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den Waffen. Mille wollten fich üben, rüften und füs das Vaterland
ftreiten und Sterben.
Und was die Männer unter den Waffen thaten, da8 thaten bie
Frauen Durch Gebete, Ermahnungen, Arbeiten, Sorgen und Mühen
für Die Außziehenden, Kranken und DVermundeten. Wer fan fie alle
zählen, die Hab und Gut, Ohr- und Fingerringe opferten, um reis
willige auszurüften, oder die Kleidumgsitüde, Betten und WVerbandzeug
bergaben, oder Charpie zupften, um Kranfe und Vermundete zu pflegen?!
Eine Ichlefische Sungfrau Jchnitt fich, weil fte nichts Anderes zu geben hatte,
ihr Jehönes Haar ab und gab den Erlö8 hin zur Ausrüftung der Freiwilligen.
Die Hohe Begeijterung, welche Preußen bewegte, zündete aber aud)
in dem ganzen übrigen Deutichland. Von den ferniterr Grenzen des
Südens 5i8 zum Norden und Welten, wo nur immer Deutfche Zungen
redeten und Deutjche8 Blut in den Adern sollte, Da wiederholte
fich berfelhe Sinn, dasjelbe Streben bei Jung und Alt, in jedem Stande
und in jeden Gejchlehte. Ein neuer Wölferfrühling war angebrochen
it deutichen Lande. Edle Sänger, wie Theodor Flörner, Marx
v. Schenkendorf, Friedrich Nüdert, Morik Mrndt und viele andere
erhoben ihre Stimmen, und ihre Lieder langen in taujendfadhen Chor
wieder im Heere und im Wolfe.
„Das Volk Steht auf, der Sturm bricht 1oß.
Mer legt noch Die Hände feig in den Shhufl" —
Io erflang Kömer’8 mahnende Stimme, und Arndt fang fein berühmteß
ed: „Was ilt Des Deutjhen Vaterland?! —
Bollfommen haben e8 die Deutichen dDamal3 hewiejen, dab Ehre
und Freiheit, König und Vaterland ihnen heilige und theure Güter
find? — und daß fie für Diefe Güter Siege zu erfämpfen wiffen, wie
fie und die Gejchichte erzählt von den Tagen bei Großbeeren
(23. Auguft 1813), an der Kabbad (26. Auguft), bet Dennemik
(6. September) und bei Qeipzig (16., 18. und 19. Oftober).
67. Die Bölkerfchlacht bei Leipzig.
Der König von Preußen hatte bereits am 27. Februar 1813
mit Railer Alexander von Rußland ein Bünbnik zum Sturze Nas
poleons Aabgeichlnffen, dem bald nachher auch Kaifer Franz von Öfter,
reih, wie au England und Schweden heitraten. Schon war Na
poleon Durch) Die nerhündeten Seere bi8 zur Elbe zurücgedrängt,. ala Durch
den Übertritt bes Königg Max von Bayern zu den Verkündeten ganz
Süddeutfhland ohne Schwertitreich gemonnen ward. Da erzwang ber
preußifche General Blüher den Übergang über die Elbe, und In der
Mitte Oftober8 zogen fih Die gewaltigen Heere in Der Gegend von
Leipzig zur großen GEnticheibung zufammen; Die Dfterreicher unter
Schwarzenberg, die Vreußen unter Blüdher, die Ruffen unter
Wittgenftein, die Schweden unter ihrem Kronpringen, zufammen
an 300,000 Mann, die Franzojen über 200,000 Mann, aber unter