Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1881. (58)

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das  Mehrfache  von  halben  Mark  bei  Sportelansätzen  bis  zu  3  M,

das  Mehrfache  von  vollen  Mark  bei  Sportelansätzen  zwischen  3  und  25  A,

das  Mehrfache  von  5  J  bei  Sportelansätzen  zwischen  26  und  80  A,

das  Mehrfache  von  10  .  A  bei  Sportelansätzen  von  mehr  als  80  M

Vorstehende  Bestimmungen  beziehen  sich  nicht  auf  Sporteln  für  Abweisung  oder
Zurückziehung  eines  Gesuchs  oder  Antrags,  jedoch  sind  diese  nicht  unter  20  H  und  stets
in  der  Art  zu  bemessen,  daß  die  Pfennigbeträge  durch  10  theilbar  sind.

(Zu  Art.  4).
8.  6.

Die  vorschußweise  Erlegung  von  Sporteln  kann  vorbehältlich  der  zu  einzelnen  Tarifnummern
  zu  treffenden  Bestimmungen  verlangt  werden,  wenn  der  Sportelpflichtige  Ausländer
  ist  oder  sich  in  solchen  Verhältnissen  befindet,  daß  der  Einzug  der  Sportel  nach
deren  Fälligkeit  gefährdet  oder  wesentlich  erschwert  erscheint.

S.  7.

Die  Erledigung  von  Gesuchen  um  Zahlungsfristen  kommt  derjenigen  Behörde  zu,
velche  die  Sportel  angesetzt  hat,  wenn  aber  die  Sportel  nach  Maßgabe  des  §.  12  Abs.  2

Kameralamt  überwiesen  worden  ist,  dem  Steuerkollegium.  Jedoch  können  die  Ortsdorsteher
  Zahlungsfristen  für  die  von  ihnen  angesetzten  Sporteln  über  den  Termin  hinaus,
auf  welchen  die  Vierteljahrsrechnungen  abzuschließen  sind,  nicht  ohne  Genehmigung  des
Oberamts  bewilligen.

Fristen  für  Zahlung  von  Sporteln  dürfen  nur  in  dringlichen  Fällen  bei  erwiesener
zeitlicher  Zahlungsunfähigkeit  des  Sportelpflichtigen  bewilligt  werden.  Solche  Bewilligungen
  können  sowohl  von  der  bewilligenden  Behörde  als  von  den  vorgesetzten  Behörden
lederzeit  widerrufen  werden.  Die  fristenweise  Bezahlung  der  unter  Nro.  17  und  18  des
Tarifs  bezeichneten  Sporteln  durch  Abzüge  am  Diensteinkommen  innerhalb  Jahresfrist

ist  jedoch  nicht  zu  erschweren.  8.8

Soweit  nicht  andere  Bestimmungen  getroffen  werden,  ist  für  die  Ermächtigung  zu
abgängiger  Verrechnung  uneinbringlicher  Ausstände  die  der  Einzugsbehörde  zunächst  vorgesetzte
  Behörde  zuständig,  für  die  von  den  Kameralämtern  einzuziehenden  Ausstände  das

teuerkollegium.