Chabissat
Traubenfirup u. Kraftmehl. Ptieimann Or. 1, 124.
— Chabissät (pers.): Ch., „die Niedrigen“, Ge-
schichten satirischen u. selbst faunischen Inhalts. Nosen--
Kranz Gsch. Poes. 391. — Chablis (frz. schabli):
ein Ort in Frankreich (eig. „Windbruch"), danach
m.: Wein aus der dortigen Gegend: Ein Glas
schäumenden Ch. Hausbl. (66) 4, 11; Schüching R.
1, 97. — Chablone: s. Schablone. — Thabod
(hebr.): eine Sekte der Chafidim. piermonn Or.
1, 231. — Chab-ot (frz. schabs), m., —6; —8;:
Art Fisch, „Kaulkopf“ (vgl. lat. capito). -ötte,
f.; —n: das eiserne Gehäuse, worin der Amboß
des Aufwurfhammers eingekeilt ist. Aulcherlich 22,
102; Scheuchensurl 50; Chen-Stock, Holzklotz, worin
die Ch. festgekeilt ist. ebd. 2c. — Thabraque: s.
Schabracke. — Chacham (hebr.), m., —; -im
(eime): „der Weise“ (vgl. Chochem, Hakim), Titel
v. Rabinen, z. B. gammer 1, 342; Salon 2, 138;
Sieben jüdische Ch-im (Weise). frankl Jer. 1, 13;
Der Ch. Baschi [Oberrabiner]) des türk. Reichs. ibd.;
132; 195 2c.; Die Ch-ime. 202 r. — Chachän:
s. Chanfa. — Thachöll (ruff.), m., -s; —s: Spitz=
name für die Steppenbewohner. HKohl Sürr. 2, 97.
— Chadimül (türk.), m., —§; —#: Diener: Ch.
Haremeln (s. Harem). — Thadschi: s. Harschi. —
Thadün: s. Kadin, z. B. Kolrschi Ch.; die Frau
Profosin für die liederl. Weibsrerfonen. Hammer 10,
704. — Chafariz (port. dschäfaris), m., uv.; uv.:
Brunnen. AIAueld. 39, 334b. — Chäftan: s. Kaftan.
— Thägra, f.; —s: (in Südam.) Fruchtbare Acker
u. kleine Ch— s. Gerstäcker Pench. 1, 212. — Thagr-in
(frz. schagreng), m., —s; —: 1) (v. pers.-türk.
sagri, Rücken) auch: Chagra in, ein aus dem hin-
tern Theil des Rückens v. Pferde-, Esel= u. Ka-
melhäuten bereitetes Leder od. Pergament mit
körnigen Hervorragungen. Kormarsch 1, 412; Prechl
3, 431 ꝛc. (s. Allabuta); Fischbaut-Ch., die getrock-
nete Haut mancher Fische, nam. der Haifische, die
v. Natur ein ähnliches rauhes Korn haben. 434;
6. 166; Knapp 2, 589 ꝛc. — 2) (vgl. 1, als ras
Rauhe, Reibende) nagender Kummer, Gram.
Zinant, a.: kränkend, Kummer erregend. -inf#eren,
tr.: 1) Lederchagrinartig (körnig, narbig) machen,
auch: chagra #nièren (schagrän 2c.). — 2) kränken,
betrüben 2c.; refl.: sich härmen. — Thai (frz.
schä), m., —; —: Ch., allgemelne Bez. in Vorreaur
für Lagerräume, v. Weinen namentlich. Garienl. 17,
70b. — Thaine (frz. schän), f.; —n, —s: „Kette“,
z. B. eine fortlaufende Reihe ausgestellter Posten
(Vosten- Chen. Salen 3, 322), angestellter Ar-
beiter 2c.; serner (Tanzk.): Ch... eine Tour, wo
die Tänzer den Tänzerinnen u. diese umgekehrt im Fort-
schreiten sich wechselseitig die Hand geben 2c. Däringer
204, auch: Herren, die sogleich Ch. machten, um die
überraschende Erscheinung hindurchzulassen. Gutzkow 3.
4, 217; 8, 46 2c., vgl. Spalier. — Thair (engl.
tscher), m., —s; —#: Stuhl: Wiegen sich auf den
röcking ch— s [Schaukelstühlen J. Scherzer Nat. 351 2c.;
auch prägn. Ch., als Sitz des Lordmayors. H#
Engl. 3, 86 2c. -man, m., —#; -men: Vorsizen=
der. — Thäfrije (türk.), m., —s; —#: Der Dukate
Sanders, Fremdwörterbuch.
Thalasis 193
(s. d.) Ch. gilt 20, der halbe Ch. 10 Piaster. Hammer
10, 712, vgl.: Der Dukate Kirklik Ch. zu 40 Piaster.
ebd. — Thälr ölla (türk.): „Gott sei mit dir!“
(als Gruß). murhord Konst. 2, 107. — Chaise
(franz. schäf), f.; —n: 1) Sitz, Stuhl: Ch.
longue llönfl, Art Kanaré zum Sitzen für 2 und
zum Ausgestreckt-Liegen für eine Person, M)3.:
Die Ch—s longues; ugw.: Vor den Kauseusen,
Chaiselonguen u. Sesseln. HFausbl. (66) 4, 195 2c.;
Ch. percée lperße], Nachtstuhl; Ch. à3 porteurs
lvortörl. Sänfte, Portechaise (s. d.) 2c. — 2) ((. 1)
leichter Wagen für wenige Personen; auch orkl.:
Kam gefahren ein Mann in einem Chaischen. Gondelf
Sch. 3: G. Reinh. 245; Schüching FrR. 2, 122 te.,
vgl.: In seinem „Schäsel“. Spindlee Stadt 1, 52 2c.;
Aus einem Ch—n - Kasten. In der alten Kalesche.
Iffland 15, 1, 44 2..; Bei-Ch. (vgl.: Beiwagen, bei
der Post). Gartenl. 1 6, 5 2a 2c.; Halb. Ch. (mit
Halbverdeck). S. 19, 211; Zagr. Cb. mufäus M.
5, 163; Post-Ch. Thümmel 1, 5; Reise--Cb. Spiel-
hagen Pr. 5, 242; Retour. (s. d.) Ch.; Besah die
Kaiserin in einer halbgedeckten niedern Roll-Ch.
sitzend den festlich geschmückten Ort. fallmerayer Gs W. 2,
483 ꝛc. — Thäftga (ind.), f.; —s: burdhistische
Höhlenkirche. Globus 6, 134b; Cb.-Höhle. 135a 2c.,
vgl. Vihara. — Thajal (ar.), m., —#8; —: be-
waffneter Reiter als Geleitsmann. furrer Pal. 246.
— Chajim (hebr.): Leben, s. Ez, Beth-Ch.; vgl.
Hasse. — Chakaän: s. Cban 143. — Charär-a
(sran. dsch re.), f. —: kleines Landgut (in Chili cc.).
Põppig 1, 228. fra, f.; —#: weibl. zu Chacarero.
Globus 4, 226b. -ero, m., —s; —# : Bauern, kleine
Gutsbesitzer od. Gäriner, Cb—s, wie sie dort zu Lande
heißen. ebb. — Thähkilp (ind.), m., —8; —6;:
Schuhslicker. DAus. 15, 2, 616. — Chaco: f.
Tschafo. — Charöna (sran. tsch ꝛc.), f.; —s: Art
Tanz u. die Musik dazu im 3/4 Takt, frz.: In einer
zlerlichen Chacönne sschak-]. w. 12, 43; Uet3. 22,
53; Bonk 1, 211 2c.; it. Ciaconne. Sulzer 1, 475, s.
Passacaille. — Chãcra (span. tsch re.), f. ; —##: india-
nische Hütte; Landhaus. — Chacun (srz. schaköng):
Seder, z. B.: Ch. à (a)son goũt löong gül, Zeder hat
seinen — od. nach seinem — Geschmack; Ch. le sien
lse ẽseng]!, Jedem das Seine (s. Sünm cutque);
Ch. pour soi, Dieu pour tous spur soä, djö pur tuj,
Jeder für sich, Gott für Alle 2c.; weibl. Chacune
(schakün'). — Thaläät (türk.), pl.: Ehrenkleider.
Hammer 10, 342, auch Chilaat, s.: Das Ehrenkleid od.
Kbelad. Weiss Kost. 2, 237, vgl. Chalat. — TChalän
(fran.), m., —#s; —es: Roßkamm, Roßtäuscher.
Dazu: Anrre treiben die Chalaneria, d. h. das Gewerbe
des Roßlammes. Globus 9, 48a. — TChal-anre (frz.
schalings), k.; —s: Prahm-, Fährgeld. -and
(Jing), m., —; —: 1) Ch.; ein plattes frz. Fahr-
zeug zum Gütertransport auf Flüssen u. Kanälen. Bobtik
589a 2c. — 2) (s. 1) der die Waaren fortholende
Kunde eines Kanfmanns, Abnehmer. Jandise
Cangdis), f.; —#: Kundschaft eines Kaufmanns.
— Chalaneria: s. Chalan. — Thalass (ar.):
Ihm das Ch. („es ist fertlg!") zuzurufen. Gartenl. 15,
65 b. — TChal-asis (gr.), f. (§ 24, 3, uv.]
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