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Schon in der ersten Proposition der Schwedischen Gesandtschaft,
bei deren Entwurfe er so thaͤtig war, hatte er auf
eine neue rechtmaͤßige Besitznehmung des Hildesheimischen vorzubereiten
gesucht, wenigstens dessen, was das Luͤneburgische
Haus schon uͤber hundert Jahre lang im Besitze gehabt. Unuͤbersteigliche
Schwierigkeiten thuͤrmten sich entgegen. Nun
so wich er deun endlich, ohne hartnäckig auf einem Versuche
zu beharren, der nie mehr als Versuch seyn sollte. Aber wie
unerschuͤtterlich widerstund er nicht, da die Freunde des
Brandenburgischen Hauses, unterstuͤtzt von den Pommernschen
Staͤnden den allgemeinschmeichlenden Vorschlag machten,
daß Hoya und Diepbolz und Schaumburg nebst andern
schon halbversprochenen Landen den Schweden statt ihrer
Foderung an Pommern uͤberlassen werden sollten. Die
Brandenburgische Gesandtschaft bot dem friedfertigen Trautmaunsdorf
hundert tausend Thaler, wenn er diesen Vorschlag
genehmigen wuͤrde. Orenstirn und Salvius freuten sich eines
so trefflichen Ersatzes. Der Holländische Gesandte rühmte,
verschènerte denselben. Es war seines Erachtens ein unübertreffbar
guter Einfall, weil er nehmlich jede Besitznehmung
der Schweden an der Deutschen Küste der Osisee fürchterc, und
überdies doch eine kleine Entschädigung mit Hildesheimischen
Stücken, wegen welcher die größeren Gesandten schon vorläufig
einverstanden waren, jeder moglichen Klage des Lüneburgischen
Hauses zuvorzukommen schien. Wie stund da
nicht Lampadius, um einen Vorschlag zu hintertreiben, durch
welchen das Lüueburgische Haus zwei Grafschaften verloren
haben würde, die mehr werth waren als ein Fürstenthum! Wie
fürchtete er nicht, Schweden von allen Seiten her zum
Nachbarn zu haben! Wie weislich zweifelte er, ob wohl auch
das ganze Stift Hildesheim zur Entschädigung abgetreten