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a, das ift fehr wunderbar, und fein Menjch fann’8 erklären, wie’ß zus»
geht. Wenn die Vögelchen fprechen Fünnten, jo würben jie‘8 wohl jagen.
19. Der Böglein Abfchied.
Mer Happert am Dade, mein Kindlein? Horch, Hord!
Abe, Tieber Bauer! fo rufet ver Stord.
Nun, abe denn, du Dorf und Ihr fleißigen Leut’,
Kr Wiefen, ihr Sümpfel mir fehelden ja heut‘.
Gott fegne dad Hhttchen, auf dem wir gewohnt,
Er laff’ e8 vor Feuer und Stürmen verjchont |
Menn lauer im Frühling die Yüfte dann mweh'n,
Dann giebt e8 ein freubiges MWiederfeh'n.
Adel Adel
Dom Bache noch einmal trinft Nachtigall fchnell.
Ade, liebe Fluren! fo finget fie hell;
hr Habt mich erquicdet mit Spetfe und Tranf,
Sch Hab’8 euch gebanfet mit jchmetterndem Sang.
Nun feid ihr ermüdet, wollt fchlafen auch gehn, —
D möget im Lenze ihr wonnig erfteh'n!
Mir Vöglein, wir fönnen fo lange nicht warten.
Gott fohtrme indeffen den fehlummernden Garten!
Adel Abel
Zum SFenfter no einmal blidt8 Schwälbletin hinein:
Ade, liebe Kinder, gejchteven muß fein!
Sch Hatte mein Neft ar dem enfter gebaut,
Shr Habet mit Freuden die Kleinen gefehaut
Und gern auf mein Zmitfchern ded Morgens gehört,
Shr Habet mir nimmer den Frieden zerftört.
Drum möge auch) euch in Freud’ und Gefahren
Der Himmel bite Iiebenden Eltern bewahren!
Adel Adel —
20. Das NothEkehlchen.
Ein Rothfehlchhen fam in der Strenge de8 Winterd an das Teniter
eine8 frommen LZandmanns. Der grimmige Froft hatte das arme Thierhen
dahin getrieben, und e8 fuchte ängftlich ein warmes Plädchen. Der
Landmann öffnete aus Mittleid freundlich fein Fenfter. Da flog das
zutrauliche Thierchen in die warme Stube. Aber e8 bedurfte aud
der Spetfe und pielte daher Hungrig die verftreuten Brobfrümehen auf.
Die Kinder ded Landmannd Tiebten dad Nöglein fehr; fle Iegten ihm
BZuderjtüdchen auf jeine Lieblingsplägchen und freuten fich über fein
nruntered Gezwiticher. — Der Frühling fam enblich wieder; Die Bäume
befamen Blätter; andere Vögel fangen draußen, und auch das Roth:
fehlchen Hüpfte unruhlg Hin und ber. Der Landmann öffnete jebt fein
Tenfter und fchenfte Dem Heinen Gafte die Freihett. Fröhlich flog er
fort und fang auf dem nahen Baume ein muntere® Ltedchen.
Monate vergingen, der Winter fehrte wieder. Siehe, da kam das
Nothfehlehen abermals in die Wohnung des gaftfreunblihen Lanbmann.
Mber e3 fam nicht allein; e8 Katte fein Meibchen mitgebracht.
Die Bamilie des Landmann freute fich jehr über die Ankunft der
beiden Thierchen. Diefe Klieten jeden freundlih an. — Da achten bie
(Böwenkein.)