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Die österreichisch-ungarische Menarchie.
öffentlichen Feilbietung und Verschleuderung kaum sich unterscheidet. Diese
Güter wird nämlich die Regierung nach Bestätigung der Gesetze in ihre
Gewalt bringen und sich das Recht und die Macht zuschreiben, sie zu theilen,
zu verleihen und mit Steuern so zu verkleinern, daß die armselige
Nußnießung und der Nutzen, welcher ihr übrig bleibt, nicht zur Ehre der
Kirche, sondern zu ihrer Verhöhnung, und als Teckmaniel der Ungerechtigkeit
nicht r mit Unrecht angesehen wird.
.Da diese Gesebe, über welche im Abgeordnetenhuus des österreichischen
Reiches verhandelt wird, so beschaffen sind und auf jene Prinzipien, welche
Wir offen gelegt haben, sich stüben, so sind Euch, ge Söhne und ehr-
würdige Brüder, die gegenwärtigen Gefahren ohne Zweifel klar, welche den
Eurer Wachsamkeit anvertrauten Heerden bevorstehen Deßhalb erwecken
und entflammen Wir Eure oberhirtliche Wachsamkeit und Euren Eifer,
wovon ihr für das Haus Gottes beseelt seid, damit Ihr die Gefahr, welche
herannaht, zu beseitigen bestrebt seid. Fasset hohen Muth, um den Eurer
Tugend würdigen Kampf zu beslehen. Gewiß ist es Uns, daß Ihr weder
an Muth noch an Kraft geringer sein werdet, als jene ehrwürdigen
Brüder, welche ander swo unter den bittersten Beschwernissen für diese Freiheit
der Kirche durch Schmähungen und Trübsale zum Schauspiel geworden.
nicht allein den Raub ihrer Güter mit Freude ertragen, sondern auch
in Ketten den Kampf der Leiden bestehen. Uebrigens ist alle Hoffnung
nicht auf Unsere Kräfte, sondern auf Gott beieh. Es handelt sich eben um
die Sache Gottes, welcher durch en unieh lbaren Ausspruch Uns F tt
und ausfgerichtet hat: & 0 Welt werdet Ihr Bedrängniß haben,
vertrauet, ich habe die Wele bewundenk. Da Ihr Euch aber bestreben
müßt, den drohenden Gefahren durch Eure Autorität, Klugheit und Eifer
vorhubengen, so werdet Ihr einsehen, daß nichts zweckmäßiger und nüglicher
l wird, als in gemeinsamer Berathung die geeigneten Wege zu suchen,
un das erwünschte Ziel desto sicherer und wirksamer zu erreichen. Während
die Rechte der Kirche angegriffen werden, vis es Eure Pflicht, die Gläubigen
zu schützen; desto zuverlässiger aber wird die Schuhmaner sein und desto
kräftiger die Vertheidigung, je einmüthiger und geeinigter die Bestrebungen
der Einzelnen wirken werden, und je eifriger das von der Sachlage geforderte
BVorgehen vorgesorgt und bestimmt sein wird. Dehhalb ermahnen
wir Euch, möglichst bald zusammen zukommen und nach gemeinsamer
Berathung eine sichere und %“ alllen genehmigte
Richtschnur aufzustellen, der gemäß J e es Euer Amt
erfordert, einmüthig die drohenden Uebel bekämpfen ior bie Freiheit der
surche #kbeftig schützen werdet. Deßhalb mußtet Ihr von Uns ermahnt werden,
damit Wir in einer so wichtigen Angelegenheit Unsere Pflicht nicht
de zu haben scheinen. Denn Wir sind überzeugt, daß Ihr auch
ohne diese Unsere Ermahnung dies gethan balen wolliert. Auch haben Wir
noch die Hoffnung nicht auseber daß Gott die vorhandenen Uebel abwenden
wird. Deun es ermuthigt Uns zu guter Hoffnung die Ergebenheit
und der Glaube Unseres geliebtesten Sohnes in Christo, des Kaisers
und Königs Franz Joseph, den Wir in einem neuen Schreiben vom heutigen
Tage dringent beschworen haben, Er möge niemals erlauben, daß in
Seinem weiten Reiche die Kirche einer schmachvollen Knechtschaft und Seine
kuthollsche Unterthauen den schwersten Bedrängnissen unterworfen werden.
Da jedoch VBiele gegen die Kirche anstürmen und jeder Verzug bochst
geelrhan- ist, so dürft Ihr am Wenigsten in Ruhe verharren. Möge G
Eure Entschließungen leiten und Euch mit Seinem mächtigen Schutz *
stützen, damit Ihr glücklich zu beschließen und zu Stande zu bringen ver-Woaet.
was dem Ruhme Seines Namens und dem Peil der Seelen dient.
Zeichen dieses göttlichen Schutzes und Unseres besonderen Wohlwollens
Fetheilen Wir Euch Allen und Einzeln, geliebte Söhne und ehrwürdige