholung  des  Versaumten  erforderliche  Summe  abgesondert  und
der  vorgeschriebene  Bauekat  für  das  laufende  Jahr  festgesetzt  ist.

Es  werden  mit  den  Aktien  Dividendenscheine  für  10  Jahre  nach  beiliegendem
  Schema  ausgegeben,  welche  nach  Ablauf  dieses  Zeitraums  durch  eine
neue  Serie  von  10  Scheinen  ersetzt  werden.

Der  Betrag  der  auf  jede  Aktie  fallenden  Jahresdividende  wird  seiner
Zeit  öffentlich  (G.  17.)  bekannt  gemacht,  und  kann  gegen  Einlieferung  des  ODividendenscheines
  bei  der  Gesellschaftskasse,  sowie  bei  den,  von  der  Direktion
namhaft  zu  machenden,  Banquiers  erhoben  werden.

Ausfertigung  der  Akrien.

S.  10.

.  Die  Aktien  werden  nach  dem  anliegenden  Schema  auf  die  Hoͤhe  von
100  Thalern  stempelfrei  ausgefertigt  und  erst  dann  ausgegeben,  wenn  der  volle
Betrag  fuͤr  dieselben  zur  Gesellschaftskasse  berichtigt  ist.

Bis  zur  Ausfertigung  der  Aktien  werden  mit  Nummern  bezeichnete
Quittungsbogen  ausgegeben,  auf  denen  uͤber  die  Einzahlungen  quittirt  wird.
Diese  Quittungsbogen  werden  auf  den  Namen  des  urspruͤnglichen  Aktienzeichners
  ausgestellt.

Die  Hoͤhe  und  den  Zeitpunkt  der,  auf  die  Aktien  zu  leistenden  Einzahlungen
  setzt  die  Direktion  fest.  Die  Einforderung  geschieht  durch  zweimalige
Bekanntmachung  in  den,  H.  17.  bezeichneten  Zeitungen  dergestalt,  daß  die  letzte
I#e  spatestens  vier  Wochen  vor  dem  letzten  Einzahlungstage  erfolgen
  muß.

Ver-